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    Meisenheim

    Magro-Arzt ist nicht zu stoppen

    Das war mehr als eine Vorentscheidung. Die TuS Kirn hat mit einem 29:23 (13:13)-Derbysieg bei Verfolger SSV Meisenheim einen gewaltigen Schritt in Richtung Meisterschaft in der Handball-Verbandsliga gemacht. Die Gäste zeigten vor 400 Zuschauern in der Sporthalle des Meisenheimer Paul-Schneider-Gymnasiums in der zweiten Hälfte eine starke Leistung und verdienten sich den Erfolg vor allem dank ihrer starken Einzelspieler. "Das war ein Sieg des Willens und der individuellen Arbeit. Spielerisch können wir es eigentlich besser", analysierte Maouia ben Maouia, der Trainer der Kirner.

    Augen zu und durch: Rechtshänder Marco Magro-Arzt kann auch mit links werfen und lässt sich von den Meisenheimern Philip Gehres (Nummer 97) und Hubertus Ohliger nicht aufhalten. Florian Deyer (13) und Clemens Walker müssen nicht eingreifen. Magro-Arzt war der Kirner Matchwinner.  Foto: Klaus Castor
    Augen zu und durch: Rechtshänder Marco Magro-Arzt kann auch mit links werfen und lässt sich von den Meisenheimern Philip Gehres (Nummer 97) und Hubertus Ohliger nicht aufhalten. Florian Deyer (13) und Clemens Walker müssen nicht eingreifen. Magro-Arzt war der Kirner Matchwinner.
    Foto: Klaus Castor

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    Wille und Klasse demonstrierte vor allem Marco Magro-Arzt, der mit zwölf Toren zum Mann des Abends avancierte. Schon in der Anfangsphase hatte er die Kirner im Spiel gehalten. Der SSV hatte den besseren Start erwischt. Linksaußen Lukas Münz erreichte als Erster Betriebstemperatur und versenkte den Ball mehrfach. Zudem packte die Abwehr der Meisenheimer glänzend zu, hielt Magro-Arzt weit vom Tor entfernt. Trotzdem markierte der Kirner die ersten drei Treffer der TuS. Lange bestimmten die Meisenheimer den Takt des Spiels. Allerdings schafften sie es nicht, sich dauerhaft abzusetzen. Ein 9:6 egalisierte die TuS genauso wie ein 11:9. "Insgesamt war ich aber mit unserer ersten Hälfte sehr zufrieden, auch weil sich das Team an die Marschroute gehalten hat und wir im Angriff die Tore nach schönen Abläufen herausgespielt haben", sagte SSV-Spielertrainer Hubertus Ohliger.

    Den ersten Akzent des zweiten Abschnitts setzte wie in Hälfte eins Münz, doch danach war es um die Meisenheimer geschehen. Die Initialzündung gab natürlich Magro-Arzt. Das 14:14 erzielte er in Not, da die Schiedsrichter bereits Zeitspiel angezeigt hatten. Innerhalb der nächsten 13 Minuten setzte sich die TuS dann auf 20:16 ab. Beim 18:20 keimte ein wenig Hoffnung im Meisenheimer Lager auf, doch mit einer 6:1-Serie machten die Gäste, die in Hälfte zwei nahezu komplett mit den gleichen sieben Akteuren agierten, alles klar. "Wir haben hinten zu wenig Gegenwehr gezeigt und vorne dämliche Abschlüsse genommen. Die Kirner haben ihren Stiefel runtergespielt, während wir den Kopf verloren haben. Die Jungs haben die gleichen individuellen Qualitäten wie die Kirner, aber sie haben sie nicht abgerufen", ärgerte sich Ohliger. Viele seiner talentierten Youngster tauchten nach dem Seitenwechsel ab. Clemens Walker blieb extrem blass, erzielte nur ein Tor. Philip Gehres, der in Hälfte eins immer wieder früh die Kirner Angriffe unterbunden hatte, bekam keinen Zugriff mehr. Ein Lichtblick war Luca Hochstetter, der oft zupackte und am Kreis immer wieder für Gefahr sorgte.

    "Wir haben etwas gebraucht, bis wir im Angriff die richtigen Mittel gefunden haben. Als die Jungs erkannt haben, wie es geht, haben sie die Abläufe immer wiederholt und hatten Erfolg", erklärte ben Maouia. Bemerkenswert, wie zielstrebig Magro-Arzt seine Treffer erzielte, zweimal versenkte der Rechtshänder sogar Würfe mit links. "Wichtig war aber auch, dass Marco und die anderen stets die Nerven bewahrt haben. Die Disziplin war ganz wichtig in diesem Spiel. Das habe ich der Mannschaft deutlich gesagt, und sie hat sich daran gehalten", lobte ben Maouia.

    Er hatte bereits früh den Torwart gewechselt und damit richtig gelegen. Michael Lengert hielt gut, leitete zudem mit langen Pässen zwei wichtige Tempogegenstöße ein. Lengerts Zuspiel in der 40. Minute versenkte Julian Sehls mit einem Hechtsprung zum 18:15. Ben Maouia resümierte: "Mein Team hat sehr motiviert, dass vorher die zweiten Männer und die Frauen gewonnen haben. Drei Erfolge in Meisenheim, es könnte mir derzeit nicht besser gehen."

    Ohliger bilanzierte: "Die Kirner haben verdient gewonnen. Wir hatten in Hälfte eins den richtigen Weg eingeschlagen, doch in der zweiten Hälfte ist dann unser Kartenhaus zusammengebrochen. Ich habe das Gefühl, es wäre mehr drin gewesen." Hat er in der Nacht nach dem Spiel von Magro-Arzt geträumt? "Nein, ich habe mich vielmehr nach dem Spiel sehr gut mit ihm unterhalten. Er ist einfach ein glänzender Spieler, der seine Aktionen bis zum Schluss durchzieht. Aber wir haben es ihm auch viel zu leicht gemacht", antwortete Ohliger. In Sachen Meisterschaft urteilte der SSV-Trainer: "Selbst wenn wir gewonnen hätten, wären wir auf fremde Hilfe angewiesen. Wir müssen nun alles dafür geben, die Option Platz zwei zu erhalten."

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