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    Bad Kreuznach

    Freizeitgelände auf dem Kuhberg: Brandursache ist weiter völlig unklar

    Der Brand im Hauptgebäude des Freizeitgeländes auf dem Kuhberg Sonntagnacht stellt die Experten der Bad Kreuznacher Polizei vor ein Rätsel, das unlösbar zu sein scheint.

    „Wir hatten unsere zwei erfahrensten Brandermittler zwei Tage im Einsatz, am Dienstag waren zusätzlich zwei Brandmittelspürhunde und der Experte von der Versicherung in der Ruine, aber wir können definitiv nicht sagen, was das Feuer ausgelöst hat", erklärt Hans-Peter Rauschenbach, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion.

    Fest stünde lediglich, dass der Brand im Bereich des Thekenbereichs ausgebrochen ist. Da an dieser Stelle keine elektrischen Leitungen liegen, könne somit „ein technischer Defekt definitiv ausgeschlossen werden". Nach wie vor könne auch jeglicher Zusammenhang mit dem Schwelbrand am Sonntagnachmittag ausgeschlossen werden, betont Rauschenbach. Da darüber hinaus keinerlei Spuren von Brandbeschleunigern gefunden wurden, scheidet auch vorsätzliche Brandstiftung als Ursache für das verheerende Feuer aus, sodass die Polizei mangels Alternative von fahrlässiger Brandstiftung ausgehen muss.

    Keine Brandbeschleuniger, kein Zusammenhang mit dem Schwelbrand am Vortag, kein technischer Defekt: Das Feuer gibt den Ermittlern Rätsel auf.
    Keine Brandbeschleuniger, kein Zusammenhang mit dem Schwelbrand am Vortag, kein technischer Defekt: Das Feuer gibt den Ermittlern Rätsel auf.
    Foto: Stephan Brust

    „Alles Weitere wäre reine Spekulation", erläutert Rauschenbach, „und daran sollten wir uns nicht beteiligen". Da auch die Befragung der zwei Zeugen, die den Brand in der Nacht gemeldet hatten, sowie die Einlassung der Betreiberfamilie keine weiteren Erkenntnisse zur Brandursache gebracht hätten, wird die Polizei ihre Ermittlungen einstellen. Als Nächstes ist der Versicherungsgutachter gefragt. „Das Gebäude ist bis zu einem Schaden von 2 Millionen Euro versichert", erklärt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer. Bevor die Untersuchungen des Gutachters nicht abgeschlossen sind, müsse das Hauptgebäude weiter gesperrt bleiben und der Betrieb des Pächters Manfred Reinhardt ruhen. „Unser Ziel ist aber in jedem Fall, dass der Betrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann", ergänzt die OB. „Denn das Angebot auf dem Kuhberg ist gerade als niedrigschwelliges Angebot enorm wichtig für die Kreuznacher." Das deckt sich auch mit den Reaktionen in der Stadt: Die Betroffenheit ist groß. In sozialen Medien wie Facebook gab es gleich mehrere, die titelten: „Das ist für mich die traurigste Nachricht des Tages." Eine Kreuznacherin schrieb: „Ich habe so viel Zeit in meiner Kindheit dort verbracht und mein Sohn jetzt auch." Eine andere ergänzte: „Nach den Kindertagen kamen dann die unvergessenen Jugend- und Schulpartys." Positive Erinnerungen, die haften bleiben. Sogar Hochzeiten wurden regelmäßig auf dem Gelände, im Hauptgebäude oder drum herum gefeiert. Deshalb ist auch der Tenor überall eindeutig: Das Gebäude muss wieder aufgebaut werden.

    Und der Betrieb muss weitergehen. Zumal die Nachfrage in den vergangenen Jahren immer größer geworden ist. „Allein bei den Kindergeburtstagen geht das in die Hunderte", unterstreicht Pächter Manfred Reinhardt. Hinzu kommen beispielsweise auch Kitas und Schulen, die die Grillstellen und das Areal regelmäßig mit Abschlussjahrgängen nutzen. Ein akutes Problem sind die Toilettenanlagen. Die wurden durch den Brand stark in Mitleidenschaft gezogen und sind wie das komplette Gebäude gesperrt. Doch ohne offizielle Toilette ist Stillstand programmiert. Zumal die Anlagen nicht nur von den Besuchern der Grillplätze, des Spielplatzes und des Hauptgebäudes genutzt wurden, sondern auch von denen, die im benachbarten „Grünen Klassenzimmer" der Stadt zu Gast sind oder im Hochseilgarten. Eine Übergangsvariante, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wäre eine mobile Toilettenanlage. „Das kann ich mir vorstellen", sagt Kaster-Meurer, „ist letztlich aber auch eine Frage der Finanzierung. Und die können wir erst klären, wenn alle Untersuchungen und die Gespräche mit der Versicherung beendet sind."

    Von Dominic Schreiner und Stephan Brust

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