Archivierter Artikel vom 16.10.2011, 13:57 Uhr

Festakt: 25 Jahre Nachwuchsförderung in Rheinland-Pfalz

„Rheinland-Pfalz ist ein Rock- und Popland“, sagt der Kulturstaatssekretär – und schiebt ein „geworden“ hinterher: Walter Schumacher (SPD) erzählte beim Festakt „25 Jahre Nachwuchsförderung in Rheinland-Pfalz“ dieses „Werden“ nach.

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Jupiter Jones beim Rockbuster-Festakt
Jupiter Jones beim Rockbuster-Festakt.

„Rheinland-Pfalz ist ein Rock- und Popland“, sagt der Kulturstaatssekretär – und schiebt ein „geworden“ hinterher: Walter Schumacher (SPD) erzählte beim Festakt „25 Jahre Nachwuchsförderung in Rheinland-Pfalz“ dieses „Werden“ nach. Es begann 1986 in Koblenz, Countdown war die erste Siegerband, die Koblenzer Musikerinitiative um Theo Enders hob den Wettbewerb damals aus der Taufe. 1996 wurde aus dem Nachwuchsfestival der Rockbuster – heute kann man getrost von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Das taten dann auch Schumacher und Festredner Professor Udo Dahmen von der Popakademie Baden-Württemberg, seit vielen Jahren Partner der rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Rock & Pop, die seit 1995 vom geschäftsführenden Vorsitzenden Markus Graf und einem Team von aufopferungsvoll arbeitenden Ehrenamtlichen am Laufen gehalten wird. Die Herzenswärme, die Graf und Co. ausstrahlen, die Nachhaltigkeit, die mit der Förderung durch Bandentwicklung und Trainings realisiert wird, würdigte auch Sascha Eigner, Gitarrist der Band Jupiter Jones. Die ist sozusagen das Prunkstück des Rockbusters, eroberte 2003 den zweiten Preis und setzte danach an zu einem bemerkenswerten Höhenflug. In diesem Jahr war der Jupiter-Jones-Hit „Still“ das meistgespielte deutsche Lied im Radio, die vier Eifeler haben Platinstatus erlangt. Umso schöner, dass Eigner und Sänger Nicholas Müller den Festakt musikalisch begleiteten und so ihre fortwährende Verbundenheit mit dem Rockbuster demonstrierten. Markus Graf hatte zu danken – für lobende Worte und für die Unterstützung, vor allem des Landes, das rund 95 000 Euro für den Rockbuster zur Verfügung stellt. Dass die Förderung der Popmusik damit noch lange nicht an die Unterstützung für die Hochkultur heranreicht, darf als Zukunftsaufgabe verstanden werden. tim