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Derby

Keine Kraft mehr für den letzten Punch

Fontana Finthen verliert auch gegen den TSV Schott und bleibt Vorletzter.

Altmeister Massimo Cittadino (Mitte) erzielte noch vor der Pause das Anschlusstor zum 1:2 (43.) im Derby gegen den TSV Schott. Der Fontana gelang es aber trotz einer leichten Leistungssteigerung nach der Pause nicht mehr, doch noch einen Punkt in Finthen zu behalten. 
Foto: Julia Rau
Altmeister Massimo Cittadino (Mitte) erzielte noch vor der Pause das Anschlusstor zum 1:2 (43.) im Derby gegen den TSV Schott. Der Fontana gelang es aber trotz einer leichten Leistungssteigerung nach der Pause nicht mehr, doch noch einen Punkt in Finthen zu behalten.
Foto: Julia Rau

Jetzt sind es nur noch 21 Punkte, die in den verbleibenden Saisonspielen in der Fußball-Verbandsliga Südwest zu vergeben sind. Und so langsam verabschiedet sich Oliver Schütz von dem Gedanken, mit seiner Mannschaft vielleicht doch noch einmal den Anschluss an das hintere Mittelfeld zu erlangen. "Jetzt brauchen wir uns offenbar nur noch darauf zu konzentrieren, wenigstens noch den VfB Bodenheim zu schnappen und Drittletzter zu werden", sagte der Trainer von Fontana Finthen nach der 1:2 (1:2)-Derbyniederlage gegen den TSV Schott Mainz.

Denn derzeit sieht es wieder danach aus, als könnten sich sowohl TuS Mechtersheim als auch vielleicht der SV Alemannia Waldalgesheim, der an diesem Spieltag ausgerechnet in Mechtersheim gewonnen hat, doch noch in der Fußball-Oberliga Südwest halten. Das würde bedeuten, dass in der Verbandsliga der drittletzte Platz, den derzeit die Bodenheimer innehaben, zum Klassenverbleib ausreicht. Doch auch die Bodenheimer, die einen Punkt mehr, aber ein Spiel weniger haben als die Finther – die Partie des VfB in Hohenecken war auf Ostersamstag verlegt worden -, müssen erst noch ein- und dann auch noch überholt werden.

Nie eine Klatsche bekommen

Nach dem durchweg recht müde geführten Derby gegen den TSV Schott Mainz ist auch dieses Unterfangen möglicherweise eine mittlere Herkulesaufgabe für des engagierten Trainers Schützlinge. "Wir sind ja nie wirklich viel schlechter als der Gegner, bekommen auch nie eine Klatsche und verlieren immer nur knapp", sagte Schütz, "aber uns fehlt halt auch in jenen Phasen, in denen wir besser im Spiel sind, wie beispielsweise heute in der zweiten Hälfte gegen den TSV Schott, der letzte Pass, der dann eine gute Torchance eröffnen kann."

Das war auch schon bei Schütz' Vorgänger Werner Orf so. In Ansätzen machen die Finther ihre Sache immer ordentlich, in der letzten Konsequenz mangelt es aber im Angriff an Entschlossenheit und Durchsetzungskraft. Eine über Monate manifestierte Mentalität lässt sich offenbar nicht von heute auf morgen entscheidend verändern. So entstand auch in der zweiten Hälfte, in der die Fontana besser war als die Schottler, die selbst in den Augen ihrer Trainers zwar "verdient gewonnen", aber in den zweiten 45 Minuten den Vorsprung nur noch "verwaltet haben", nie wirklich der Eindruck, als ob die Finther Offensivgeister sich tatsächlich im Überlebenskampf zerreißen und die Abstiegsgespenster vertreiben könnten.

Vorne nicht genug investiert

"Die Finther haben nach vorne nicht genug investiert", nennt das Schott-Trainer Berti Balte, dessen Team sich nach einem 20-Meter-Schuss von Thorsten Kleber (10., haltbar) rechts neben den Pfosten (Vorlage: Mükkerem Serdar) und einem Treffer von Serdar (31.), nachdem Nils Döring die Vorlage in Form eines Abprallers eines gewonnenen Kopfballduells gegen Björn Dollmann gegeben hatte, selbst zunächst auf einem 2:0 und nach dem Anschlusstreffer von Altmeister Massimo Cittadino (43.) bis zum Schluss auf dem 2:1 ausgeruht hat. "Die Finther hatten keine Kraft zum Nachpunchen", sagt Balte, "und wir haben jetzt sechs Punkte aus zwei Spielen geholt. Es sind noch vier Punkte auf Platz drei. Das schaffen wir noch, das ist unser Ziel."

Und die Finther? Die spielen kommenden Samstag bei der TSG Kaiserslautern. Die ist inzwischen zwar schon Vierter, aber kommen da nicht Erinnerungen auf? Am 9. Oktober hat die Fontana letztmals in der Verbandsliga gewonnen. Zu Hause, mit 5:0 gegen die Lauterer.

Armin Franz

Fontana Finthen – TSV Schott Mainz 1:2 (1:2)

Fontana Finthen: Ziegler – Pinheiro, Dollmann, Siebert, Schirmer (66. Saini) – Kato, Rekus, Ritterböck, Blume (75. Hammel) – Zimmermann, Cittadino.

TSV Schott Mainz: Henss – Günes (60. Malenica), Bochenek, Rudolf, Schmitt – Senftleben, Kleber – Schönle (46. März), Döring, Lang (85. D. Oriana) – Serdar.

Schiedsrichter: Philipp Schmitt.

Zuschauer: 130.

Tore: 0:1 Kleber (10.), 0:2 Serdar (31.), 1:2 Cittadino (43.).

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