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    Verein Dindum lotet Chancen nachhaltiger Kontakte mit Partnern in Marokko aus

    Mit einem Koffer voller neuer Eindrücke, aber auch mit zahleichen Ideen und Aufgaben ist eine große Reisegruppe aus Südmarokko zurückgekehrt. Der kleine Westerwälder Verein Dindum, benannt nach der voluminösen Dindum-Trommel der Berber, will die bisherigen Projekte auf eine dauerhafte Basis stellen und darüber hinaus eine nachhaltige Partnerschaft erreichen. Ein wichtiges Element dabei könnte die Berufsausbildung junger Menschen sein.

    Westerwald - Mit einem Koffer voller neuer Eindrücke, aber auch mit zahleichen Ideen und Aufgaben ist eine große Reisegruppe aus Südmarokko zurückgekehrt. Der kleine Westerwälder Verein Dindum, benannt nach der voluminösen Dindum-Trommel der Berber, will die bisherigen Projekte auf eine dauerhafte Basis stellen und darüber hinaus eine nachhaltige Partnerschaft erreichen. Ein wichtiges Element dabei könnte die Berufsausbildung junger Menschen sein.

    Rund 50 Personen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz weilten zuletzt in Marokko. Der zehntägige Aufenthalt diente in erster Linie drei Zwecken: Erstens dem internationalen „Rendezvous de la musique" mit Musikern aus Koblenz, dem Westerwald und Marokko. Zweitens der Fortsetzung der Restaurierungsarbeiten an der Kasbah Caid Ali in Agdz. Drittens sondierten die Teilnehmer beider Seiten, welche Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit bestehen, die über die Restaurierung der Kasbah hinausgeht, denn dieser Prozess ist nach 17 Jahren nahezu abgeschlossen. Etwaige Handlungsfelder sind Landwirtschaft, Architektur, Denkmalschutz, Ausbildung – alles möglichst unter regionalen und ökologischen Gesichtspunkten.

    Partner von Dindum in Agdz, einer Kleinstadt im Draatal zwischen Ouarzazate und Zagora, ist die „Association de Paix pour la culture et le développement". Unter dem Stichwort „Rendezvous de la Durabilité" erlebte der Nachhaltigkeitskongress seine Premiere. „Wir sind auf ein gutes Echo gestoßen", sagt Jörg Schulz (Ingelbach) vom Dindum-Vorstand. Entscheidend dafür sei nicht zuletzt der gute Ruf, den sich Lehmbauer Manfred Fahnert und seine Helfer in den vergangenen 17 Jahren mit der Restaurierung der Kasbah Caid Ali erworben haben.

    Keimzelle ist der Lehmexpress, ein interkulturelles Programm zur praktischen Vermittlung von marokkanischen und europäischen Lehmbau-Techniken (www. lehmexpress.de). Kopf und Hand dieses Projekts ist Manfred Fahnert (62) aus Hattert. Auf deutscher Seite besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Dachverband Lehm und der Universität Weimar sowie auf marokkanischer Seite mit erfahrenen Handwerkern und neuerdings mit der Dependance einer kanadischen Universität in Casablanca.

    Auch das „Rendezvous de la musique", inzwischen von marokkanischen Regionalstellen sehr geschätzt, trägt zur guten Reputation bei. Musiziert und getanzt wird im Riad der Kasbah Caid Ali und tags darauf auf einem zentralen Platz in Agdz. An dem jetzigen Aufeinandertreffen deutscher und marokkanischer Musiker nahm unter anderem Gitarrist Lulo Reinhardt aus Koblenz teil. Als Künstler aus dem Raum Altenkirchen erlebten Markus Mürset, Paul und Katinka Schröder sowie Cornelia Hilberath die einmalige Anziehungskraft, Kreativität und Vitalität dieses Festivals.

    Der Verein Dindum will nun versuchen, die Ideen und Ansätze nachhaltiger Zusammenarbeit in einen institutionalisierten Rahmen zu überführen. Dazu werden in den kommenden Jahren regelmäßige Reisen nach Südmarokko unerlässlich sein. Und weil es um einen Austausch auf Augenhöhe geht, laufen die Überlegungen langfristig auch in die andere Richtung, das heißt, auch der Besuch marokkanischer Partner in Deutschland ist ein wichtiges Ziel. All dies kostet Geld, weshalb der Verein Dindum offen ist für Unterstützung.  elm

    Mehr Infos: www.dindum.com, www.rendezvous-durabilite.net, www.casbah-caidali.net, www. rendezvous-de-la-musique.com, www.lehmkunst.de

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