Kritik um Kastration von Ferkeln: Warum es ein Dilemma ist

Babyschweinen die Hoden abschneiden, bei lebendigem Leib und ohne Betäubung: Das klingt nach finsterstem Mittelalter oder Überlebenskampf im Busch, nicht nach einer Praxis, die in Deutschland im Jahr 2018 gängig ist. Entsprechend laut ist der Aufschrei, seit sie sich als übliche Methode in der Schweinemast herumspricht. Wer über die EuroTier spaziert, die Leitmesse für Nutztierhaltung in Hannover, merkt vom Mittelalter nichts. Moderne Tierhaltung ist hypertechnisiert: Maschinen transportieren, melken, massieren Tiere und füttern sie nach individuell ermitteltem Bedarf. Samenbanken preisen reproduktionsfreudige Arten, Fleischansatz und andere Eigenschaften sind halterfreundlich optimiert. In der Halle für Schweine steht auch Günter Dick. Gleich neben dem Eingang wirbt der Vertriebler an einem Ministand für etwas, das es angeblich gar nicht gibt: eine praxistaugliche Alternative zur betäubungslosen Kastration von Ferkeln. „Anestacia“ heißt seine Lösung, ein Narkosegerät für Schweine.

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