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    Essenheims neue Dorfmitte: Bürger sollen mitreden

    Die Essenheimer Ortsverwaltung geht in die Aufklärungsoffensive. Gut 90 interessierte Bürger aus Essenheim kamen zur Einwohnerversammlung, bei der Ortsbürgermeister Hans-Erich Blodt (SPD) die wichtigen infrastrukturellen Vorhaben der nahen Zukunft erläuterte: die Erweiterung des Seniorenresidenz, das Neubaugebiet Domherrngärten II, den Neubau der dritten kommunalen Kita und die Pläne zum Gewerbegebiet.

    Essenheims Dorfmitte präsentiert sich derzeit nicht gerade als "Schmuckstück".
    Essenheims Dorfmitte präsentiert sich derzeit nicht gerade als "Schmuckstück".
    Foto: Julia Rau

    Im Grunde Ideen, über die die MRZ mehrfach berichtete. Neu war die Art der Darstellung: umfassend, mit an die Wand projizierten Bildern, ergänzt durch Beiträge von Fachleuten.

    Eine rege und strittige Diskussion entwickelte sich um die künftige Gestaltung des Dorfmittelpunktes. Laut Blodt gibt es mittlerweile zwei Investoren, die in das Geschäft einsteigen wollen. Namen wollte er nicht nennen. "Es sind Ideen", sagte Blodt zu den Skizzen für die Dalles-Gestaltung. Die Pläne, die einen offenen Platz zeigen, der von einem Hotelgebäude mit Bistro, Café, Eisdiele und einer Bankfiliale flankiert sowie von einem Parkdeck abgegrenzt wird, seien mittlerweile beim Kreis eingereicht worden und würden von dort mit einer vorläufigen Kostenermittlung demnächst an das zuständige Ministerium weiter gleitet, erläuterte Blodt. Denn die Gemeinde möchte für die Neugestaltung Zuschüsse bekommen.

    Zweites Gebäude für Seniorenzentrum

    "Mit den Skizzen, wie unser Dalles aussehen könnte, wollen wir zunächst dem Zuschussgeber bezeugen, dass wir es mit der Gestaltung ernst meinen." Die konkreten Pläne werden erst danach erstellt. Ganz sicher mit der Beteiligung der Bürgerschaft, betonte Blodt. "Jeder Bürgermeister wäre dumm, wenn er nicht die guten Ideen aus der Bevölkerung aufgreifen würde."

    Doch gerade dieser Beteuerung wollte mancher Essenheimer keinen rechten Glauben schenken. Thomas Gregetz, der im Gemeinderat für die CDU sitzt, stellte fest: "Es sind fertige Pläne, die für Zuschüsse eingereicht wurden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass danach noch größere Änderungen möglich sein werden". Er griff den Vorschlag der FWG auf (die MRZ berichtete), eine Dorfmoderation und eine breite Diskussion in der Bevölkerung zu starten. Eine kritische Bürgerstimme kritisierte: "So sehen alle Neubaugebiete aus. Das ist keine Zukunftsvision für Essenheim." Blodt sicherte die Mitwirkung der Bürger an der Gestaltung zu schränkte aber ein, dass Kompromisse unumgänglich sein werden. "Hätte die Gemeinde genug Geld, könnte sie sich das anders leisten."

    Im Frühjahr 2013 beginnt am Seniorenzentrum "Domherrngarten" der Bau eines zweiten Gebäudes, das in elf Monaten errichtet werden sollte. Das zweigeschossige Gebäude soll 60 Einzelzimmer habe, die jeweils eine Kochecke erhalten und so den älteren Bewohnern - je nach dem Grad der benötigten Betreuung - ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglichen, so die Geschäftsführerin des Betreibers "Procon-Seniorenzentren gGmbH", Sonja Steffen. Eine weitere Besonderheit: eine kleine Werkstatt für Senioren, die in der Freizeit gerne werkeln. Um der seitens der Bürger kritisierten problematischen Park- und Verkehrssituation am Seniorenzentrum zu begegnen, werden am Neubau statt der vorgeschriebenen sechs nun 17 Parkflächen entstehen. Außerdem werde der benachbarte Schwabenheimer Weg ausgebaut, der dann von den Rettungsfahrzeugen, Anwohnern und der Landwirtschaft genutzt werden dürfte, sagte Blodt.

    Gregor Starosczyk-Gerlach

    Mainzer Rhein-Zeitung
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