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Cochem-Zell

Kriminalstatistik: In Filz und Wollmerath lebt es sich sicher

Insgesamt wurden im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Cochem im vergangenen Jahr 2089 Straftaten registriert, das sind 32 mehr als noch im Jahr 2015. Dem leichten Anstieg der Fallzahlen steht allerdings eine Steigerung der Aufklärungsquote gegenüber, die bei 62,6 Prozent lag. 991 Tatverdächtige wurden ermittelt, 754 Männer und 237 Frauen. Davon waren 194 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, 184 haben nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Die PI Cochem trägt die Verantwortung für rund 46.000 Bürger, verteilt auf 507 Quadratkilometer.

Einbrecher schlagen zum Teil sogar tagsüber zu.
Einbrecher schlagen zum Teil sogar tagsüber zu.
Foto: Christoph Bröder

„Am sichersten lebt man in Filz und Wollmerath, dort wurden der Polizei keine Straftaten bekannt“, schreibt Norbert Puth, der stellvertretende Dienststellenleiter der PI Cochem, in seiner Mitteilung zur jährlichen Kriminalstatistik. Die Gefahr, in Cochem-Zell Opfer einer Straftat zu werden, sei geringer als im Landesdurchschnitt.

345 Rohheitsdelikte wurden im vergangenen Jahr erfasst, eine Steigerung um 53 Fälle (plus 18 Prozent) gegenüber 2015. „Damit liegt diese Zahl wieder auf dem Niveau der Vorjahre“, berichtet Puth. Der mehrjährige Durchschnitt lag bei 450 Taten. Zu Rohheitsdelikten zählen beispielsweise Körperverletzungen, Raub, Nötigungen oder Bedrohungen. Die Aufklärungsquote liegt bei 89 Prozent.

Einfache Diebstähle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 381, das sind 35 Taten mehr als 2015 (plus 10,1 Prozent). Die Aufklärungsquote lag bei 31,2 Prozent. Einen starken Rückgang hingegen gab es bei den schweren Diebstählen. 194 Taten wurden aufgenommen, ein Rückgang von 63 Fällen (minus 24,5 Prozent). „Die Aufklärungsquote konnte von 21,4 auf 26,8 Prozent gesteigert werden“, so Puth. Bei den Einbrüchen in Wohnungen gab es einen Rückgang von 71 (2015) auf 64 (2016). Lediglich 14,1 Prozent der Taten konnten aufgeklärt werden. Im Bereich der Vermögensdelikte (alle Betrugsarten oder Unterschlagungen) wurden im vergangenen Jahr 391 Straftaten registriert, ein Rückgang um 30 Fälle. Die Aufklärungsquote lag bei fast 72 Prozent. „Dazu zählen die meisten der 53 Fälle von Internetkriminalität. Diese Zahl ist relativ konstant, da ist sicher hilfreich, dass die Bevölkerung bei Mails von unbekannten Versendern mittlerweile berechtigt sehr misstrauisch reagiert“, erklärt der stellvertretende Dienststellenleiter.

Leicht rückläufig sind die Zahlen in Sachen Betäubungsmittelkriminalität, kurz BTM. 178 Fälle gab es im vergangenen Jahr, 11 weniger als 2015. Die Aufklärungsquote lag bei 88,2 Prozent. Weniger gut aufgeklärt wurden Umweltdelikte: 66,7 Prozent von 21 Straftaten. Und noch schwieriger war die Aufklärung von Sachbeschädigungen. 35,4 Prozent der 243 Taten im vergangenen Jahr wurden aufgeklärt. Hier ebenfalls unerfreulich: der Zuwachs an Taten gegenüber dem Vorjahr. 198 Fälle von Sachbeschädigung wurden 2015 registriert.

Von unserem Reporter Christoph Bröder

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