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    Gewollt, aber noch längst nicht perfekt

    Der Bundesligist Mainz 05 wird die Option für die Ablöse von Marcel Risse erst nach der Saison ziehen. Der Spieler wurde für die laufende Saison von Bayer Leverkusen ausgeliehen.

    Marcel Risse, der im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kurz vor Schluss fast noch den Ausgleich erzielt hätte, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison für Mainz 05 spielen. 
Foto:Eva Willwacher
    Marcel Risse, der im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kurz vor Schluss fast noch den Ausgleich erzielt hätte, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison für Mainz 05 spielen.
    Foto:Eva Willwacher

    Mainz - Die morgendliche Zeitungslektüre habe ihn doch leicht überrascht, erzählte Marcel Risse am Donnerstag.

    Ein Boulevardblatt hatte berichtet, der 21-jährige Offensivspieler bleibe über die laufende Bundesligasaison hinaus am Bruchweg, habe einen gültigen Vertrag beim FSV Mainz 05 bis 2014, und Christian Heidel überweise die fälligen 800.000 Euro an Bayer Leverkusen. "Ich bin verwundert", sagte Risse der MRZ. "Das ist doch noch gar nicht endgültig geklärt."

    Die 05er haben den Spieler für diese Saison in Leverkusen ausgeliehen. In den vergangenen Tagen und Wochen sind sich Spieler und Klub in Gesprächen darüber einig geworden, diese Zusammenarbeit zu verlängern. "Das ist von beiden Seiten so gewollt, aber es gibt da überhaupt keinen Zeitdruck", sagt Risse. Thomas Tuchel hatte sich diese Woche öffentlich dafür ausgesprochen, den variablen Offensivmann langfristig zu binden. "Das hat mich sehr gefreut, dass der Trainer dieses Vertrauen in mich setzt", erklärt der 21-Jährige. Die 05er können sich allerdings Zeit lassen, um Risse in Leverkusen abzulösen. Heidel muss die erforderlichen Optionen erst nach der Saison ziehen. Und es ist ein übliches Prozedere des 05-Managers, dies nicht vorher zu tun. Weil niemand weiß, was noch passieren kann.

    "Der Trainer sagt, er will Marcel gerne behalten. Dann ist für uns nicht viel zu tun", erklärte Teammanager Axel Schuster gestern. "Wir ziehen irgendwann die Option beim Spieler sowie bei Bayer 04, und schon hat Marcel einen Vertrag bei uns bis Juni 2014." Die Ablösesumme von 800.000 Euro, die im Raum steht, sei in etwa korrekt. So viel kostet die 05er das Gesamtpaket. "Ich fühle mich hier außerordentlich wohl. Ich bin hier gut aufgenommen worden und will weiter angreifen", betont der 05-Profi. Die nächste Gelegenheit zum Angriff ist für Marcel Risse von besonderer Bedeutung: Das Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln. Risse ist gebürtiger Kölner, hat noch eine Wohnung in der Stadt. Seine Familie lebt dort, die Freunde, mit denen der 21-Jährige viel Freizeit verbringt. "Für mich ist das beinahe ein Heimspiel. Nur, dass meine Freunde auf der anderen Seite sitzen." Die Mainzer fahren mit viel Wut im Bauch und mit dem festen Entschluss den Rhein hinab, die Punkte beim Drittletzten einzukassieren. "Wir wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird. In Köln herrscht nach dem Sieg gegen die Bayern viel Euphorie." Der Abstiegskandidat drehte bekanntlich zuletzt einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Erfolg. "Wir wissen, dass wir jeden schlagen können", sagt Risse. "Wir müssen wie immer auswärts den Kampf annehmen, darüber ins Spiel finden und unser Spiel durchdrücken."

    Sieben Auswärtssiege in der laufenden Bundesligasaison zeigen, dass hinter diesen Worten oft genug Taten stehen. Dank der aktuellen Form, in der sich die Mainzer zuletzt am Bruchweg präsentierten, fährt das Team mit viel Selbstvertrauen und Überzeugung nach Köln. Trotz des unglücklichen Gegentores gegen die Bremer Sekunden vor Schluss. "Das war eines der bittersten Erlebnisse, das ich je hatte", sagt Risse. "Wir waren wie in einem Schockzustand. Keiner wollte es wahr haben, was da passiert ist."

    Doch bereits einen Tag später habe die Mannschaft versucht, dieses 1:1 abzuhaken, positive Dinge herauszuziehen. Denn über 90 Minuten hatten die 05er gegen den SV Werder eines ihrer besten Heimspiele der Saison absolviert. Die Mannschaft überzeugte mit Laufbereitschaft, mit der Leidenschaft, mit der die 05er dem Gegner den Kampf anboten und aus dem 05-Strafraum fernhielten. Überzeugend auch der Spielwitz, die Klasse, mit der Tuchels Profis gelungene Kombinationen und Chancen heraus arbeiteten, um die Partie gewinnen zu können. Das soll der Ansatz für die Begegnung sein beim 1. FC Köln. Risse freut sich riesig auf den Auftritt in der Heimat und hofft auf einen Einsatz. "Ich bin fit", sagt der 21-Jährige. "Trotz der Blessuren zuletzt war ich nie richtig aus dem Training." Auch der gebrochene Finger behindere ihn nicht. "Der liegt in einer Schiene und ist gut gepolstert."

    Jörg Schneider

    Mainz 05
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