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    Familienbetrieb in Boppard-Weiler: Ein "Eiserner Ritter" bleibt immer am Ball

    Man kann ihn als Vorzeige-Familienbetrieb bezeichnen, den Landgasthof Zum Eisernen Ritter. Schon seit 1872 gibt es den Betrieb im idyllischen Stadtteil Weiler bei Boppard. Nach seinem 40. Berufsjubiläum im Jahr 2009 ist es Josef Mayer (62) schrittweise gelungen, das Haus an seinen Sohn Stefan (31) zu übergeben. Das Motto der Familie ist laut Josef Mayer einfach, hält aber Hotel und Restaurant immer in Schuss: „Man muss immer am Ball bleiben, sonst staut sich alles. Schon vor einer Betriebsübergabe müssen alle Fragen geklärt werden, damit man keine Überraschungen erlebt.“

    Josef Mayer (62) hilft auch weiter gern im Landgasthof Eiserner Ritter mit, wo er kann. Foto: Andreas Jöckel
    Josef Mayer (62) hilft auch weiter gern im Landgasthof Eiserner Ritter mit, wo er kann.
    Foto: Andreas Jöckel

    Bis vor wenigen Jahren war die Nachfolgefrage im Ritter noch ungeklärt. Doch 2012 fiel der Startschuss für die nächste Generation, als sich Sohn Stefan Mayer (Koch und Betriebswirt) entschied, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten – gemeinsam mit dem befreundeten Koch René Klütsch. Beide arbeiteten von Beginn an engagiert mit, sodass sich Josef Mayer aus der Küche zurückziehen konnte. Zwischen 2014 und 2016 wurden noch einmal 320.000 Euro in die Renovierung der 26 Zimmer gesteckt. Durch weitere umfangreiche Renovierungsarbeiten in 2015 und 2016 wurden alle 13 Zimmer des Hauses in den Standard „Komfort-Zimmer“ gehoben. Im Sommer 2015 wertete der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga das Dreisternehotel mit dem Zusatz Superior auf.

    Nach fast fünf Jahren Einarbeitung war es dann so weit: „Mitten in der Saison, im Juni 2016, habe ich bewusst – gegen den Rat meines Steuerberaters – den Betrieb an die Jungs übergeben“, erzählt Josef Mayer lächelnd. „Hätten wir das zum 1. Januar gemacht, wäre das mitten in der Saure-Gurken-Zeit gewesen. Aber so kamen sie direkt in die Sommersaison rein und haben auch ausreichend Umsatz gemacht.“ Jetzt, nachdem die Bilanzen für den alten und neuen Betrieb gemacht sind, muss auch der Steuerberater eingestehen, dass seine Befürchtungen falsch waren: Alles lief für beide Seiten gut.

    Schon beim vorangegangenen Generationswechsel war es ganz ähnlich abgelaufen: „Mein Vater hat uns das Unternehmen 1981 nach dem Tod meiner Mutter überschrieben. Und damals waren meine Frau und ich auch schon etwa sieben Jahre im Betrieb“, erinnert sich Josef Mayer. Dies geschah während einer Erweiterungs- und Umbauphase, bei der unter anderem mehr als 800.000 Euro in einen Anbau investiert wurden. Was die Brandschutzvorschriften betrifft, hat sich Mayer schon 1987 die nötigen Experten ins Haus geholt und die erforderlichen Änderungen vorgenommen.

    Sehr viel Spaß hat es Josef Mayer in den vergangenen Jahren auch bereitet, das Tal gastronomisch gemeinsam mit den vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal zertifizierten Welterbe-Gastgebern voranzubringen. „Wir empfehlen uns gegenseitig, tauschen Ideen aus und ziehen gemeinsame Veranstaltungen auf. In der Zusammenarbeit in der Region liegt der Schlüssel zum Erfolg.“

    Wenig Verständnis hat Josef Mayer für die Vielzahl gesetzlich vorgeschriebener Dokumentationen im Gastgewerbe: „Da wird zwangsweise täglich jede Menge Bürokratiemüll produziert.“ aj

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