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    Spitzenspiel

    Vorne fehlt beim SVG einfach die Durchschlagskraft

    Fußball-Verbandsligist SV Gonsenheim verliert wieder ein Topspiel: Gegen den FK Pirmasens unterliegen die Gastgeber 0:1 (0:0).

    Die Pirmasenser Innenverteidiger Patrick Hildebrandt (am Boden) und Timo Helfrich machten den Gonsenheimern, wie in dieser Szene dem erst als Zehner und später als Sechser agierenden Max Kimnach, das Durchkommen extrem schwer.
    Die Pirmasenser Innenverteidiger Patrick Hildebrandt (am Boden) und Timo Helfrich machten den Gonsenheimern, wie in dieser Szene dem erst als Zehner und später als Sechser agierenden Max Kimnach, das Durchkommen extrem schwer.
    Foto: Julia Rau

    Spitzenspiel - Fußball-Verbandsligist SV Gonsenheim verliert wieder ein Topspiel: Gegen den FK Pirmasens unterliegen die Gastgeber 0:1 (0:0).

    An der Spitze der Fußball-Oberliga Südwest geht es reichlich turbulent zu. Das Toptrio leistete sich am Samstag des 24. Spieltags 1:3-Niederlagen: Spitzenreiter FC Homburg erwischte es in Neunkirchen, der Tabellenzweite Arminia Ludwigshafen strauchelte gegen den FSV Salmrohr, und der zwischenzeitliche Dritte SVN Zweibrücken unterlag zu Hause Aufsteiger Röchling Völklingen.

    Somit schlug am Sonntag die Stunde der Verfolger, aus der die Teams aus der Westpfalz eindeutig als Sieger hervorgingen. Der SV Gonsenheim unterlag dem FK Pirmasens in einer an Höhepunkten armen Partie mit 0:1, der SC Hauenstein siegte 3:0 beim 1. FC Saarbrücken II und rückte vor den FKP, der nun - bei allerdings erst 23 Spielen - mit den Gonsenheimer und den Zweibrückern punktgleich auf Rang vier steht. Der SVG bleibt damit 2012 weiter ohne Sieg und ist nach nur zwei Punkten aus fünf Spitzenspielen auf Platz sechs zurückgefallen.

    Defensiv wieder stabilisiert

    "Das Thema Titelgewinn liegt jetzt wieder tief unten in der Schublade", hatte SVG-Trainer Aydin Ay schon vor der Begegnung mit dem FKP geäußert. "Wichtig ist, dass wir uns mit einer ordentlichen Leistung wieder stabilisieren." Seiner Meinung nach ist das seiner Mannschaft gegen das vor der Saison als Titelfavorit gehandelte Team von Meistertrainer Michael Dusek auch gelungen. "Vor allem in der Defensive ist uns das geglückt, offensiv fehlte uns durch das Fehlen des gesperrten Goalgetters Rufat Dadachev und des verletzten Aleksandar Petreski aber einfach die Durchschlagskraft." Babak Keyhanfar hat zwar viele Lücken gerissen und Räume geschaffen, seine Flanken fanden aber in der Mitte nie einen Abnehmer, und seine Schüsschen waren allesamt viel zu harmlos.

    "Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel, beide Mannschaften haben sich weitgehend neutralisiert", sagte Ay, "das durch einen individuellen Fehler entschieden wurde." Ausgerechnet dem für den mit einem Pferdekuss im Oberschenkel früh ausgeschiedenen SVG-Kapitän Jan Itjeshorst eingewechselte einstige Pirmasenser Nenad Simic, der in der Winterpause nach Gonsenheim gekommen war und für den Ay aufgrund des Überangebots an Defensivkräften bisher noch keine feste Position in der Startelf gefunden hat, unterlief nach einer zuvor über 70 Minuten überzeugenden Vorstellung der folgenschwere Patzer, der zum Gegentor durch den eingewechselten Sebastian Schad führte.

    Als die Gonsenheimer Abwehr wieder einmal etwas mehr unter Druck stand, was aufgrund der leichten spielerischen Überlegenheit der Gäste nach dem Wechsel häufiger vorkam, und Kevin Frey einen Ball nicht rechtzeitig klärte, wollte Simic die Kugel nach hinten zu seinem Torhüter Marvin Bylsma schieben. Ein No-look-Pass der fatalen Art brachte unvermittelt den lauernden Schad frei stehend vor Bylsma in Ballbesitz. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen und lupfte den Ball über den vergebens herausstürmenden guten Vertreter des gesperrten Stammkeepers Axel Braun ins Netz (81.).

    Dusek: "Ein Sieg des Kollektivs"

    "Wir haben kompakt gestanden und nicht viel zugelassen", sagte FKP-Trainer Dusek. "Es war ein Sieg des Kollektivs, und wir haben das Geschenk von Simic natürlich gerne angenommen." Die Gonsenheimer, die ähnlich wie die Pirmasenser vor der Abwehr und den Sechsern im Offensivbereich mit einer variablen Raute spielten, in der die Außen Johnny Zinram und Stefano Pennella immer wieder die Seiten wechselten, hatten nur eine wirklich spektakuläre Aktion im Angriff: Pennella knallte nach dem Wechsel einen Freistoß aus mehr als 30 Metern an die Latte (48.). In der 75. Minute holte er zu einem wuchtigen Distanzschuss aus, doch FKP-Keeper Raphael Marhöfer pflückte den Ball sich ab.

    Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Teams schon zweimal verletzungsbedingt gewechselt. Am schlimmsten traf es Niels Magin (SVG) und Christian Henn (FKP) bei einem Zusammenstoß im Kopfballduell (60.). Beide mussten mit einer blutenden Platzwunde am Kopf raus und für Henn gar der Krankenwagen geordert werden.

    Armin Franz

    Statistik

    SV Gonsenheim - FK Pirmasens 0:1

    SV Gonsenheim: Bylsma - Gsimbsl, Rudolf, Itjeshorst (9. Simic), Frey - Magin (63. Szymanek), Kirn - Pennella, Kimnach (77. Bektasevic), Zinram - Keyhanfar.
    FK Pirmasens: Marhöfer - Riedl. Helfrich, Hildebrandt, Ernst - Purdy (29. Mayer), Baum - Henn (63. Schad), Zeric, Reinert - Kuhnhardt (89. Fest).

    Schiedsrichter: Ehsan Amirian..
    Zuschauer: 180.
    Tore: 0:1 Schad (81.).

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