Archivierter Artikel vom 19.01.2011, 15:40 Uhr
Berlin

Rund 200 000 Bundeswehr-Feldpostsendungen im Monat

Feldpost gibt es bereits seit der Antike. Der wohl berühmteste Feldpostbote war der legendäre Marathonläufer, der 490 vor Christus die Botschaft vom Sieg über die Perser nach Athen gebracht haben soll.

Die Bundeswehr begann in den 1980er Jahren ihr Feldpostwesen aufzubauen, das die erste Bewährungsprobe beim ersten Auslandseinsatz in Kambodscha 1992 bestand.

Heute werden monatlich rund 130 000 Briefe und 70 000 Päckchen per Bundeswehr-Feldpost verschickt. Das entspricht dem jährlichen Postaufkommen einer Stadt mit 70 000 Einwohnern. Zwischen dem Einsatzland und dem Adressaten in der Heimat ist ein Brief in der Regel drei bis zehn Tage unterwegs. Eine Feldpostsendung darf nicht schwerer als 20 Kilogramm und nicht größer als 120 Zentimeter lang und je 60 Zentimeter breit und hoch sein.

Bundeswehr und die Deutsche Post AG arbeiten bei der Feldpostversorgung eng zusammen. Der größte Teil der Mitarbeiter ist in Darmstadt und Bonn beschäftigt. Dort kümmern sich 495 Reservisten und sieben zivile Mitarbeiter um den Versand. Nur die Marine regelt ihren Postversand in eigener Regie. dpa