„Virale“ Videos: So verbreiteten sich die Kurzfilme

„Kony 2012“ ist das meistgesehene virale Video aller Zeiten. Doch was bedeutet eigentlich „viral“? Ein Definitionsversuch.

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„Viral“ beschreibt zunächst die Verbreitung eines Films. Dies stammt aus einer Zeit, da lustige Filme als E-Mail-Anhang versandt wurden. „Virusartig“ wurde und wird das Interesse an einem Video gestreut. Charakteristisch war früher die schlechte Bildqualität, die der geringen Datenrate geschuldet war. Da sich diese Videos rasend schnell verbreiten, wurde laut Wikipedia die Werbebranche auf diese Art der Filme aufmerksam.

So entstand die Gattung der Viralclips, die bereits in der Konzeptionsphase darauf ausgerichtet werden, dass Internet-Benutzer den fertigen Clip oder einen darauf verweisenden Link unter ihren Kontakten weiterverbreiten. Heute ist es vor allem Facebook, das zur Verbreitung beiträgt.

Da „Kony 2012“ nicht nur bei YouTube, sondern auch bei anderen Portalen wie beispielsweise „Vimeo“ hochgeladen wurde, erreichte es die Marke von insgesamt 100 Millionen Klicks innerhalb von nur sechs Tagen. Zum Vergleich: Ein ebenfalls sehr bekanntes virales Video namens „Charlie bit my finger again“ benötigte dafür etwa ein Jahr. „Charlie bit my finger again“ zeigt zwei Geschwister im Kleinkindalter, die sich einen Spaß daraus machen, dass der Kleinere seinem großen Bruder in den Finger beißt.

Auf Platz zwei und drei der Rangliste stehen ein Video von Susan Boyle, Teilnehmerin einer bekannten britischen Casting-Show, und das Musikvideo „Bad Romance“ der US-amerikanischen Sängerin Lady Gaga.

Liste der meistgesehenen viralen Videos im Netz