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    Einwurf: Gefühlslage? Gespalten!

    Vorhang auf für das Schwarzmeer-Theater. Die Putin-Spiele haben begonnen. Untrügliches Zeichen dafür, dass sie sich nicht haben verhindern lassen. Gute Gründe dafür hätte es mehr gegeben als Schnee auf den Höhen des Kaukasus. Doch wo er jetzt schon mal dran ist, der Giganten-Stadl, wird es sich nicht vermeiden lassen, auch über ihn zu berichten.

    RZ-Sportredakteur Klaus Reimann.
    RZ-Sportredakteur Klaus Reimann.

    Klaus Reimann zu Sotschi und seinen Nebenwirkungen

    So in etwa lässt sich die Gefühlslage in der Redaktion beschreiben. Sie ist in jedem Fall gespalten. Ungetrübte Freude sieht anders aus.

    Gilt es doch, eine Gratwanderung bei der Berichterstattung über das olympische Geschehen zu meistern. Vom Selbstverständnis eines Sportredakteurs her ist es geradezu Pflicht, den Top-Leistungen der Athleten Rechnung zu tragen. Diese haben schließlich jahrelang auf dieses Großereignis hin trainiert und können nichts für das Unvermögen und die Bestechlichkeit von Spitzenfunktionären. Auch wenn in punkto Leistungsvermögen immer mal wieder eine Frage auftaucht, die unabhängig von Sotschi an Aktualität nichts verloren hat: Geht da alles mit rechten Dingen zu?

    Die Kür ist die weitaus schwierigere Übung – dem sportlich Dargebotenen gerecht zu werden, ohne damit das Gesamtkunstwerk allzu sehr in den kaukasischen Himmel zu heben. Denn das hieße, dem Mann zu huldigen, der Olympia als Selbstinszenierung verstanden wissen will. Wohl dem, der für Schmierentheater etwas übrig hat. Es mögen friedliche Spiele werden. Was nicht zwangsläufig heißt, mit allem seinen Frieden zu machen, was Olympia in Sotschi in Misskredit gebracht hat. Betrachten wir es als sportliche Herausforderung.

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