Archivierter Artikel vom 24.10.2018, 09:56 Uhr
Heddesdorf

Wenn die Kraniche ziehen, ist Döppekoochezeit

Die Vereinigung Heddesdorfer Bürger lud wieder zum jährlichen Döppekooche-Essen. 201 Besucher folgten der Einladung in die Turnhalle der Raiffeisenschule im Raiffeisenring.

Foto: Vereinigung Heddesdorfer Bürger e. V.

Die Tischreihen wieder sauber ausgerichtet, gelbe Tischdecken mit grünen Tischbändern heben die Tischdekoration mit gelben Blümchen in Jutesäckchen hervor. Kleine Kürbisse ergänzen die Tischdekoration. Von der Bühne grüßen neben den Heddesdorf-Fahnen wieder die herbstlichen Drachen, den Bühnenrand begrenzten große Kürbisse und vier Blumenkästen mit herbstlich anmutendem Blumenschmuck, gestaltet von Floristik Reiprich aus dem Ringmarkt. Musikalisch begleitet von Klaus Lempard wurde der Abend zu einem Wohlfühlereignis. Es gab die Gelegenheit zu schönen Gesprächen mit Freunden und Bekannten. Und dass dann noch der „Singende Ex-Prinz“ Rudi Claus für „Kölsche Tön“ sorgte, war ein Sahnehäubchen des Abends.

Zu Beginn, dem sogenannten offiziellen Teil, ergriff der Vorsitzende der Vereinigung Heddesdorfer Bürger, Wolfram Sauerbrei das Wort. Zuerst überbrachte er die besten Grüße des Ehrenvorsitzenden Horst Anhäuser, der aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Turnhalle sein konnte. Auch der Zweite Vorsitzende, Rainer Becker, ließ Grüße an die Besucher ausrichten, hütete er doch ein Bett im Krankenhaus.

Als Ehrengäste konnten begrüßt werden der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Jan Einig, auch Mitglied der Vereinigung Heddesdorfer Bürger. Außerdem konnten begrüßt werden als Vertreter der Sparkasse Neuwied, Frau Kirstin Sabatini und die VR-Bank Neuwied-Linz schickte im Raiffeisenjahr 2018 mit Frau Nicole Thieme und Herrn Tobias Günter als Vertreter der Bank eine neue, sprich junge, Generation als Vertreter zur Veranstaltung. Manfred Scherrer, Ehrenmitglied und ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Neuwied konnte ebenso begrüßt werden wie das Ehrenmitglied Werner Gehrke; der auch diesmal wieder äußerst aktiv bei Auf- sowie Abbau der Veranstaltung half.

Außerdem konnten begrüßt werden Thomas Schausen mit Gattin vom Getränkevertrieb Kemmler und Erik Kamp von der Bitburger Braugruppe. Sven Lefkowitz, Fraktionsvorsitzender der SPD, Friedrich Glabach (CDU) sowie Conrad Lunar und Martina Jakoby (beide SPD) rundeten die zu begrüßende Runde ab.

Dass der Namensgeber dieser Veranstaltung, der Döppekooche, gut schmeckte, daran konnte kein Zweifel sein. Kamen doch die Kartoffeln von Bauernhof Glabach und die Eier vom Hühnerhof Maur. Also alles aus dem Heddesdorfer Nahbereich.

Der Vorsitzende Wolfram Sauerbrei erwähnte den Bau einer Bouleanlage auf dem Vereinsgelände an der Bimsstraße mit Hilfe der Pfingstreiter und der Firma Mietstation Bleser sowie einer Aktion mit Unterstützung der VR-Bank Neuwied – Linz.

Das Ganze nennt sich Crowdfunding – ein Begriff aus dem Englischen – bedeutet aber – „Viele Schaffen mehr“ – ein Thema von Friedrich Raiffeisen. Und die VHB hat sich dem angeschlossen und versucht auf diesem Weg einen Defibrillator für das Vereinsheim anzuschaffen. Aber – es fehlen noch einige Euros. Und so ging der Kassierer Klaus Winter mit einem Sparschein durch die Reihen und sammelte zirka 150 € zusätzlich ein. Vielen Dank dafür allen Spendern! Wir hoffen, dass wir absehbarer Zeit, das erfolgreiche Erreichen des Zieles, einen Defibrillator zu erwerben, erreicht wird!

Der unmittelbare Nachbar der Vereinigung Heddesdorfer Bürger an der Bimsstraße ist der Judo-Club Neuwied. Und hier brachten die Judokas Benjamin Barkov und Sven Schneider eindrucksvoll die Selbstverteidigung dar. Nach der Vorstellung mit vielfältigen, choreographischen Übungen fragte Vorsitzende nach, dass die Zuschauer nicht mehr so gelenkig seien. Die prompte Antwort: wir bieten auch Kurse für die Altersgruppe ab 70 an.

Unterstützt bei der Bedienung wurde die VHB durch die Aktionsgemeinschaft Heddesdorfer Pfingstkirmes unter der Leitung von Sandra Luchs.

Leider, so wurde von älteren Besuchern gesagt, war dann gegen 22.15 Uhr die Veranstaltung zu Ende. Wurde in früheren Jahren doch bis in den frühen Morgen „gehext“. Aber so ist der Lauf der Zeit – die Helden werden müde. Bleibt die Hoffnung auf eine neue Generation, die das „Heddesdorf-Feeling“ aufgreift und lebt.