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    Völklingen

    TuS Koblenz startet im Schlafwagen und verliert zu neunt

    Petrik Sander nahm kein Blatt vor den Mund: „Das Spiel lässt sich fix zusammenfassen: Dafür gibt es ein Wort mit x“, kommentierte der Trainer der TuS Koblenz die 2:3 (1:2)-Niederlage im Auftaktspiel der Fußball-Regionalliga Südwest beim Aufsteiger Röchling Völklingen. In der Tat: Das war über weite Strecken nix, was die TuS ihren mitgereisten Fans anbot. Sander: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir derart überheblich und lethargisch gespielt, wie ich es von meiner Mannschaft noch nie gesehen habe.“

    Nach seinem frühen Elfmetertor fiel Andreas Glockner (rechts im Duell mit dem Völklinger Caner Metin) vor allem dadurch auf, dass er sich wegen unablässiger Beschwerden eine Gelb-Rote Karte einhandelte und sein Team auch für die anstehende Partie in Stuttgart schwächte. Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
    Nach seinem frühen Elfmetertor fiel Andreas Glockner (rechts im Duell mit dem Völklinger Caner Metin) vor allem dadurch auf, dass er sich wegen unablässiger Beschwerden eine Gelb-Rote Karte einhandelte und sein Team auch für die anstehende Partie in Stuttgart schwächte.
    Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher

    Besonders kritisch nahm sich Sander seinen designierten Spielmacher zur Brust. Andreas Glockner, der die TuS schon nach zehn Minuten mit einem Foulelfmeter in Führung gebracht hatte (Sander: „Das frühe 1:0 war Gift für uns“), handelte sich nach einer Stunde beim Stand von 3:1 eine Gelb-Rote Karte ein, weil er gar nicht aufhören wollte, sich beim Schiedsrichter über einen nicht gegebenen Foulelfmeter zu beschweren. Referee Christof Günsch zückte erst Gelb, dann Rot. „Gerade er als eine tragende Säule in unserem Spiel muss in bestimmten Situationen Ruhe bewahren, auch wenn es schwer ist“, kritisierte Sander.

    Kurioserweise spielten die favorisierten Gäste vor 1307 Zuschauern in Unterzahl besser als zuvor. „Das war der Mut der Verzweiflung“, meinte Michael Stahl, den als einen der erfahrenen TuS-Spieler der Zorn des Coaches besonders hart traf. „Die Kritik müssen wir akzeptieren“, meinte Stahl, „es ist auch mein Anspruch, mit Leistung voranzugehen.“ Sander schimpfte: „Die Spieler sollen nicht machen, was sie gerne möchten, sondern was ich will. Das schließt individuelle Freiheiten nicht aus. Wenn die abgesprochenen Lösungen A, B und C nicht funktionieren, muss ich als Leistungsträger eben eine Lösung D finden.“

    Nach der frühen Führung, die das Koblenzer Spiel eigentlich hätte beruhigen müssen, verpasste die TuS die Gelegenheit, einem angeschlagenen Gegner den Knockout zu versetzen, gab im Gegenteil die Partie Zug um Zug aus der Hand. Immer größer wurden die Löcher im Mittelfeld, in denen sich die erfahrenen Völklinger Nico Zimmermann und Milan Ivana nach Belieben tummelten. Zimmermanns krachender Innenpfostentreffer nach einer halben Stunde weckte die Gastgeber auf, nicht aber die Gäste. „Wenn der Ball an den Pfosten klatscht, muss das die Spieler doch wachrütteln“, ärgerte sich Sander, „wir haben aber weiter Schlafwagenfußball gespielt.“ Als die Nachspielzeit der ersten Halbzeit bereits lief, fand Zimmermanns Flanke den Röchling-Kapitän Rouven Weber am langen Pfosten völlig ungedeckt. Dessen ersten Versuch wehrte André Marx auf der Linie noch ab, der zweite saß. Und als eine Minute später Ivana am linken Strafraumeck Maß nahm, hinderte ihn keiner am präzisen Schlenzer in den Winkel. Zehn Minuten nach Wiederbeginn marschierte der zweimalige Torvorbereiter Zimmermann ungehindert durchs Mittelfeld und sorgte mit dem 3:1 schon für die Entscheidung.

    Der 3:2-Anschlusstreffer, den der unermüdliche Kapitän Marx nach einer Ecke per Fallrückzieher erzielte, weckte noch mal Hoffnung, doch die Koblenzer Anfälligkeit für Konter bot dem Aufsteiger immer wieder Chancen, den Vorsprung zu erhöhen, und zwang Daniel van der Bracke zur Notbremse, die ihm die Rote Karte einbrachte (87.).

    In letzter Minute biot sich den eingewechselten Erik Wekesser und Michael Schüler noch eine Doppelchance zum Ausgleich, doch die leidenschaftlich kämpfenden Völklinger retteten zweimal auf der Linie. „Der Ausgleich wäre des Guten zu viel gewesen“, räumte Sander ein, „die Völklinger haben sich die Punkte redlich verdient.“ Das fand auch sein Röchling-Kollege Günter Erhardt: „Wir haben 70 Minuten lang nicht nur gekämpft, sondern auch gut Fußball gespielt. Eine solche Leistung hatte ich nicht erwartet. Wir haben gezeigt, dass wir wettbewerbsfähig sind.“ Die TuS ist diesen Beweis im ersten Saisonspiel noch schuldig geblieben.

    Von unserem Redakteur Stefan Kieffer

    SV Röchling Völklingen: Buhl – Lundy, Zimmer,Weber, Scheffer – Meridja (80. Wollbold), Zimmermann – Metin (71. Lo Scrudato), Andreas, Ivana (66. Dimitrijevic) – Mpassi.

    TuS Koblenz: Keilmann – Antonaci (68. Schüler), Marx, von der Bracke, Marco Müller – Stahl, Bajric (59. Wekesser) – Lahn (83. Käfferbitz), Glockner, Popovits – Bozic.

    Schiedsrichter: Christof Günsch (Frankenberg) – Zuschauer: 1307.

    Tore: 0:1 Andreas Glockner (10., Foulelfmeter), 1:1 Rouven Weber (45.+1), 2:1 Milan Ivana (45.+2), 3:1 Nico Zimmermann (55.), 3:2 André Marx (76.).

    Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Andreas Glockner (60.) wegen wiederholten Meckerns, Rote Karte für Daniel van der Bracke (87., beide Koblenz) wegen Notbremse.

    Gelbe Karten: Dimitrijevic, Scheffer, Meridja – Marx, Bozic, Wekesser.

    Nächste Aufgabe für die TuS: Am Mittwoch (19 Uhr) bei den Stuttgarter Kickers.

    Oberwerth: Neue Leitungen, neue Pumpen, neue Treppen

    Die Bauarbeiten im Stadion Oberwerth kosten insgesamt 3,2 Millionen Euro. Davon entfallen allerdings nur 700.000 Euro auf die Erneuerung der Tartan-Laufbahn, wie die Stadt Koblenz in einer Pressemitteilung klarstellte. Die Restsumme betrifft vornehmlich Entwässerungsarbeiten gemäß den Auflagen der Oberen Wasserschutzbehörde wie die „Erneuerung der kompletten Leitungs- und Kanalsysteme sowie der Bau von Pumpwerken in spezieller Bauweise“.

    Außerdem müssen, so heißt es in der Pressemitteilung, alle „Verkehrsflächen“ innerhalb und außerhalb des Stadions neu befestigt sowie die Fußwege rund ums Stadion und die Treppen auf der Tribüne neu gebaut werden. Ab dem 15. September, so hat die Stadt versprochen, soll die TuS im Stadion wieder Fußball spielen können.

    TuS Koblenz
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