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Rheinland-Pfalz

Mit Sicherheit viel Spaß zur Fastnacht: So werden Feiern und Umzüge geschützt

Oliver von Riegen

Wenn Hunderttausende in Rheinland-Pfalz Fastnacht feiern, werden Tausende Polizeibeamte bei mehr als 1000 Veranstaltungen in den Hochburgen Mainz, Koblenz, Trier und Ludwigshafen sowie in kleineren Städten und Gemeinden im Einsatz sein.

Die Polizei sorgt bei Umzügen und anderen Karnevalsveranstaltungen für Sicherheit.
Die Polizei sorgt bei Umzügen und anderen Karnevalsveranstaltungen für Sicherheit.
Foto: dpa

In diesem Jahr mehr Beamte als in den Jahren zuvor – das liegt unter anderem auch am Umzug in Ludwigshafen. Insgesamt gelten erneut hohe Sicherheitsvorkehrungen. Neu ist dabei der flächendeckende Einsatz kleiner Körperkameras (Bodycams). Dazu kommen wieder Betonsperren in mehreren Städten und Videoüberwachung.
„Wir tun alles für eine höchstmögliche Sicherheit“, sagt Innenminister Roger Lewentz (SPD). „Wir wollen, dass die Menschen in Rheinland-Pfalz Fastnacht und Karneval feiern, wie sie es gewohnt sind.“ Absolute Sicherheit könne aber niemand garantieren. Einen Hinweis auf eine konkrete Bedrohung gibt es nach seinen Angaben derzeit weder für Rheinland-Pfalz noch für Deutschland.

„Es ist quasi jeder verfügbare Polizist im Dienst“, berichtet Polizeiinspekteur Jürgen Schmitt. „Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben auf dem Niveau des vergangenen Jahres.“ Sie seien aber verfeinert worden. „Die Sicherheitsanforderungen beruhen immer auf dem Zusammenspiel von Veranstaltern, Kommunen und der Polizei. Vieles hat sich auch durch die Erfahrungen mit Weihnachtsmärkten weiterentwickelt. Inzwischen werden bei Sperren auch andere Materialien eingesetzt an Zufahrtsstraßen: runde Schachtringe.“

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV), der den Rosenmontagszug am 12. Februar mit rund 500 000 Besuchern ausrichtet, setzt auf das Sicherheitskonzept von 2017. „Es war sehr erfolgreich“, sagt Sprecher Michael Bonewitz. Zu dem Konzept zählte etwa ein Lkw-Verbot. In Ludwigshafen sollen am Sonntag davor erstmals an großen Kreuzungen die Zufahrten zur Zugstrecke mit Lastwagen und Bussen abgesperrt werden. Mehr als 800 Kräfte wollen für Sicherheit sorgen. In Trier wollen Polizei und Stadt an Weiberfastnacht und Rosenmontag auch mit Videoüberwachung mögliche Eskalationen verhindern. Zu stundenlangen Massenschlägereien mit rund 150 alkoholisierten Jugendlichen – wie jüngst in Rivenich – soll es so nach Möglichkeit nicht mehr kommen.

Diese Sicherheitsmaßnahmen sind laut Ministerium geplant:

  • Glasverbot: Gläser sind mancherorts wieder tabu – zum Beispiel in Mainz an Rosenmontag und in Trier am „Fetten Donnerstag“.
  • Anlaufstellen: In Mainz gibt es mit Fahnen markierte Polizeipunkte, in Koblenz gibt es bunte Anlaufstellen, in Trier, Wittlich und Dahn spezielle Anlaufstellen für Frauen in Polizeigebäuden.
  • Soziale Medien: Über Twitter und Facebook will die Polizei ergänzend zu den Einsätzen Informationen übermitteln.
  • Kontrollen: Die Polizei richtet Kontrollstellen ein, in Trier zum Beispiel am Hauptmarkt.
  • Sperren: An den Hauptzufahrtsrouten versperren mobile Betonpfeiler und Fahrzeuge den Weg – unter anderem in Andernach, Mainz, Koblenz und Trier.
  • Videoüberwachung: Bei großen Veranstaltungen setzt die Polizei Videokameras ein. Dies ist unter anderem für Koblenz, Bad Kreuznach, Ludwigshafen, Mainz und Trier geplant. Die kleinen Körperkameras (Bodycams) sind flächendeckend im Einsatz.
  • Spezialkräfte: Spezialeinheiten der Polizei stehen bereit, um im Notfall schnell eingreifen zu können.

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