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    Im 05-Abwehrzentrum sind Fehler verboten

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    Mainz - Die Hoffnungen auf eine entspannte Schlussphase dieser Bundesligasaison sind erst einmal dahin. Der FSV Mainz 05 bleibt nach der 1:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin in der Coface Arena mittendrin im Geschäft jener gefährdeten Klubs, die gegen den Absturz in die Zweite Liga ankämpfen.

    Ein Zusammenhang zwischen seinem missglückten Rückpass vor dem 1:3 gegen Hertha BSC und den Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem Spitzenklub gebe es nicht, betont 05-Innenverteidiger Jan Kirchhoff. 
Foto: APF
    Ein Zusammenhang zwischen seinem missglückten Rückpass vor dem 1:3 gegen Hertha BSC und den Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem Spitzenklub gebe es nicht, betont 05-Innenverteidiger Jan Kirchhoff.
    Foto: APF

    Zwei Auswärtsspiele vor der Brust

    Was die Sache für das Team von Thomas Tuchel aber unangenehm erscheinen lässt, ist die Vorstellung, nun zwei Auswärtsspiele vor der Brust zu haben - am Samstag in Bremen, eine Woche drauf beim VfB Stuttgart. Christian Heidel, der 05-Manager, glaubt oder hat zumindest die Hoffnung, dass seine Profis mit diesem Druck vielleicht besser umgehen können als mit der scheinbaren Problemlosigkeit.

    Und der Trainer dachte schon am Samstag unmittelbar nach der Niederlage an die kommenden Aufgaben. Thomas Tuchel hat bislang meist Wege gefunden, seine Mannschaft aus schwierigen Phasen gestärkt herauskommen zu lassen. "Klar", sagt auch Eugen Polanski, wir stehen jetzt mehr unter Druck. "Wir sind uns dieser Lage bewusst und kommen als Kollektiv da wieder raus." Sieben Spiele stehen noch auf dem Programm, vier davon auswärts (nach Bremen und Stuttgart geht es noch nach München und Hamburg). Zu Hause erwarten die Mainzer noch den 1. FC Köln, den VfL Wolfsburg und zum Schluss Borussia Mönchengladbach.

    Problematisch könnte es für die Mainzer werden, sollten die beiden wichtigen Angreifer auf dem Level weiterspielen wie am Samstag. Adam Szalai und Mohamed Zidan kamen gegen die Hertha überhaupt nicht zurecht. In Szalais Fall hält Tuchel das für normal. Der Mittelstürmer hatte schließlich fast ein Jahr lang Verletzungspause, da sind Rückschläge im Leistungsvermögen an der Tagesordnung. Tuchel hofft jedoch, dass der Ungar nicht in diesem Leistungsloch bleibt und dass auch Zidan wieder Form und Treffsicherheit findet. Die Mannschaft brauche die Qualität beider Stürmer in den kommenden Wochen.

    Auffällig beim kleinen Ägypter war gegen die Hertha nicht nur dessen hohe Fehlpassquote und seine Ballverluste. Zidan hielt auch selten die Position, sah sich zu oft als zweite Spitze und rückte Szalai mehr und mehr auf die Pelle, so dass es im Zentrum noch weniger Platz zum Anspielen gab, als dies aufgrund der engen Abwehrarbeit der Berliner ohnehin schon der Fall war.

    "Das ganze Spiel gegen die Berliner ist in keinster Weise so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Jan Kirchhoff nach der Partie. Der Unglücksrabe, der mit einem gravierenden individuellen Fehler das entscheidende 1:3 von Ramos ermöglichte, erklärte sich persönlich zum Hauptverantwortlichen für die Niederlage. "Das 1:3 hat uns jede Chance geraubt, vielleicht doch noch einen Punkt zu holen", sagt der 21-Jährige. "Das fühlt sich gerade richtig schlecht an. Ich fühle mich persönlich sehr verantwortlich. Der Fehler war spielentscheidend, und das tut mir sehr leid für die Mannschaft."

    Kirchhoff: "Ich muss lernen"

    Der U-21-Nationalspieler ging härter mit sich ins Gericht, als es die Verantwortlichen taten. "Individuelle Fehler passieren nun mal, auch wenn sie entscheidend sind" sagt Tuchel, der seinem Lieblingsschüler daraus keinen Vorwurf ableiten will. "Aber das sind Sachen, über die wir immer wieder reden", erklärt Kirchhoff. "Vor allem, weil der Trainer zu mir sagt, dass ich auf der Innenverteidigerposition keine Fehler machen darf."

    Die macht der Abwehrspieler sonst auch eher selten. "Ich habe gedacht, ich wäre über diesen Punkt hinweg, dass mir so etwas passiert", sagt der 21-Jährige. "Jetzt ist es passiert, und ich muss lernen, dass mir ein solcher Fehler nicht noch einmal unterläuft."

    Einen Zusammenhang mit der Geschichte, dass offenbar hochkarätige Interessenten aus der Bundesliga an den Diensten des 05-Profis interessiert sind, mochte weder der Spieler noch der Trainer herstellen. Kirchhoff sei niemand, der bei einem solchen Mediengewitter wie vor dem Hertha-Spiel gleich zum Kiosk renne, weil er ein Thema in den nationalen Medien sei, sagte Tuchel.

    "Das ist ein gefundenes Fressen für euch", hält Kirchhoff den Journalisten vor. "Aber der Fehler hat absolut nichts damit zu tun. Ich will auch nicht darüber reden." Ihm sei zwar klar, dass ein solches Spiel parallel zu den Diskussionen um seine Person nicht sonderlich gut ankomme. "Es gibt aber unglückliche Zufälle, die passieren. Ich arbeite daran, dass sie nicht mehr geschehen." Seine volle Aufmerksamkeit gelte aber ausschließlich der Mannschaft, erklärt Kirchhoff. "Wir müssen jetzt Punkte holen, um uns da zu befreien. Das wird in jedem Fall eine enge Kiste." Jörg Schneider

    05-Trainer Thomas Tuchel: Die Kiste richtig schön vollgepacktEndspiele, so weit die Füße tragen
    Mainz 05
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