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Kommentar: Misswirtschaft ist immer teuer

Der Skandal um den Nürburgring kostete den Steuerzahler fast eine halbe Milliarde Euro. Diese Dimension ist am Flughafen Hahn nicht zu erwarten. Der Schaden, der Land und Leuten entsteht, könnte dennoch ähnlich gravierend sein.

Dietmar Brück kommentiert.
Dietmar Brück kommentiert.
Foto: Jens Weber

Zunächst sind da die Kosten für all die Berater, die sich am Ende auf einen zweistelligen Millionenbetrag summieren werden. Denn inzwischen wird die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG für gutes Geld vom Branchenkollegen Warth & Klein Grant Thornton kontrolliert – ein eher einmaliger Vorgang. Zudem zieht sich der Verkaufsprozess nach dem Fiasko mit der chinesischen Shanghai Yiqian Trading (SYT) in die Länge, was richtig ins Geld geht. Von verdeckten Kosten ganz zu schweigen, die entstehen, weil große Teile des Regierungsapparats nur noch mit einem Thema beschäftigt sind.

Hinzu kommt der gewaltige Imageschaden am Flughafen Hahn, der dort das Geschäft und den Verkauf insgesamt erschwert. Schließlich sind Tausende sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gefährdet, sollte das Land mit dem Investorenprozess am Hahn scheitern. Die wirtschaftlichen Auswirkungen wären erheblich drastischer als einst am Ring. Von daher sollte die Landesregierung nicht suggerieren, dass dem Land durch ihr Handeln am Hahn kein Vermögensschaden entsteht. Misswirtschaft fordert immer ihren Preis.

E-Mail an: dietmar.brueck@rhein-zeitung.net

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