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    Sonthofen

    Deichstadtvolleys drehen dem Meister den Allgäu Strom ab

    Die Volleyballerinnen des VC Neuwied haben gleich zum Beginn der neuen Saison eine Botschaft an die Liga verschickt. Der 3:2 (18:25, 25:22, 14:25, 25:18, 15:10)-Erfolg beim amtierenden Meister der 2. Bundesliga Süd, den Allgäu Strom Volleys Sonthofen, ist eine faustdicke Überraschung. Nicht nur der Sieg allein, die Art und Weise, wie das junge Neuwieder Team seine erste Aufgabe löste, ist beachtenswert.

    Trainer Ralf Monschauer führte die Deichstadtvolleys zum überraschenden Auftaktsieg beim amtierenden Meister Allgäu Strom Volleys Sonthofen.  Foto: Jörg Niebergall
    Trainer Ralf Monschauer führte die Deichstadtvolleys zum überraschenden Auftaktsieg beim amtierenden Meister Allgäu Strom Volleys Sonthofen.
    Foto: Jörg Niebergall

    Beide Mannschaften haben eins gemeinsam. Sie sind neu formiert worden. Die Allgäuerinnen probierten es erst mal mit einen kleinen „Psychospielchen“. Sie präsentierten ihren Fans und den Gästen vor dem Spiel den Meisterpokal, den sie sich in der vergangenen Saison verdient hatten.

    „Das war alles eine Frage der Energie“, kommentierte Neuwieds Assistenztrainer Ralf Monschauer, der seinen am ersten Spieltag verhinderten Chef Bernd Werscheck vertrat, nach knapp zwei Stunden effektiver Spielzeit vor 560 Zuschauern. Dass die Energiefrage beim vom regionalen Stromanbieter unterstützten Gastgeberteam letztlich zu dessen Nachteil die entscheidende Rolle spielen sollte, ahnte nach dem ersten Satz noch niemand im Publikum.

    Der VCN begann mit Jana Schäbitz am Netz, Lea Schäbitz, Maike Henning, Sarah Kamarah, Lilly Werscheck und Lena Overländer. Die beeindruckende Atmosphäre in der Allgäu-Sporthalle beunruhigte die Deichstadtvolleys auch nach einem schnellen Rückstand nicht. Mit starken Angaben zwangen sie Sonthofen beim Stand von 10:6 für den VCN zur ersten Auszeit. Doch nun hatte Sonthofen die Batterie aufgeladen. Die Gastgeberinnen hatten ein paar glücklichere Aktionen und die in dieser Phase überragende die 1,90 Meter große Linkshänderin Jelena Zulj auf ihrer Seite.

    Zum zweiten Satz kam bei Neuwied an ihrem 33. Geburtstag der kroatische Neuzugang Antonija Legcevic aufs Feld. Die Mädels vom Rhein schienen die Stimmung von der Tribüne zu nutzen, um die eigenen Akkus aufzuladen. Was die Annahme und Feldabwehr in der Folge gewinnbringend ans Netz brachten, verteilte Jana Schäbitz variabel. Henning und Overländer zeigten immer wieder ihr Potenzial mit starken Angaben, die Sonthofen extreme Probleme machten. Nach jedem Punktgewinn zeigte sich die positive Energie im VCN-Team. Mit 25:22 gewannen die Gäste folgerichtig den zweiten Satz.

    Nach einer Spielpause von zehn Minuten schienen sich die Favoritinnen noch mal an ihren Sponsor zu erinnern und setzten neue Energien frei. Zeitig lagen sie klar vorne und brachten den dritten Satz sicher durch. Neuwieds Coach Monschauer blieb ob des klar verlorenen Satzes cool: „Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder wir sparen Energie oder wir kämpfen uns unter großem Aufwand noch mal heran.“ Er entschied sich mit seinen Mädels für die erste Variante, der VCN ließ den Satz laufen und konzentrierte sich auf den vierten Durchgang.

    Mit dem Elan, mit dem die Deichstadtvolleys fortan agierten, hatte der Meister nicht gerechnet. Das äußerst faire Publikum staunte ebenfalls nicht schlecht und sparte ob der vielen langen, spannenden Ballwechsel nicht an Applaus für beide Mannschaften. Neuwied steigerte sich immer mehr, kämpfte um jeden Punkt und marschierte mit sattem Vorsprung in Richtung Tiebreak. Im Entscheidungssatz zogen die Deichstadtvolleys endgültig den Stecker aus dem Sonthofener Akku, der nach vier Sätzen schon fast leer gewesen war.

    Neuwieds Mannschaft zeigte sensationell viel Spaß auf dem Spielfeld. Jede Einwechslung passte zielgenau, egal ob es die Libera Sara Mahrokh, Sabine Hoffmann oder Anika Voigt war, die ins Spiel kam. Einzig Jule Hellmann blieb, erstmals im Kader bei einem Zweitligaspiel, ohne Einsatzzeit. Was ihr aber beim gemeinsamen Jubel nicht anzumerken war.

    Sonthofens Trainer Andreas Wilhelm stand noch lange unter dem Eindruck der für sein Team unerwarteten Niederlage: „Kompliment an die Neuwiederinnen. Ich habe bei ihnen eine große Freude am Spiel gesehen“, sagte er.

    „Das ist eine tolle Überraschung und eine prima Werbung für unser erstes Heimspiel. Vieles hat schon gut geklappt. Der Ausgang ist ein wenig glücklich, aber für uns dennoch verdient“, zog Ralf Monschauer Bilanz. Es war eben alles eine Frage der Energie.

    Allgäu Strom Volleys Sonthofen: Karnbaum, Burbrink, Senst, Zulj, Mirtl, Kunz, Keller, Veronika Kettenbach, Alexandra Kettenbach, Liebchen, Strobl, Müller, Niemczyk.

    VC Neuwied: Jana Schäbitz, Henning, Kamarah, Lea Schäbitz, Overländer, Werscheck, Mahrokh, Legcevic, Voigt, Hoffmann, Hellmann.

    Schiedsrichter: Markus Harsch (Rudersberg) und Frank Zacharias (Gerstetten). – Zuschauer: 560.

    Spielfilm, 1. Satz: 3:1, 4:2, 5:5, 6:10, 7:11, 10:12, 11:13, 15:14, 17:15, 21:16, 25:18. 2. Satz: 2:0, 4:1, 5:5, 8:7, 9:11, 10:12, 12:16, 14:18, 17:19, 19:22, 20:23, 22:25. 3. Satz: 2:3, 3:4, 5:5, 7:6, 12:7, 13:9, 16:10, 20:12, 22:13, 25:14. 4. Satz: 3:2, 4:5, 5:7, 7:8, 8:9, 9:13, 10:14, 12:17, 15:18, 16:19, 17:21, 18:25. 5. Satz: 1:6, 3:8, 4:9, 5:10, 8:12, 9:13, 10:15.

    Aus Sonthofen berichtet unser Mitarbeiter Jörg Linnig

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