Archivierter Artikel vom 07.07.2022, 15:29 Uhr
Altenkirchen

Hospizverein Altenkirchen führte 10 Jahre Projekt "Hospiz macht Schule“ durch

Kürzlich führte der Hospizverein Altenkirchen das Projekt "Hospiz macht Schule“ unter der Leitung von Andrea Hahn-Hassel mit weiteren fünf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen durch.

Foto: Hospizverein Altenkirchen

Kürzlich führte der Hospizverein Altenkirchen das Projekt „Hospiz macht Schule“ unter der Leitung von Andrea Hahn-Hassel mit weiteren fünf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Klasse 4b der Glück auf! Grundschule in Horhausen durch und feierte damit außerdem das 10-jährige Bestehen dieses Projektes.

Foto: Hospizverein Altenkirchen

An fünf Tagen mit verschiedenen Schwerpunktthemen setzten sich die Kinder mit dem sensiblen Thema “Tod, Sterben und Abschied nehmen“ auseinander. Ziel der Projekttage war es, Ängste im Umgang mit Krankheit und Tod zu mindern und ein „Handwerkszeug“ zum Umgang mit Verlust und Abschied zu bekommen. Die Schüler arbeiteten in Kleingruppen von drei bis vier Kindern zu den Themen: “Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, “Sterben und Tod“, „Vom Traurig Sein“ und “Trost und Trösten“.

Unterstützt wurden sie dabei in ihren Gruppen von jeweils einer geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Hospiz-Teams. Die Zugangsweise zu den verschiedenen Themen erlebten die Kinder sehr vielfältig: Geschichten, Filme, Bildimpulse, „Arztsprechstunde“ mit Dr. Wolfgang Dörwaldt, Pantomime, kleine Pflanzen eintopfen, Trostpuppen basteln wurden begleitet von Gesprächen in Klein- und Großgruppe, Ergebnissicherung auf Plakaten und eigenen Mappen sowie dem Malen mit Fingerfarben, um Gefühle auszudrücken. Mit einem gemeinsamen Lied begann und endete jeder Tag.

Der behutsame und sensible Umgang der Erwachsenen mit den Kindern schaffte sehr schnell eine Vertrauensbasis, die eine offene Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen ermöglichte. Kinderstimmen: “Viele Sachen wusste ich noch nicht.“ „Mir gefiel, dass alles leicht zu verstehen war.“ ..., dass wir weinen konnten.“ “Ihr habt mir klar gemacht, dass es nicht so schlimm ist, über den Tod zu sprechen.“ „Was ich vermisse ist, dass ihr dann nicht mehr da seid.“ “Vieles mit anderen teilen hat mich entlastet.“ „Ich fand interessant, dass die Frauen von ihrer Arbeit erzählt haben.“ “Ich dachte, wir sprechen nur über Tote.“ „Mir hat die Unterstützung bei der Arbeit gefallen.“ “Es war auch lustig.“

Den Abschluss fand die Projektwoche am fünften Tag mit einem Elternfest, an dem alle Kinder mit ihren Gruppenmitgliedern die Ergebnisse präsentierten. Rektorin Claudia Fels und die Klasse 4b mit ihrer Klassenlehrerin Vera Weis bedankten sich bei dem Team des Hospizvereins für die überaus professionelle Vorbereitung und Durchführung der Projekttage.

Pressemitteilung: Hospizverein Altenkirchen