Archivierter Artikel vom 29.12.2010, 14:48 Uhr
Hamburg

Hintergrund: „Jyllands-Posten“ druckte Mohammed-Karikaturen

Die dänische Zeitung „Jyllands-Posten“, die nun offenbar im Visier islamistischer Terroristen stand, veröffentlichte im September 2005 Karikaturen des Propheten Mohammed.

Mohammed-Karikaturen
Die Mohammed-Karikaturen riefen in weiten Teilen der islamischen Welt heftige Proteste hervor.
Foto: DPA

Hamburg – Die dänische Zeitung „Jyllands-Posten“, die nun offenbar im Visier islamistischer Terroristen stand, veröffentlichte im September 2005 Karikaturen des Propheten Mohammed.

Die Zeichnungen, die Mohammed unter anderem mit einer Bombe im Turban darstellten, wurden von anderen Zeitungen nachgedruckt und führten Anfang 2006 zu teils gewaltsamen Protesten in islamischen Ländern. Empörte Muslime verwiesen auf das Verbot, den Propheten bildlich darzustellen und sprachen von Blasphemie. „Jyllands-Posten“ schrieb, auch Muslime müssten sich damit abfinden, „verhöhnt, verspottet und lächerlich gemacht zu werden“. Obwohl sich die Zeitung zu diesem Zeitpunkt schon entschuldigt hatte, zündeten wütende Muslime im Februar 2006 unter anderem in Syrien und im Libanon dänische Vertretungen an. dpa