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Die Härtefälle sitzen auf der Tribüne

Nach fast neun Wochen Vorbereitung beginnt für den FSV Mainz 05 die neue Saison mit dem Pokalspiel beim Berliner AK. Der Bundesligist äußert sich zufrieden mit der Zusammenstellung des Kaders...

Die Härtefälle sitzen auf der Tribüne
Kein Tor beim 2:0-Sieg des Bundesligisten im Abschlusstest am Bruchweg gegen den FC Malaga, doch Torjäger Aristide Bancé (links) hat, wenn er fit ist, seinen Stammplatz im 05-Angriffszentrum sicher.
Foto: Bernd Eßling

Mainz – Nach fast neun Wochen Vorbereitung beginnt für den FSV Mainz 05 die neue Saison mit dem Pokalspiel beim Berliner AK. Der Bundesligist äußert sich zufrieden mit der Zusammenstellung des Kaders und glaubt fest daran, mit einer starken Mannschaft in die Runde gehen zu können. Die MRZ zeigt auf, wie das aussehen könnte.

Fast neun Wochen Vorbereitung haben die Fußballprofis des FSV Mainz 05 nun hinter sich gebracht. Für den Bundesligisten steht am Sonntag (16 Uhr) der erste Pflichtspieltermin auf dem Plan der neuen Saison: die erste Runde im DFB-Pokal beim Fünftligisten Berliner AK 07. Eine Woche vor dem Saisonstart am Bruchweg gegen den VfB Stuttgart geht es für die Mannschaft von Thomas Tuchel darum, die Aufgabe vernünftig und standesgemäß zu bewältigen und sich dabei unter Wettbewerbsbedingungen noch einmal Spielpraxis für den Bundesligastart zu holen.

Es ist viel passiert in diesen neun Wochen. Der negative Höhepunkt der Vorbereitung war sicherlich die Kreuzbandverletzung von Stammtorhüter Heinz Müller beim Testspiel gegen Alemannia Aachen (4:0). Ansonsten sind die Mainzer von schwer wiegenden Verletzungen verschont geblieben. Tuchel hat am Sonntag einen veritablen Kader zur Verfügung, aus dem der Trainer eine Startelf basteln kann. Eine durchaus so gewollte, aber nicht unbedingt leichte Aufgabe, denn gut eine Woche vor dem offiziellen Showdown bleibt festzuhalten: Die 05-Profis haben in dieser intensiven Vorbereitung gründlich gearbeitet und sich ausnahmslos in Form gebracht, um den Konkurrenzkampf aufzunehmen. Und das Rennen um die Plätze im 18-köpfigen Spielkader hat es in sich. Spätestens gegen die Stuttgarter werden Spieler auf der Tribüne sitzen, deren Hoffnungen sicher anders geartet waren.

„Ohne dem Trainer vorgreifen zu wollen“, sagt Christian Heidel, „da es uns gelungen ist, einen Kader dieser Qualität zusammenzustellen, wird es natürlich Härtefälle geben. Spieler, die bei uns gegen den VfB auf der Tribüne sitzen, könnten inzwischen bei anderen Bundesligavereinen durchaus mitspielen.“ Nach der Verpflichtung von Martin Pieckenhagen als Ersatztorhüter umfasst der Mainzer Kader derzeit 26 Profis. „Nach dem Stand heute sind wir komplett“, sagt der 05-Manager, „aber ich kenne das Fußballgeschäft und weiß, was bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch alles passieren kann.“

P In der 25-köpfigen Gruppe sind Filip Trojan, Jahmir Hyka und Felix Borja nicht eingerechnet. Trojans Wechsel zum MSV Duisburg soll unmittelbar vor dem Abschluss stehen. Ebenso die Ausleihe Hykas zu einem ausländischen Klub. „Jahmir ist im Moment dort, um den Vertrag zu unterschreiben“, sagt Heidel, der damit rechnet, dass sich in Sachen Borja erst auf den letzen Drücker etwas tut.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Zugängen und der Kaderzusammenstellung“, so der 05-Manager. „Jede Position ist doppelt besetzt. Vor allen Dingen qualitativ haben wir das erreicht, was wir uns als Ziel gesetzt haben.“ Heidel ist überzeugt davon, dass der Bundesligist mit einem starken Kader in die Runde geht. „Ich glaube, wir haben eine richtig gute Truppe zusammen. Unsere Mischung ist auch vom Alter her absolut okay. Rechnen wir Pieckenhagen heraus, haben wir die jüngste Mannschaft aller Zeiten am Start.“ Mit einer guten Mischung aus Talenten „und wenigen Leuten über 30. Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Heidel. Mit welcher personellen Ausgangssituation ist nun zu rechnen?

P Im Tor sind die Rollen klar verteilt. Christian Wetklo geht bis zur Rückkehr von Heinz Müller als Nummer eins in die Spielzeit, Pieckenhagen hockt auf der Bank.

P In der Viererabwehrkette dürfte rechts Radoslav Zabavnik erste Wahl sein. Und auch daran, dass Nikolce Noveski seinen Platz als Innenverteidiger sicher hat, ist nicht zu rütteln. Christian Fuchs sollte als linker Verteidiger starten. Das heißt, dass Florian Heller als variabler Außenverteidiger weiter um Spielzeiten kämpfen muss. Neben Noveski werden entweder Bo Svensson oder Niko Bungert auflaufen. Beide überzeugten mit ihren Leistungen in der Vorbereitung. Eine knappe Entscheidung, in die über kurz oder lang auch Jan Kirchhoff eingreifen wird, dessen Entwicklung dahin zielt.

P Im zentralen Mittelfeld hat Tuchel vier Profis zur Verfügung für normalerweise zwei Positionen im gewünschten Spielsystem 4-2-3-1. Vier Profis, die alle spielen könnten. Miroslav Karhan sollte als Erster seinen Platz sicher haben. Elkin Soto, Eugen Polanski und Neuzugang Marco Caligiuri waren alle in der Lage, ihre Qualitäten einzubringen, die eine Aufstellung rechtfertigten. Wer letztlich spielt, dürfte auch von der jeweiligen Aufgabenstellung abhängen.

P Das größte Gedränge herrscht in der offensiven Dreierreihe. André Schürrle wird eindeutig gesetzt sein, (so denn die Bauchmuskelzerrung abgeklungen ist). In der Vorbereitung favorisierte der 05-Trainer Jan Simak als zentralen Mann – davon kann man auch fürs Berlinspiel ausgehen. Am Flügel zeigte zuletzt Lewis Holtby starke Form. Andreas Ivanschitz hat in den Vorbereitungswochen ebenfalls gute Eindrücke hinterlassen. Der variable Heller ist ein Thema, der junge Eugen Gopko ebenso. Was Tuchel mit Neuzugang Sami Allagui, der in seinen beiden ersten Auftritten im 05-Trikot vier Treffer erzielte, vor hat und wie weit der Coach den Ex-Fürther taktisch integriert sieht, lässt sich schwer sagen. Vermutlich muss sich der Stürmer über mehr oder weniger lange Einsätze heran arbeiten. Dragan Georgiev steht trotz großer technischer Qualitäten im Augenblick noch etwas hinten dran. Haruna Babangida fehlt wegen einer Muskelverletzung.

Ganz vorne ist die Situation eindeutig: Aristide Bancé ist die Nummer eins im Angriffszentrum. Der Torjäger hat trotz mehrfach auftretender Knieprobleme eine starke Vorbereitung absolviert, sich stetig weiter verbessert. Adam Szalai ist seit einiger Zeit wieder im Training nach langer Verletzung und muss auf Kurzeinsätze hoffen. Das gilt auch für das aus der A-Jugend aufgerückte Stürmertalent Petar Sliskovic. „Die Mannschaft hat Perspektive“, sagt Manager Heidel.

Jörg Schneider

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