Archivierter Artikel vom 05.11.2012, 09:07 Uhr
Unna

Noch immer schuldig? 25000 „Hexen“ ließ die Kirche in Deutschland hinrichten

In den Akten gelten sie als Schuldige: 25 000 Menschen, die im mittelalterlichen Deutschland zwischen 1450 und 1782 als Hexen hingerichtet worden sind, warten noch darauf, posthum rehabilitiert zu werden.

Ob auf dem Scheiterhaufen, mit dem Schwert oder am Galgen – die Opfer wurden nach Geständnissen unter der Folter als Hexen hingerichtet.
Ob auf dem Scheiterhaufen, mit dem Schwert oder am Galgen – die Opfer wurden nach Geständnissen unter der Folter als Hexen hingerichtet.

Das Gemälde zeigt eine Hexenverbrennung im 16. Jahrhundert. Solche Scheiterhaufen wurden landauf, landab errichtet, nachdem die meist weiblichen Angeklagten unter der Folter alles gestanden hatten, was ihre Peiniger hören wollten.

Der evangelische Pfarrer Hartmut Hegeler aus Unna will dafür sorgen, dass die Opfer der von der Kirche angezettelten Hexenverfolgung öffentlich rehabilitiert werden.

Schnee von gestern? Er findet das Thema hochaktuell.