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    Mainz 05: Gute Länderspiele produzieren gute Gefühle

    Die Nationalspieler von Mainz 05 sind gesund von ihren Länderteamspielen zurückgekehrt. Am Sonntag steigt bekanntlich in der ersten Runde des DFB-Pokals in Koblenz die Partie gegen den Oberligisten SV Roßbach/Verscheid.

    05-Spielmacher Andreas Ivanschitz (rechts) wird nach seinem Elfmetertor zum 2:0 gegen die Türkei geherzt vom österreichischen Teamkollegen Martin Harnik, der beim VfB Stuttgart aktiv ist.
    05-Spielmacher Andreas Ivanschitz (rechts) wird nach seinem Elfmetertor zum 2:0 gegen die Türkei geherzt vom österreichischen Teamkollegen Martin Harnik, der beim VfB Stuttgart aktiv ist.
    Foto: dpa

    Mainz - Diese Länderspielabstellungen zu Beginn dieser Woche haben sicher nicht jedem Bundesligatrainer ins Konzept gepasst.

    05-Mittelstürmer Adam Szalai (links) stand für die Ungarn gegen Israel 86 Minuten auf dem Feld.
    05-Mittelstürmer Adam Szalai (links) stand für die Ungarn gegen Israel 86 Minuten auf dem Feld.
    Foto: dpa

    Aber wer weiß, ob nicht bei dem ein oder anderen Spieler eine gute internationale Leistung auch förderlich ist für eine Erlangung von Wettkampfspannung und Selbstvertrauen unmittelbar vor Beginn der neuen Saison. Die Nationalspieler des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 sind bis Dienstagabend gesund von ihren Aufgaben mit den Länderteams an den Bruchweg zurückgekehrt. Am Sonntag (20.30 Uhr) steigt bekanntlich in der ersten Runde des DFB-Pokals in Koblenz die Partie gegen den Oberligisten SV Roßbach/Verscheid.

    Eugen Polanski hat mit Polen zwar in Estland 0:1 verloren (das Tor fiel Sekunden vor dem Abpfiff), aber der Mainzer Mittelfeldspieler stand 90 Minuten auf dem Feld. Damit genießt Polanski auch beim neuen polnischen Nationaltrainer Kaziemierz Gorski, der nach der EM Francisek Smuda abgelöst hat, das Vertrauen. Gut für Polanski, der nach seinem verlängerten Urlaub nach der EM noch Aufholbedarf hat, physisch, aber durchaus auch spielerisch.

    Nikolce Noveski hat mit Mazedonien gegen Litauen 1:0 gewonnen. Das Siegtor schoss Topstar Goran Pandev (54.), der nach seiner großen Zeit bei Inter Mailand nun beim SSC Neapel stürmt. Der 05-Kapitän spielte 90 Minuten durch. Noveski ist der Typ, der sich sein Vertrauen in die eigene Leistung über Wettkampfstress holt.

    Adam Szalai spielte mit Ungarn gegen Israel 1:1. Die Gastgeber führten durch ein Tor von Balasz Dszudzsak vom PSV Eindhoven mit 1:0 (52.), am Ende glich Hemad (79.) noch aus für die Israeli. Szalai stand 86 Minuten auf dem Feld. Nachdem der 05-Mittelstürmer beim Test gegen den FC Sevilla (3:3) zur Pause hatte ausgewechselt werden müssen wegen einer Schwellung am Sprunggelenk, hat Thomas Tuchel nun die Bestätigung dafür, dass der ungarische Hüne wieder fit ist. Darüber hinaus bauen den langen Mann internationale Einsätze von jeher auf. Szalai braucht dieses Gefühl, für sein Heimatland wichtig zu sein.

    Sehr gut gelaunt dürften Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger von ihrem Testsieg mit Österreich gegen die Türkei zurückgekommen sein. 2:0 gewann das Austria-Team, das in der WM-Qualifikation ja Gruppengegner von Deutschland ist, gegen die türken. Das 1:0 schoss der junge Veli Kavlak (früher Rapid Wien, jetzt Besiktas Istanbul) in der 6. Minute, zum 2:0 (11.) verwandelte Ivanschitz ausgesprochen sicher einen Foulelfmeter. Der 05-Spielmacher ging in der 62. Minute vom Feld. Der Mainzer Kollege Baumgartlinger wurde kurz vor dem Abpfiff ausgewechselt. Auch in diesen beiden Fällen dürfte Thomas Tuchel von der internationalen Berufung profitieren.

    Von Constantini ignoriert

    In den zwei Jahren, in denen der inzwischen abgelöste österreichische Nationaltrainer Dietmar Constantini den Techniker aus Mainz hartnäckig ignorierte, fand Andreas Ivanschitz nie mehr zu einer konstanten Form. Oder anders ausgedrückt: Man konnte sich nie des Eindrucks erwehren, der Spielmacher hätte auch an seinen guten Tagen noch viel Potenzial ungenutzt liegen gelassen. Die Statistik in Mainz überdeckt das: 27 Einsätze in der ersten Saison mit sechs Toren und sieben Torvorlagen, 20 Einsätze mit drei Toren und zwei Vorlagen sowie in der Vorsaison 26 Einsätze mit sechs Toren und drei Vorlagen - das liest sich nicht schlecht, aber ein konstanter, formstabiler Leistungsträger und Spieleentscheider war Ivanschitz nur einer seiner ersten Halbsaison am Bruchweg. Da mag der frustrierende Zustand als Nichtnationalspieler durchaus eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben.

    Im Alter von demnächst 29 Jahren und als anerkannter Führungsspieler unter dem neuen Austria-Chefcoach Marcel Koller könnte Ivanschitz in der anstehenden Saison endlich auf gutem Niveau Konstanz in seine Leistung bringen. Der Auftakt war vielversprechend. Tuchel hatte den Techniker in der Vorbereitung gereizt. Ivanschitz sei besser im Abschluss als in der Chancenvorbereitung, deshalb rangiere er beim Trainer unter Halbstürmer.

    Doppelrolle in flexiblem System

    Gegen den FC Sevilla spielte Ivanschitz gegen den Ball im flachen 4-4-2 neben Adam Szalai den anlaufenden zweiten Stürmer, im eigenen Ballbesitz im 4-2-3-1 durfte sich der Österreicher auf der Zehnerposition austoben. Das gelang recht gut. Ivanschitz hatte eine Topchance, er legte Szalai mit einem diagonalen Pass in die Tiefe eine Riesenchance auf und er bereitete mit einem perfekt gesteckten Tiefenpass das 3:1 durch Maxim Choupo-Moting vor.

    Und dazwischen, auch das ist Tuchel extrem wichtig, arbeitete der Vorbereiter Ivanschitz viel in den defensiven und offensiven Abläufen. Jeder weiß, dass er das kann. Nur wie oft hintereinander, das wird in dieser Saison zu beantworten sein. Ein hoher Stellenwert im Austria-Team könnte diesen Prozess hin zu einer verlässlichen Qualität unterstützen.

    Und das gilt letztlich auch für Julian Baumgartlinger, der in seiner zweiten Saison am Bruchweg spielerisch und im taktischen Verhalten den nächsten wichtigen Schritt machen will. Reinhard Rehberg

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