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    Tuchel: 120 Minuten und ein Sieg für uns

    Trainer verströmt Zuversicht vor dem Pokalspiel heute Abend (19 Uhr) beim Bundesligisten Hannover 96- Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen.

    Sami Allagui (Mitte) erzielte den Führungstreffer für die 05er beim 1:1 im Bundesligaspiel in Hannover. Im Berliner Olympiastadion zeigte der Mittelstürmer zuletzt eine eher bescheidene Vorstellung.
Foto:  rscp
    Sami Allagui (Mitte) erzielte den Führungstreffer für die 05er beim 1:1 im Bundesligaspiel in Hannover. Im Berliner Olympiastadion zeigte der Mittelstürmer zuletzt eine eher bescheidene Vorstellung.
    Foto: rscp - rscp.de

    Trainer verströmt Zuversicht vor dem Pokalspiel heute Abend (19 Uhr) beim Bundesligisten Hannover 96- Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. "120 Minuten. Sieg für uns." Für Thomas Tuchel ist das Szenario klar. Der FSV Mainz 05 fliegt heute mit einer eigenen Chartermaschine von Egelsbach aus nach Niedersachsen und vor allem mit der deutlichen Absicht, in der zweiten Runde des DFB-Pokals die quälende Zeit der Sieglosigkeit mit einem echten Befreiungsschlag zu beenden.

    Der 05-Trainer traut dies seiner Mannschaft zu und gab sich in der gestrigen Pressekonferenz sehr betont zuversichtlich, dass der seit acht Spielen erfolglose Bundesligist heute Abend (19 Uhr) beim großen Favoriten Hannover 96 die dritte Runde im DFB-Pokal erreicht, möglicherweise dafür aber die Verlängerung benötigt.

    Pfeifen im Walde?

    Dass der Gegner, immerhin Tabellendritter in der Liga, am Sonntag gerade den FC Bayern München zu Hause geschlagen hat und ganz nebenbei überhaupt noch kein Heimspiel verloren hat, schreckt die 05er dabei nicht. "Dann wird es höchste Zeit, dass sie eins verlieren", sagt Tuchel. Ob dieser grenzenlose Optimismus des 05-Trainers das berühmte Pfeifen im Walde darstellt oder ob Formkurve, Selbstvertrauen und Überzeugung bei den 05ern wirklich derart gestiegen sind, wie Tuchel dies nach dem 0:0 vom Wochenende in Berlin empfindet, ist von außen nur schwer zu beurteilen. Es wird von allem etwas sein. Wahrscheinlich nährt das 1:1 in der Bundesliga, das die Mainzer am vierten Spieltag in Hannover erzielten und dabei dem Sieg schon nahe waren, die Hoffnungen und Erwartungen an dieses Pokalspiel. Nach dem Motto: Wir wissen, wie man diese 96er schlagen kann.

    "Nach dem Spiel gegen uns waren sie froh, dass es Unentschieden ausgegangen war", bestätigt Tuchel diesen Ansatz. "Wir wissen, wie man dort gut ausschauen kann, wie wir zu Chancen kommen und gewinnen können", sagte Tuchel. "Unser klares Ziel im Pokal ist das Weiterkommen." Die Verhaltensweisen, die im Stadion der 96er gefordert seien, kenne die Mannschaft. Er werde das Team so einstellen, dass es in der Lage sein könne, dort zu gewinnen."

    Angenehme Rollenverteilung

    Das klingt alles ganz gut, was Tuchel da an Optimismus verströmt. Das muss der Trainer in der aktuellen Situation, in der sich am Bruchweg alles an kleinen Erfolgserlebnissen wie dem Spiel ohne Gegentor bei Hertha BSC Berlin und der fußballerischen Dominanz der 05er im Olympiastadion klammert. Die Frage ist, ob die Mainzer Profis wirklich in der Lage sind, bei einem Gegner der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und der erwiesenermaßen große Qualität in seiner Mannschaft besitzt, diesen theoretischen Ansatz auch auf dem Platz umsetzen können.

    "Das ist eine Rolle, aus der heraus wir schon oft so manches geholt haben", sagt Tuchel. "Ich bin positiv gestimmt. Ich freue mich auf diese Partie, bin fest davon überzeugt, dass sich die Mannschaft das zutraut und dies auch in Hannover ausstrahlt. Es geht dort einzig und alleine um den Sieg. Das bietet die Möglichkeit, über sich hinaus zu wachsen. Und das traue ich uns ebenfalls zu."

    Tuchels Überlegungen resultieren aus den vergangenen Auftritten und aus der täglichen Trainingsarbeit. "Wir brauchen dieses Spiel, um weiter dran zu bleiben", sagt der 38-Jährige. "Unsere Formkurve steigt ganz klar nach oben. Wir werden dieses Spiel so angehen, als wäre es eine Bundesligapartie." Das bedeutet, dass der Trainer in der Aufstellung keine Rücksicht darauf nehmen will, dass drei Tage später schon das Liga-Heimspiel in der Coface Arena gegen den SV Werder Bremen auf dem Plan steht. Die 05-Profis, die im Moment die beste Form aufweisen, den Trainern den Eindruck vermitteln, die nötige Wettkampfhärte, den Behauptungswillen und die fußballerischen Voraussetzungen liefern, um das geplante Konzept in Hannover umzusetzen, sollen spielen. Was danach kommt, interessiert bis Mittwochabend erst einmal nicht.

    Deutliche Signale im Training

    "Es zählt jetzt nur das nächste Spiel, in dem wir unsere Form pflegen und den Sieg erzwingen wollen." Die Mannschaft habe im Training deutliche Signale gesendet. Die Form im Kader sei gewachsen. "Der Einsatzwille ist so groß, dass man die Spieler manchmal eher bremsen muss", behauptet Tuchel. "Der Konkurrenzkampf ist sehr groß geworden und auf einem hohen Niveau."

    Heute Morgen um zehn Uhr starten die 05er in Egelsbach in das Unternehmen DFB-Pokal. In Hannover bezieht der Bundesligist ein Tageshotel. Am Nachmittag steht die Mannschaftsbesprechung mit der Aufgabenverteilung auf dem Plan. Gestern Abend vor der Trainingseinheit gab's eine Videoeinstimmung. Tuchel zeigte seinen Profis noch einmal ausgewählte Bilder aus dem Ligaspiel in Niedersachsen, mit typischen Szenen, in denen sich die 05er gut verhielten gegen das, was die Mannschaft von Mirko Slomka anzubieten hatte. Und dann müssen die Profis zeigen, ob die Zuversicht ihres Trainers das richtige Gefühl war.

    Jörg Schneider

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