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Neuwied

VC Neuwied verpasst den zweiten Satzgewinn

Viel hatten sie sich sowieso nicht ausgerechnet, die Volleyballerinnen des Zweitligisten VC Neuwied. Doch nach der 1:3 (25:23, 15:25, 19:25, 20:25)-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg überwog dennoch die Enttäuschung. Zuspielerin Jana Schäbitz sprach wohl für die meisten Teamkolleginnern, als sie feststellte: „Einen Punkt hätten wir schon gern mitgenommen.“

Maike Henning (links) stellte mit ihren Schmetterbällen von der Außenposition den Vilsbiburger Block (von rechts Hailey Jones und Whitney Follette) immer wieder vor unlösbare Probleme. Fotos: Jörg Niebergall
Maike Henning (links) stellte mit ihren Schmetterbällen von der Außenposition den Vilsbiburger Block (von rechts Hailey Jones und Whitney Follette) immer wieder vor unlösbare Probleme. Fotos: Jörg Niebergall
Foto: niebergall

Dafür hätten die Deichstadtvolleys nach dem ersten noch einen weiteren Satz gewinnen müssen. „Leider waren unsere Angaben nicht mehr so gut wie im ersten Satz“, stellte VCN-Trainer Bernd Werscheck fest, räumte aber auch „ganz sachlich“ ein: „Vilsbiburg ist auf drei bis vier Positionen besser besetzt als wir.“

Über die Wahl der besten Spielerinnen beider Teams, Lilly Werscheck (19, links) und Liana Mesa Luaces (40), gab es bei den Experten keine Diskussionen.
Über die Wahl der besten Spielerinnen beider Teams, Lilly Werscheck (19, links) und Liana Mesa Luaces (40), gab es bei den Experten keine Diskussionen.
Foto: niebergall

In der Kubanerin Liana Mesa Luaces, die kurz nach Weihnachten 40 Jahre jung geworden ist, verfügt sein Vilsbiburger Trainerkollege Luca Tarantini über eine Ausnahmespielerin, die mit Klasse und Routine vor allem in kniffligen Situationen zuverlässig eingreift und Schaden von ihrem Team abwendet. Sie und die Spielführerin Magdalena Greiner (25), die schon nach acht Ballwechseln beim 4:4 im ersten Satz für die etwas überfordert wirkende 17-jährige Paula Hötschl eingewechselt wurde, sollen das junge Team führen, dessen Durchschnittsalter ansonsten um die 20 Jahre liegt.

Da würden auch die Neuwiederinnen Maike Henning (18) und Lilly Werscheck (19) gut reinpassen. Vor allem die Trainertochter, die von Gästecoach Tarantini zur besten VCN-Spielerin ernannt wurde, glänzte mit einer selbstbewussten und aggressiven Vorstellung und machte auch den Herrn Papa ein bisschen stolz: „Sie hat ihre Sache gut gemacht. Wie eine Große.“

Dann musste Bernd Werscheck los, um sich bei Maike Henning zu entschuldigen, denn die hatte er in der Schlussphase des Spiels nach einem verschlagenen Schmetterball mit einem kräftigen „Anschiss“ ziemlich aus der Fassung gebracht: „Ich habe sie ein bisschen hart angesprochen“, gab Werscheck zu, „das müssen wir jetzt ausräumen.“

Insgesamt zeigten die Deichstadtvolleys eine gute Mannschaftsleistung, was auch dem Gästetrainer Tarantini auffiel: „Im Vergleich zum Hinspiel, das wir 3:0 gewonnen haben, stand heute eine komplett andere Neuwieder Mannschaft auf dem Feld.“ Die im ersten Satz mit scharfen Angaben, präzisen Abschlüssen und starken Blocks den favorisierten Gästen Probleme bereitete und in der entscheidenden Phase starke Nerven bewies, bis Maike Henning ihr Team zur 1:0-Führung schmetterte.

Dafür verloren die Neuwiederinnen im zweiten Durchgang schnell den Anschluss gegen die präzisen Angriffszüge der Gäste, die in der Kanadierin Whitney Follette und der US-Amerikanerin Pati Anae weitere Leistungsträgerinnern hatten. Im dritten Satz hängten sich die Gastgeberinnen noch mal richtig rein, um den ersehnten Punkt zu holen. Bis zum 11:11 hielten sie gut mit, lagen sogar meistens knapp vorn, doch dann ließen sie bei einer Aufschlagserie von Magdalena Greiner abreißen (11:15) und mussten schließlich der individuellen Klasse des Gästeteams Tribut zollen.

„Ich bin überhaupt nicht unzufrieden“, zog Bernd Werscheck Bilanz. „Was wir können, haben wir gemacht, und nächstes Jahr können wir mehr. Gerade unsere jungen Spielerinnen lernen ständig dazu und werden immer besser.“ Am liebsten schon am kommenden Sonntag, denn da kann der VCN mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht TG Bad Soden schon den Klassenverbleib sicherstellen.

VC Neuwied: Kamarah, Jana Schäbitz, Werscheck, Overländer, Legcevic, Henning, Lea Schäbitz, Hoffmann, Hellmann.

Rote Raben Vilsbiburg II: Jones, Greiner, Hötschl, Kastrati, Follette, Anae, Mesa Luaces, Hölzer, Brandhuber.

Schiedsrichter: Miriam Weickert (Bingen) und Anja Dahl (Wiesbaden).

Zuschauer: 200.

Spielfilm, 1. Satz: 1:0, 1:4, 5:5, 6:11, 12:11, 15:12, 19:16, 19:18, 20:20, 21:22, 23:22, 25:23. 2. Satz : 1:0, 1:4, 4:9, 8:9, 8:15, 9:18, 13:19, 14:234, 15:24. 3. Satz: 0:1, 5:5, 9:7, 11:11, 12:15, 15:16, 16:21, 19:22, 19:25. 4. Satz: 0:2, 5:5, 8:8, 10:12, 13:16, 14:19, 16:21, 18:23, 20:23, 20:25.

Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

„Was wir können, haben wir gemacht, und nächstes Jahr können wir mehr.“

Der Neuwieder Trainer Bernd Werscheck zieht auch aus der Heimniederlage gegen Vilsbiburg II die positiven Aspekte heraus.

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Volleyball

2. Bundesliga Süd Frauen

VC Neuwied - Rote Raben Vilsbiburg II  1:3 MTV Stuttgart II - TG Bad Soden  3:0 NawaRo Straubing - Volleys Sonthofen  3:0 VC Printus Offenburg - VV Grimma  3:0 SV Lohhof - VC Olympia Dresden  3:1

 1. VC Printus Offenburg  12 33: 5 33  2. NawaRo Straubing  12 32:11 30  3. Rote Raben Vilsbiburg II  12 30:13 27  4. VV Grimma  12 25:19 22  5. Volleys TSV Sonthofen  12 21:25 18  6. SV Lohhof  12 21:26 15  7. MTV Stuttgart II  12 19:27 14  8. VC Neuwied  13 18:30 13  9. VC Olympia Dresden  13 15:35  6 10. TG Bad Soden  12 10:33  5

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