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    Neuer Tier-Erlebnispark in Bell: Die Tiger kommen im Frühjahr 2015

    Eigentlich sollte der Tier-Erlebnispark Bell bereits im Frühjahr 2014 seine Tore öffnen. Doch das Genehmigunsverfahren war komplizierter als gedacht. Jetzt wurde der Grundstein für die Tiger-Arena gelegt.

    Auf vielfältige Weise kann der Tiererlebnispark Bell unterstützt werden. Die Palette reicht von Werbebannern in der Tigerarena und Tierpatenschaften, bis hin zu Namenssteinen, die man von Alexandra Taetz und Remo Müller erwerben kann. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Christian Keimer (links) und der Beller Ortsvorsteher Andreas Bauer (rechts) haben jeweils einen Namensstein erworben, der vor der Tigerarena verlegt wird.
    Auf vielfältige Weise kann der Tiererlebnispark Bell unterstützt werden. Die Palette reicht von Werbebannern in der Tigerarena und Tierpatenschaften, bis hin zu Namenssteinen, die man von Alexandra Taetz und Remo Müller erwerben kann. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Christian Keimer (links) und der Beller Ortsvorsteher Andreas Bauer (rechts) haben jeweils einen Namensstein erworben, der vor der Tigerarena verlegt wird.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Reporter Werner Dupuis

    "Im April 2015 wollen wir definitiv mit allem fertig sein", haben Alexandra Taetz und Remo Müller beschlossen. Die Hundetrainerin, Tierpsychologin und Autorin ist zuständig für das bereits eröffnete Hundenatur-Zentrum und die Husky-Erlebnisse. Müller übernimmt die Tiger-Arena. Als überregional bedeutende Attraktion des Parks sollen in einer rund 2000 Quadratmeter großen Anlage vier sibirische Tiger ein artgerechtes Zuhause haben.

    Der Schweizer Remo Müller ist gelernter Tierpfleger. Er verfügt über langjährige Erfahrung mit Raubkatzen. Sein zweites Standbein ist seine Ausbildung als Koch, die er mit Auszeichnung absolvierte. Er ist der Profi für feines Essen und Bankette. Quasi als Zwischengang, will er seinen Gästen während eines Menüs mit feinen und überwiegend regionalen Zutaten atemberaubende Einblicke in die Raubtierdressur servieren. Bereits eröffnet ist ein Waffelcafé, das von Alexandra Taetz' Eltern, den "an allen Fronten" aktiven Unterstützern des Parkprojekts betrieben wird.

    Tierglück soll im Vordergrund stehen

    Ausgeglichene, glückliche Tiere und Besucher, welche die Natur aus nächster Nähe erleben, dies ist das Ziel der Tier-Erlebnispark-Macher. Qualität statt Quantität ist angesagt. Lieber weniger Tiere, die ein erfülltes Leben in einer artgerechten Umgebung führen können, ist das Ziel. Alle Tiere leben in Gehegen, die die gängigen Vorschriften und Standards bei Weitem überschreiten.

    Tägliche dem Verhalten und der Tagesform angepasste Trainings beschäftigen die Tiere und fördern ihre natürlichen Anlagen. Die Besucher können das Geschehen beobachten. Die perfekte Show ist dabei nicht das Ziel. Im Zentrum stehen Wissensvermittlung und die Sensibilisierung der Zuschauer.

    Tiger wuchsen in menschlicher Obhut auf

    Die meisten Tiere im Park wurden aus Heimen oder von Vorbesitzern übernommen, die sie nicht mehr halten konnten. Ausgesetzten Tieren sowie solchen, die für Zoos nicht von Interesse sind, wird ein Zuhause geboten. Beispielsweise stammen alle 22 Huskys aus Tierheimen oder sind aus zweiter Hand direkt nach Bell gekommen. Rani, Katinka, Vitali und Timur, die vier sibirischen Tiger, sind zwar Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Ihr Genpool ist jedoch ausreichend besetzt, sodass sie für die Zucht ungeeignet sind. In menschlicher Obhut aufgewachsen, hätten sie in freier Wildbahn keine Überlebenschance.

    Neben den Tigern garantieren Huskys, Reptilien, Waldtiere, Kaninchen und Meerschweinchen und ein großer Spielplatz, dass alle Besucher auf ihre Kosten kommen. Täglich wechselnde Veranstaltungen vermitteln Spannendes und Wissenswerts aus der Tierwelt. Beim Mondscheinprogramm werden Tiere nachts beobachtet. Besucher schlafen stilecht am Lagerfeuer im Schlafsack. Gefördert wird das Ganze durch das Leader-Programm.

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