40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Regionalsport extra
  • » Bad Kreuznach
  • » Bei Fließgartens drittem Sieg: Lob aus Leipzig für das  Windesheimer Radrennen
  • Aus unserem Archiv
    Windesheim

    Bei Fließgartens drittem Sieg: Lob aus Leipzig für das  Windesheimer Radrennen

    Andreas Fließgarten fährt über die Ziellinie, reißt die Arme nach oben und schreit seine Freude laut heraus. Zum dritten Mal hat das Rad-Ass des Teams Möbel Ehrmann den Großen Preis des Autohauses Fleischhauer gewonnen. Der dritte Sieg bei der sechsten Auflage des Renners in Windesheim wohlgemerkt.

    Da staunen die Zuschauer: Das Feld mit Sieger Andreas Fließgarten an der Spitze kommt mit hohem Tempo um die Kurve geschossen.  Foto: Klaus Castor
    Da staunen die Zuschauer: Das Feld mit Sieger Andreas Fließgarten an der Spitze kommt mit hohem Tempo um die Kurve geschossen.
    Foto: Klaus Castor

    „Das ist definitiv mein Lieblingsrennen, zumal ich ja mal in Windesheim gewohnt habe und viele Menschen kenne, die uns angefeuert haben“, sagte der Sieger, der direkt wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Mein Teamkollege Fabian Genuit ist brutal für mich gefahren. Ihm gehört ein großes Dankeschön.“ Von der ersten der 60 Runden an war es unruhig im Feld. Von einem Einrollen oder Abtasten keine Spur. Nahezu in jeder Runde wurden Attacken gefahren – auch oder gerade von den ambitionierten Männer im Feld. So versuchte beispielsweise Christopher Hatz sich abzusetzen. Er war in diesem Jahr mit dem Team Lotto Kernhaus Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren geworden. Auch der U23-Sieger des Bremer Sechstage-Rennen, Moritz Augenstein, ritt einen Ausreißerversuch. Doch vor allem die beiden großen Teams im Feld, Erdinger alkoholfrei und Möbel Ehrmann, agierten aufmerksam. In der zwölften Runde war es dann eine große Gruppe, die sich vom Hauptfeld absetzte. Die zunächst neun Mann reduzierten sich schnell auf sechs, die aber gut zusammenarbeiteten. Und da beide Topteams vorne vertreten waren, hielt das Hauptfeld die Füße oder besser die Räder still.

    Nach 32 Runden schlossen sie mit einer Runde Vorsprung zum Hauptfeld auf, und so war klar, dass der Sieger aus dieser Sechsergruppe kommen würde. „Das Rennen war vor allem in der Anfangsphase unheimlich schnell und schwierig“, berichtete Fließgarten und ergänzte: „Erst als die Sechsergruppe stand, kristallisierte sich etwas heraus.“ Genuit übernahm nun viel Führungsarbeit, bot seinem Teamkollegen Fließgarten immer wieder Windschatten an. „Da ist Radsport dann eben ganz extrem Teamwork. Fabian hat dann auch für mich den Sprint angezogen. Mir war klar, dass ich als Erster um die Kurve am Tennisheim komme und dann alles geben muss. Und genau so kam es. Die Freude ist reisengroß, erneut in Windesheim gewonnen zu haben“, erklärte der Sieger. Robin Fischer vom Team Erdinger holte sich Rang zwei.

    Das Hauptrennen war an Action und Dramatik kaum zu überbieten. Es ist schon eine Augenweide und atemberaubend, mit welchem Tempo die Piloten über den ein Kilometer langen Kurs fahren und wie sie speziell die beiden Hauptattraktionen, die Kurve am Tennisheim und den Anstieg in der Talstraße, bewältigen. Für viele Windesheimer ist der Tag der Deutschen Einheit dank des Radrennens mittlerweile ein doppelter Feiertag. Sie grillen vor ihren Häusern, machen Party, bestaunen und beklatschen die Fahrer. „Mir hat es super gefallen in Windesheim“, sagte denn auch Uwe Hecht. Er kam extra aus Leipzig angereist, um sein schwarz-rot-goldenes Trikot durch die Windesheimer Straßen zu tragen. Der Mann ist schließlich Deutscher Meister der Ü60. Und auch in Windesheim war er im Seniorenrennen nicht zu bezwingen. Doch dieses nahm ein kurioses Ende.

    Hechts Dauerrivale aus Wernigerode in Sachsen-Anhalt bekam zehn Runden vor Schluss technische Probleme, seine Schaltung funktionierte nicht mehr. Er musste auf dem größten Gang die Talstraße in Angriff nehmen. „Ich dachte schon, ich müsste aufgeben, aber es hat doch noch irgendwie funktioniert“, erklärte Grünig und gab fair zu: „Uwe war aber auch so an diesem Tag der Bessere.“ Hecht wartete sogar fair auf seinen Kontrahenten, wollte ihm die Möglichkeit geben, wieder heranzukommen. Erst als sich die Schaltprobleme als schwerwiegender erwiesen, gab Hecht wieder Gas. „Wir haben Sponsoren bei uns in Leipzig, wir haben Streckenposten. Aber trotzdem bekommen wir solche Rennen nicht hin, weil wir keine Genehmigungen für Straßensperrungen bekommen, Probleme mit den Behörden haben. Es ist toll, dass es solch ein Rennen in Windesheim gibt“, lobte der Mann aus Leipzig.

    Zu verdanken haben die Windesheimer ihre Attraktion Organisator Björn Weyh. „Wir sind sehr glücklich mit dem Verlauft. So viele Teilnehmer hatten wir beispielsweise im Nachwuchsrennen noch nie. Auch die Windesheimer sind mit Freude dabei. Alles super“, bilanzierte Weyh. Die Nachwuchsrennen gingen an Ares Gorg, Florian Stolp und Laura Weber. Das Hobbyrennen sicherte sich Patrick Ehnert aus Mainz, und das Rennen der Senioren II/III beendete Stefan Steiner (RG Vorderpfalz) als Erster.

    Wie bei den Elite-Männern kam es auch bei den Elite-Frauen zu einer Sprint-Entscheidung. Über die komplette Fahrtzeit waren Lydia Wegemund aus Gütersloh und Sarah Scharbach aus Reute Rad an Rad die Talstraße hinaufgedüst. Wegemund betonte nach dem Rennen: „Ich scheine mittlerweile zur Spezialistin für Sprintankünfte zu werden. Schon drei-, viermal war es nun knapp. Einmal dauerte die Kameraauswertung über eine halbe Stunde.“ So lange benötigte die Jury um Fabian Muth dieses Mal nicht, um die Gütersloherin zur Siegerin zu erklären. Sie bilanzierte: „Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Es ist aber auch zermürbend, ständig und so oft den Anstieg meistern zu müssen.“

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    Regionalsport extra (E)
    Meistgelesene Artikel
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach