Beitragssprünge von bis zu 60 Prozent schrecken Privatversicherte auf

Die neun Millionen Privatversicherten in Deutschland stehen vor ungewissen Zeiten. Außer der FDP gibt keine Fraktion im Bundestag der privaten Krankenversicherung (PKV) in ihrer heutigen Form eine klare Zukunft.

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Die neun Millionen Privatversicherten in Deutschland stehen vor ungewissen Zeiten. Außer der FDP gibt keine Fraktion im Bundestag der privaten Krankenversicherung (PKV) in ihrer heutigen Form eine klare Zukunft.

Nach der jüngsten Beitragserhöhungsrunde für viele Privatversicherte will der Bundesverband der Verbraucherzentralen heute öffentlich Notmaßnahmen der Politik fordern. Beitragssprünge von 40 bis 60 Prozent schreckten viele Privatversicherte zum Jahresende auf. 45 Prozent der Tarife stiegen nicht. Branchenbeobachter gehen von einem PKV-Prämienplus um im Schnitt mindestens 7 Prozent pro Jahr aus.

Mehr als vier Millionen PKV-Kunden sind Beamte und Pensionäre, knapp zwei Millionen Selbstständige mit oft keineswegs luxuriösen Einkommen. Große gesetzliche Kassen hatten 2011 mehr Zuwanderer von der PKV als Abwanderer dorthin. 2010 wechselten unter dem Strich 74 500 Versicherte von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung – im Vorjahr war der Saldo allerdings noch fast doppelt so hoch.