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Müsch

RZ-Adventskalender: Wo Räuchern noch Handarbeit ist

Wer den kleinen Verkaufsraum mit Restaurant der Familie Sion in Müsch betritt, riecht es sofort: Hier wird Fisch geräuchert. Der Duft des Meeres mischt sich unverkennbar mit holzigen Noten, jedem Fischliebhaber läuft das Wasser im Mund zusammen. Doch halt, was ist das?

Edgar (von links), Stefan und Dörte Sion sind sehr stolz auf ihren Lachs, der von Hand filetiert, gesalzen und in den Rauch gelegt wird. Ein besonderes Schmankerl ist ihr Weihnachtslachs. Foto: Celina de Cuveland
Edgar (von links), Stefan und Dörte Sion sind sehr stolz auf ihren Lachs, der von Hand filetiert, gesalzen und in den Rauch gelegt wird. Ein besonderes Schmankerl ist ihr Weihnachtslachs.
Foto: Celina de Cuveland

In den typischen Räucherfischduft verirren sich auch Aromen wie Zimt, Nelken und Sternanis. Man meint sogar, Orangenzesten herauszuschnuppern. Und die Nase täuscht nicht: Hinter dem 2. Türchen unseres RZ-Adventskalenders verbirgt sich der Weihnachtslachs der Familie Sion.

Zwischen Räucher- und Frischfischtheke steht Dörte Sion. Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn die Lachsräucherei „von-SER – Sion's Eifeler Räucherkammer“. Hier wird der Lachs noch von Hand filetiert, pariert, entgrätet, mit Salz eingerieben und in den Rauch gelegt. Gut zwei Tage dauert es vom frischen Lachs zur Räucherdelikatesse, elf Mitarbeiter arbeiten in Produktion oder Verkauf.

In der kleinen Räucherei überlegen sich noch kreative Köpfe, welche neuen Geschmacksrichtungen es sich auszuprobieren lohnen könnte. So kam es auch zum Weihnachts- und zum Orangenlachs. Wieso nicht einmal klassische Weihnachtsaromen mit Rächerfisch kombinieren?, dachte sich Dörte Sion. Inzwischen bieten sie den Weihnachtslachs schon seit rund 15 Jahren an, den Orangenlachs aber erst seit drei bis vier Jahren. „Bei unseren Kunden kommen diese Experimente gut an“, berichtet Dörte Sion. „Wir werden sogar schon im Dezember gefragt, wann es denn nun endlich wieder den Weihnachtslachs gibt.“ Die Räucherei in Müsch betreiben sie und ihr Mann Edgar inzwischen seit fast 27 Jahren. Ursprünglich haben die Eltern von Edgar Sion dort ein Hotel und Restaurant betrieben. In dieser Zeit räucherten sie hauptsächlich Wildschinken und Pferdefleisch. Inzwischen sind die Sions komplett auf Fisch umgestiegen. „Fisch und Fleisch in einer Räucherkammer – das geht ja nicht“, erklärt Edgar Sion. Ihren Lachs bekommen die Sions mehrmals wöchentlich frisch aus Norwegen angeliefert, es handelt sich um Zuchtlachs. „Damit die Qualität gleichbleibend hoch ist“, erklärt Dörte Sion diese Entscheidung.

Meistens sind es Stammkunden aus der Umgebung, aber auch aus dem Köln-Bonner-Raum kommen Gäste zum Mittagessen. In der kleinen Räucherei gibt es nämlich auch ein Restaurant, das mittags geöffnet ist. Sohn Stefan Sion bereitet als Küchenchef die Gerichte für das Restaurant zu. Dass die Räucherei auch in den kommenden Jahrzehnten weitergeführt wird, ist also erst einmal gesichert.

Von unserer Reporterin
Celina de Cuveland

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