Archivierter Artikel vom 29.03.2010, 11:12 Uhr

Zahlen und Fakten

Die Zahl der 80-jährigen und älteren Rheinland-Pfälzer wird überproportional steigen. Die Statistiker rechnen mit einem Plus von 82.200 Personen bis zum Jahr 2020. Da die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, signifikant mit dem Alter steigt, erhöht sich damit auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Alter ab 80 Jahren überproportional um 22 900 Personen.

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Rekorde bei 80-Jährigen

Die Zahl der 80-jährigen und älteren Rheinland-Pfälzer wird überproportional steigen. Die Statistiker rechnen mit einem Plus von 82.200 Personen bis zum Jahr 2020. Da die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, signifikant mit dem Alter steigt, erhöht sich damit auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Alter ab 80 Jahren überproportional um 22 900 Personen. Im Jahr 2007 war etwas mehr als jeder Vierte dieser Altersgruppe pflegebedürftig (28 Prozent).

Viel mehr stationäre Fälle

Die Pflegequote des Jahres 2007 auch künftig vorausgesetzt, kann man davon ausgehen, dass sich allein wegen der Verschiebung der Altersstruktur die Zahl der Menschen in stationärer Pflege am stärksten erhöhen wird. Das statistische Landesamt rechnet im Jahr 2020 mit 36 600 stationär versorgten Senioren - plus 8500 gegenüber 2007.

Nord-Süd-Gefälle

Für 19 Verwaltungsbezirke, insbesondere im Norden von Rheinland-Pfalz, wird für 2020 noch ein Überhang an Pflegeheimplätzen erwartet. Mit Defiziten wird vor allem in den 17 Verwaltungsbezirken im Süden des Landes entlang der Rheinschiene und der Südwestpfalz gerechnet. Landesweit gibt es aber wohl noch einen leichten Überschuss an Pflegeheimplätzen (650 Plätze). Das ändert sich aber bis 2050 drastisch. Dann wird es ein Defizit von 28 100 Pflegeheimplätzen im Land geben.

Mehr Infos beim Landesamt

Die Broschüre „Rheinland-Pfalz 2050 - Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf“ gibt es für 15 Euro bei: Statistisches Landesamt, Vertrieb, 56128 Bad Ems. Per E-Mail: vertrieb@statistik.rlp.de, Tel. 02603/194 322. Die PDF-Datei gibt es unter www.statistik.rlp.de im Bereich „Analysen und Prognosen“ kostenfrei zum Herunterladen.