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    Kurft/Koblenz

    Krufter Raubüberfall auf Raiffeisengelände: Das Gericht ringt um Klarheit

    Im Prozess um den Krufter Raubüberfall fällt es dem Gericht weiterhin schwer, ein klares Bild von den Geschehnissen zu erhalten. Die einzige Beschreibung des Tathergangs stammt vom vermeintlichen Opfer, einem Krufter (49). Ein Geständnis der Angeklagten fehlt.

    Von unserem Mitarbeiter Carsten Männlein

    Im Prozess um den Krufter Raubüberfall fällt es dem Gericht weiterhin schwer, ein klares Bild von den Geschehnissen zu erhalten. Die einzige Beschreibung des Tathergangs stammt vom vermeintlichen Opfer, einem Krufter (49). Ein Geständnis der Angeklagten fehlt. Diese beschuldigen den Krufter sogar, selbst an der Tat beteiligt gewesen zu sein.

    Hintergrund: Im Juni vergangenen Jahres wurden vom Gelände der Raiffeisen-Waren-Zentrale (RWZ) Traktoren im Wert von rund 200 000 Euro auf einen Lkw geladen und zur rumänischen Grenze transportiert. Um den Diebstahl zu ermöglichen, sollen drei der Beteiligten das Opfer geschlagen, getreten und mit Klebeband umwickelt haben. Die 20, 25 und 37 Jahre alten Rumänen sollen den Krufter mehrere Stunden festgehalten und schließlich ans Bett gefesselt zurückgelassen haben.

    Um die Aussagen der Angeklagten und des vermeintlichen Opfers besser bewerten zu können, kamen am fünften Verhandlungstag zwei Zeugen zu Wort. Die 18 und 23 Jahre alten Männer befanden sich am Abend der angeblichen Tat auf dem RWZ-Gelände. Sie hatten sich mit dem vermeintlichen Opfer getroffen, um den Kauf eines ersteigerten Rasenmähertraktors abzuschließen. Wenige Augenblicke nachdem die Zeugen das Gelände verließen, soll sich der Raubüberfall ereignet haben. Beide Männer beschrieben neben Einzelheiten der Kaufabwicklung auch das Verhalten des damals 48-jährigen Krufters. Laut einem Zeugen sei das vermeintliche Opfer zuvorkommend, jedoch kurz angebunden gewesen: "Er hat einen normalen Eindruck gemacht, aber es sollte ziemlich schnell gehen." Insgesamt hätte der Mann bei beiden Zeugen einen unaufgeregten, netten Eindruck hinterlassen. Als einzige Besonderheit berichteten diese von einem lauten Geräusch. "Das war so ein Krachen. Es hat sich angehört, als ob ein Blech auf Schotter fällt", meinte einer der Zeugen. Darüber hinaus konnten die Männer dem Gericht keine neuen Erkenntnisse liefern.

    Schon nach einer halben Stunde wurde der Verhandlungstag mit einem Ausblick auf den kommenden Prozessverlauf beendet. Für Mitte Februar sind zwei weitere Zeugen geladen. Zum einen soll der rumänische Spediteur aussagen, auf dessen Lkw die Traktoren geladen wurden. Zum anderen wird die Zeugenaussage des Komplizen der drei Angeklagten mit Spannung erwartet. Ob der Mann erscheint, ist fraglich. Unter Umständen könnte er selbst in Gewahrsam genommen werden. Die Vorsitzende Richterin bat alle Beteiligten: "Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie darüber nachdenken, wie wir verfahren, wenn die Zeugen nicht erscheinen."

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