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Kreis Birkenfeld

Zahlen, Fakten, Emotionen am Tag danach: Was die Wasserfluten im Kreis Birkenfeld angerichtet haben [6. Update/Video/Fotos]

So ein Unwetter hat der Landkreis Birkenfeld noch nicht gesehen. Nach einem Gewitter mit Starkregen stiegen innerhalb von wenigen Minuten die Pegel auf bis zu zwei Meter Höhe. Am schlimmsten traf es das Fischbachtal. Dort wird es noch Tage dauern, bis alle Schäden beseitigt sind, das erfuhr auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch in Herrstein. Und auch dann noch bleiben viele Fragen.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

[6. Update, Mo 19:30 Uhr] Am frühen Montagabend besuchten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltministerin Ulrike Höfken Herrstein. Malu Dreyer war von Berlin zum Unglücksort geeilt, sie landete um 18.20 Uhr mit einem Helikopter auf dem Großparkplatz am Sportplatz. Dreyer und Höfken dankten allen Helfern, die angepackt und geholfen haben, die Not zu lindern. „Natürlich schauen wir jetzt, was wir tun können. Wir werden uns im Kabinett mit dieser Thematik beschäftigen“, betonte die Ministerpräsidentin. Am wichtigsten sei, den Menschen unter die Arme zu greifen, deren Existenz gefährdet ist. Nach einem kurzen Lagebericht im Feuerwehrhaus zusammen mit Herrsteins Bürgermeister Uwe Weber schauten sich Dreyer und Höfken die Schäden bei der Firma Effgen an.

Bis dahin hatten die vom Hochwasser gebeutelten Gemeinden bereits einen langen Tag voller Arbeit und Aufregung hinter sich. Mit zunehmendem Licht waren die Schäden an Gebäuden, technischen Einrichtungen, Straßen und auch an vielen Fahrzeugen immer deutlicher zutage getreten.

Montag, 6:30 Uhr: Die technische Einsatzleitung des Kreises gibt am Montagmorgen einen ersten Überblick über die Unwetterlage: Über 360 überflutete Häuser und vollgelaufene Keller, darunter ein Altenheim, Firmen- und Verwaltungsgebäude, mindestens 50 zerstörte Autos, ein Wohngebäude der Kreuznacher Diakonie und ein Campingplatz mussten evakuiert werden. Erst bei Tageslicht wird die Bilanz der Wasserfluten so richtig deutlich – auch für die betroffenen Menschen.

Im Einsatz waren – zum Teil die ganze Nacht hindurch und am Montagmorgen – rund 600 Kräfte von Feuerwehren auch aus dem Landkreis Bad Kreuznach und dem Rhein-Hunsrück-Kreis, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Bundeswehr, um die Schäden zu beseitigen und Menschen zu betreuen.

Der Begriff "Katastrophenalarm" wurde derweil von der Kreisverwaltung Birkenfeld als nicht zutreffend kommentiert: Hier sei etwas "fehlinterpretiert" worden. Wenngleich das Unwetter erhebliche Schäden verursacht habe, sei es doch ein örtliches Schadensereignis und habe nicht die Bedeutung einer Katastrophe.

Mit einem Spezialfahrzeug birgt das THW einen PKW, der vom Unwetter in Herrstein von den Fluten des Fischbachs mitgerissen und an einer kleinen Brücke hängen geblieben ist.
Mit einem Spezialfahrzeug birgt das THW einen PKW, der vom Unwetter in Herrstein von den Fluten des Fischbachs mitgerissen und an einer kleinen Brücke hängen geblieben ist.
Foto: dpa

Durch Starkregen sind mehrere Ortschaften im Landkreis Birkenfeld am Sonntagnachmittag überflutet worden. Innerhalb von wenigen Minuten stiegen die Pegel von einigen Zentimetern auf 1,60 Meter Höhe. Vom Hochwasser waren insbesondere die Ortschaften Herrstein, Niederwörresbach, Oberwörresbach, Fischbach und der Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein betroffen. Vom davor niedergegangenen Starkregen waren die nördlicheren Orte Bruchweiler, Schauren, Kempfeld und Hottenbach besonders betroffen.

Als die Feuerwehrleute zum Einsatz kamen, wurden ihre Autos von den Fluten erfasst.
Als die Feuerwehrleute zum Einsatz kamen, wurden ihre Autos von den Fluten erfasst.
Foto: Sebastian Schmitt

Die Technische Einsatzleitung des Landkreis Birkenfeld hat die Einsatzleitung übernommen, nachdem die Alarmstufe erhöht wurde. Aktuell sind noch rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehren auch aus dem Landkreis Bad Kreuznach und dem Rhein-Hunsrück-Kreis, Rettungsdienst, Technischen Hilfswerk und Bundeswehr vor Ort, um die Schäden zu beseitigen und Menschen zu betreuen.

Im Bereich Herrstein wurden 150 Keller, ein Altenheim, ein Firmengebäude sowie die Werkstatt der Verbandsgemeindewerke und das Feuerwehrgerätehaus überflutet. Ein Wohngebäude der Kreuznacher Diakonie und ein Campingplatz wurden evakuiert.
In Fischbach wurden 160 Keller überflutet.
In den Ortslagen Kempfeld und Bruchweiler wurden 50 Gebäude überflutet.
Circa 50 Autos sind durch das Hochwasser zerstört worden. Darunter 20 Privatfahrzeuge von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Herrstein, die durch den rasant angestiegenen Fischbach ineinandergeschoben wurden.

Die IGS Herrstein/Rhaunen blieb am Montag geschlossen, ebenso die Verbandsgemeindeverwaltung. Auch die Großsporthalle in Niederwörresbach wurde schwer beschädigt.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Kein "Katastrophenalarm"

Entgegen anderslautender Informationen wurde in der VG Herrstein kein Katastrophenalarm ausgelöst. Vonseiten der Kreisverwaltung Birkenfeld heißt es: Hier sei wohl etwas fehlinterpretiert worden. In Rheinland-Pfalz richte sich die Frage des Katastrophenalarms am Schadensumfang aus. Wenngleich das Unwetter erhebliche Schäden verursacht habe, sei es doch ein örtliches Schadensereignis und habe nicht die Bedeutung einer Katastrophe. Wäre Herrstein von der Außenwelt abgeschnitten oder ähnliches wäre die Ausgangslage anders. Fakt ist: Die Stadt Idar-Oberstein habe auch im Namen der VG Herrstein die technische Einsatzleitung der VG Herrstein angefordert, die in besonderen Notfällen zum Einsatz kommt.

Überflutungen in Fischbach
Nach heftigen Regenfällen sind die Straßen in Fischbach in Rheinland-Pfalz nach Polizeiangaben teilweise meterhoch überflutet.
Foto: Christian Schulz/Foto Hosser – dpa

[Update, Mo 09:30 Uhr] Wie durch ein Wunder kamen keine Menschen zu Schaden. Das Ausmaß der Sachschäden ist noch nicht völlig überschaubar, es dürfte aber in die Millionen gehen. Alleine in Fischbach sind mehrere Häuser einsturzgefährdet. Die Gebäude wurden zum Teil schon heute von Statikern in Augenschein genommen. Sie sind geräumt, so dass keine Gefahr mehr für die Bewohner besteht. Bei Tagesanbruch verschaffte sich die Polizei per Hubschrauber einen Überblick über das Ausmaß der Schäden. Die L 160 bleibt im Abschnitt Einmündung K 66 bis zur Ortslage Fischbach wohl für einige Tage voll gesperrt – auch weil das Geländer am Ufer des Fischbachs völlig niedergerissen wurde.

Auch in Schauren gibt es kaum ein Haus, das nicht vom Unwetter betroffen ist. Fast überall liefen die Keller voll, das Wasser schoss teilweise mit ungeheurem Druck aus Klo und Dusche hoch. Eine der Folgen: Bei vielen ist die Heizung lahmgelegt.

Auch in Idar-Oberstein waren am Montagmorgen die Aufräumarbeiten im Bereich Staden und Bachweg im vollen Gang. Auf Anweisung von OB Frühauf reinigte der Baubetriebshof im Anschluss Schächte und Gräben überall im Stadtgebiet, um für die nächsten Tage gewappnet zu sein, wenn weiter schwere Gewitter möglich sind.

Idar-Obersteins OB Frank Frühauf kam am Sonntag aus dem Urlaub zurück und wurde direkt informiert: Die komplette Feuerwache 4 wurde nach Herrstein verlegt, weil deren Wehr ob des Wassers im Gerätehaus nur bedingt einsatzfähig war. Bis 22 Uhr unterstützte Frühauf die Herrsteiner, Bürgermeister Friedrich Marx kam später dazu und blieb bis gegen 4 Uhr in der Frühe. In Idar-Oberstein selbst war vor allem der Stadtteil Tiefenstein massiv betroffen: Alle Wehren waren bis in die Nacht hinein im Einsatz, ebenso der Baubetriebshof, der auch gestern noch Einläufe freimachte, mit Baggern und Lkw im Einsatz war. Wasser drang auch in den Heizungsraum der Stadenhalle ein. Das dortige Gelände ist insgesamt schwer in Mitleidenschaft gezogen. „Es war ein gutes Miteinander. Ein Dankeschön an alle Helfer“, sagt Frühauf.

Am Montagmorgen machte sich Staatssekretär Randolph Stich ein Bild von der Lage, besprach sich mit den Einsatzleitungen und besuchte dabei auch die Firma Effgen, die vom Unwetter besonders betroffen ist. Für den Spätnachmittag hat sich auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Kreis Birkenfeld angemeldet..

[2. Update, Mo 10:30 Uhr] Trinkwasser in Rhaunen kontaminiert

Die Weitersbacher Bürger wurden – so eine Info der NZ- dazu aufgefordert, ihr Trinkwasser abzukochen, um möglichen Gefahren vorzubeugen. Die Kreisverwaltung Birkenfeld bestätigte diese Information zunächst nicht und hatte auch keine Erkenntnisse über Maßnahmen in anderen Gemeinden

Inzwischen ist dies offiziell: Aufgrund des Unwetters ist das Trinkwasser in einigen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Rhaunen kontaminiert. Die Mitarbeiter der VG-Werke arbeiten mit Hochdruck daran, die Trinkwasserqualität wieder herzustellen. Bis dahin ist vor Verzehr das Wasser abzukochen.

  • Folgende Ortsgemeinden sind betroffen: Bollenbach, Bundenbach, Hausen, Hottenbach, Oberkirn, Rhaunen, Stipshausen, Sulzbach und Weitersbach.

So sah es am Montagmorgen im Eingangsbereich der IGS aus.
So sah es am Montagmorgen im Eingangsbereich der IGS aus.

[3. Update, Mo 11:30 Uhr] Schlamm überall: Großer Schaden in IGS Herrstein/Rhaunen

Antje Petri-Burger, Rektorin der IGS Herrstein/Rhaunen, ist geschockt: Schlamm im Erdgeschoss, in den Containern, überall… Sie geht davon aus, dass Schäden im hohen vierstelligen Bereich entstanden sind, deren Beseitigung sich lange hinziehen wird. Am Dienstagmorgen trifft sich ein Krisenstab, Absprachen mit der ADD müssen folgen: Petri-Burger geht davon aus, dass am Standort Herrstein erst einmal nur eingeschränkt Unterricht möglich ist und man auf den zweiten Standort, Rhaunen, mit einem Wechselmodell ausweichen muss. Entschieden wurde letztlich: Bis zum Wochenende findet an der IGS Herrstein überhaupt kein Unterricht statt.

[4. Update, Mo 14 Uhr] Herrsteins VG-Bürgermeister Uwe Weber widerspricht Meldungen über eventuelle Beschädigungen der Steinbachtalsperre. „In Katzenloch sind wohl auch einige Keller vollgelaufen. Das hat aber lediglich etwas damit zu tun, dass auch der Steinbach etwa dreimal so viel Wasser geführt hat wie normal“, betont Weber. Die Steinbachtalsperre speichert 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser. „Wenn dort Schäden aufgetreten wären, hätten wir zig Tote zu beklagen“, sagt Weber und fügt hinzu: „An der Talsperre ist alles stabil.“

Gleichzeitig eine schlechte Meldung: Bei Herrstein droht ein Hang abzurutschen. Im Bereich der Brühlstraße gegenüber des Lorettahofs musste sich am Montag ein Geologe ein Bild vor Ort machen. Nun werden weitere Fachkräfte hinzugezogen, um entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten zu können.

Verwaltung geschlossen: Die Verbandsgemeindeverwaltung Herrstein ist momentan nicht dienstfähig. Durch das verheerende Unwetter hat die Verwaltung weder Strom noch eine funktionierende Telefonleitung. Auch die für heute angesetzte Sitzung des Ortsgemeinderates fällt aus.

Kein Jazz bei KaFF: Erstmalig seit 1994 muss der Fronleichnamsjazz des Vereins Kultur auf Feld und Flur (KaFF) auf der Wiese des Gasthauses Dahlheimer abgesagt werden. Das Gelände stand völlig unter Wasser, auch das Gebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. jst

to/vm/sc/bet/ni/pbl/ax

Entsetzen und Traurigkeit: Was ist an diesem Sonntag mit den Menschen geschehen?

Unglaublich beinahe, dass diese Katastrophe keine Menschenleben gekostet hat. Mit welcher Gewalt die Wasserwogen durch die Orte gerauscht sind, wie schnell die Wohnung voll liefen - und es ist tatsächlich manchmal gerade noch so gut gegangen.

Unsere Redakteurin Vera Müller sprach stellvertretend mit einigen Betroffenen darüber:

Überflutete Straße
Eine überflutete Straße im rheinland-pfälzischen Fischbach.
Foto: Christian Schulz/Foto Hosser - dpa

Das Wasser stand später bis zur Decke: 81-Jährige konnte noch aus ihrer Kellerwohnung gerettet werden

Am Tag darauf kommen auch die emotionalen Reaktionen auf die katastrophalen Zustände: Jutta Fey, gebürtige Fischbacherin, musste weinen, als sie die Fischbacher Bilder und Videos sah. Ihre Mutter bewohnt seit zwölf Jahren eine Einliegerwohnung in der Hauptstraße: direkt im Keller. Im Telefonat mit Jutta Fey sagte sie beim Blick aus dem Fenster: „Um Himmels Willen.“ Die 81-Jährige stellte fest, dass die Lage mehr als ernst wurde. Ein Hilfstrupp kam zu ihr, holte die Seniorin aus der Wohnung raus. Das Wasser reichte irgendwann bis zur Decke: Nur das Nötigste nahm sie mit. Papiere, Medikamente. „Es ist alles zerstört. Sie hat nichts mehr. Und sie wäre dort ertrunken, wenn man sie nicht rausgeholt hätte. Sie ist stark gehbehindert“, berichtet Jutta Fey, die sich gerade im Urlaub auf Mallorca befindet und in Oberreidenbach wohnt. Ihre Mutter kam bei einer ihrer Töchter unter. Die Familie hält zusammen und wird der alten Frau helfen, so gut es geht. 

Fluten rissen vom Haus der Mutter alles mit, was nicht niet- und nagelfest war

Bergwerksleiter Nico Bollenbach ist erleichtert: Zwar gibt es am Kupferbergwerk Fischbach keinen Strom, und am Montag blieb die Sehenswürdigkeit geschlossen – aber insgesamt sind keine größeren Schäden entstanden. Ganz im Gegensatz zum Haus seiner Mutter Marion: „Wahnsinn. Da ist alles weg. Reifen, Werkzeuge, Rasenmäher… Man kann sich das nicht vorstellen.“ Bollenbach, an dem am Sonntag ein Auto vorbeigeschwommen ist, betont: „Die Schäden werden so schnell nicht zu beheben sein.“ Was ihn – und auch viele andere – nervt: „Wir haben eine ganze Menge Katastrophentouristen, die mit dem Handy im Weg rumstehen.“

Vorbildlich geholfen - Lesermeinung zum Unwetter

Schauren. NZ-Leser Manfred Krug aus Schauren schreibt uns: „Ein Dankeschön an die Feuerwehr und an das THW. In meinem 75-jährigen Leben habe ich ein solches Unwetter wie am vergangenen Sonntag noch nicht erlebt. 

Wir werden diesen Tag nie vergessen.  Die Hagelkörner haben meine Frau und ich beide anfangs mit Schneeschaufeln aus dem Abfluss entfernt. Nach wenigen Minuten war das nicht mehr möglich, sie türmten sich 15 Zentimeter in die Höhe. Ab dann lief das Wasser in die Garage und in den Keller.“ In wenigen Minuten stand das Wasser in einer Höhe von 70 Zentimetern. Das Auto lief halbvoll, die Nachbarhäuser waren ebenfalls betroffen. Die Feuerwehr und das THW waren schnell vor Ort und halfen in vorbildlicher Weise.

 

Idar-Oberstein Birkenfeld
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