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Mainz

Streik: Im Mainzer Nahverkehr geht am Freitag fast nichts mehr

Am Freitag wird die Warnstreik-Welle mit voller Wucht Mainz treffen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zum großen Warnstreik in der Landeshauptstadt aufgerufen, betroffen sein wird neben der Stadtverwaltung wohl vor allem der Öffentliche Personennahverkehr: „Nach derzeitigem Stand werden am 13. April ab Betriebsbeginn keine Busse und Straßenbahnen der Mainzer Mobilität unterwegs sein“, teilte das Nahverkehrsunternehmen auf seiner

Freitag ist Streiktag in Mainz.  Foto: dpa
Freitag ist Streiktag in Mainz.
Foto: dpa

Homepage mit. Fahrten von Subunternehmern sowie der ORN-Linien 66 und 68 sollen aber stattfinden. Buslinien, die bis nach Wiesbaden reichen, werden wohl nur auf hessischer Seite rollen.

Verdi hat alle Arbeitnehmer, Auszubildende und Praktikanten bei der Stadtverwaltung Mainz zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, dazu gehört auch das städtische Unternehmen Mainzer Mobilität. In der Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst hätten die Arbeitgeber bis zuletzt nicht einmal ein Angebot vorgelegt, beklagt die Gewerkschaft.

Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des Öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber sollen Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat steigen, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Die nächste Verhandlungsrunde steht am Sonntag an, vorher will Verdi noch einmal ordentlich Druck aufbauen. Am Dienstag traten bereits nach Angaben der Gewerkschaft 1200 Beschäftigte in Wiesbaden in den Ausstand – mit erheblichen Folgen für den Nahverkehr. Mainz droht damit am Freitag der Ausnahmezustand: Viele Pendler stiegen an den vergangenen Streiktagen notgedrungen auf das Auto um.

Betroffen sein werden auch weitere städtische Stellen und Einrichtungen: Von den 53 städtischen Kitas bleiben 33 geschlossen, 18 sind teils nur eingeschränkt geöffnet. Auch Müllabfuhr und Straßenreinigung werden wohl bestreikt, die Recycling- und Wertstoffhöfe haben nur teilweise geöffnet. Auch in städtischen Ämtern und bei Dienstleistungen der Stadt könne es allgemein zu Einschränkungen und längeren Wartezeiten kommen, heißt es weiter.

Von Gisela Kirschstein

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