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Koblenz

Teurere Kultur: Preise am Theater Koblenz sollen steigen

Theaterbesucher müssen höchstwahrscheinlich ab der nächsten Spielzeit tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat entscheidet bei seiner Sitzung am Freitag über eine neue Preisstruktur an dem Koblenzer Haus, das damit zur Entlastung des städtischen Haushalts beitragen soll.

Die "Zauberflöte" – hier die Premiere in der aktuellen Spielzeit – wird in der nächsten Saison zu den teuersten Produktionen zählen.
Die "Zauberflöte" – hier die Premiere in der aktuellen Spielzeit – wird in der nächsten Saison zu den teuersten Produktionen zählen.
Foto: Matthias Baus

Koblenz – Theaterbesucher müssen höchstwahrscheinlich ab der nächsten Spielzeit tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat entscheidet bei seiner Sitzung am Freitag über eine neue Preisstruktur an dem Koblenzer Haus, das damit zur Entlastung des städtischen Haushalts beitragen soll.

Zusätzlich zu den bisherigen Kategorien, die nicht erhöht werden, soll es eine neue Klasse für besonders aufwendige und/oder sehr stark nachgefragte Produktionen geben.

Dies wäre die Preisgruppe A mit den höchsten Preisen. Erwachsene sollen hier in den vier verschiedenen Kategorien zwischen 23 und 47 Euro zahlen. "In der nächsten Spielzeit würden ,Evita', ,Rigoletto' und die ,Zauberflöte' zu dieser Kategorie gehören", sagt Intendant Markus Dietze. In der laufenden Spielzeit hätten zum Beispiel das Musical "Cabaret" und die Oper "Lohengrin" zur A-Klasse gehört – Inszenierungen, die sowohl von der Personalausstattung als auch von den Ressourcen sehr aufwendig und teuer sind.

Die Preisgruppe B umfasst Musiktheater, Ballettproduktionen mit Orchester und besonders aufwendige oder stark nachgefragte Schauspielproduktionen. Der Preis soll hier wie gehabt zwischen 19 und 39 Euro liegen. In der Preisgruppe C enthalten sind Schauspiel und Ballettproduktionen ohne Orchester, die Karten kosten zwischen 13 und 33 Euro.

"Die Abonnenten sind je nach Abo zum Teil gar nicht betroffen", betont Dietze. Nur wer A-Produktionen im Abo enthalten hat, bekommt auch die Preiserhöhung zu spüren – die sich allerdings mit moderaten 1 bis 1,50 Euro pro Stück niederschlage. Kostet ein Vollabo in der aktuellen Spielzeit zum Beispiel 158 bis 350 Euro, zahlt man in der nächsten Saison voraussichtlich 170 bis 368 Euro. Die Preise würden sich ohnehin ständig ändern, je nachdem, wie viel Musiktheater auf dem Spielplan steht, sagt Dietze. Es bleibt dabei, dass es bei einem Vollabo 20 Prozent Ermäßigung gibt, bei einem Teilabo 15 Prozent.

Bei gleicher Nachfrage würde sich mit diesem Modell der städtische Zuschuss zum Theater um 30 000 Euro verringern. Negative Effekte auf die Besucherzahl befürchtet Dietze durch die Erhöhung nicht – betont aber auch: "Das ist eine Entscheidung des Stadtrats, nicht des Theaters."

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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