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Mainz

Rheinland-pfälzische Industrie sieht sich im Aufwind

Die rheinland-pfälzische Industrie sieht sich zu großen Teilen im Aufwind – trotz Griechenland- und Euro-Krise. "Ich glaube, wir können sagen: Wir haben das Schlimmste hinter uns", bilanzierte der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Gerhard Braun, am Dienstag in Mainz.

Mainz – Die rheinland-pfälzische Industrie sieht sich zu großen Teilen im Aufwind – trotz Griechenland- und Euro-Krise. "Ich glaube, wir können sagen: Wir haben das Schlimmste hinter uns", bilanzierte der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Gerhard Braun, am Dienstag in Mainz.

Er gehe auch davon aus, dass die Hilfen für Griechenland und den Euro wirkten. Mit Blick auf das Inland forderte er verstärkte Anstrengungen, um Schüler auf den Beruf vorzubereiten und den schon spürbaren Fachkräftemangel zu bekämpfen. "Wir haben einen relativ hohen Anteil an Jugendlichen, die nicht ausbildungsfähig sind." Man rede etwa von 20 Prozent der Schulabgänger.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kündigte an, dass Land, Wirtschaft und Bundesagentur für Arbeit noch in diesem Monat eine Vereinbarung zum Thema Ausbildung und Fachkräftesicherung unterzeichnen wollen. Damit werde auf die Gefahr eines drohenden Mangels reagiert, sagte Beck laut Mitteilung. Rheinland-Pfalz kommt nach seiner Darstellung "im Vergleich zu anderen Ländern" gestärkt aus der Wirtschaftskrise. "Kein anderes Land holt seit Monaten stärker auf als wir." Das Land habe in Not geratenen Unternehmen gezielt mit einer Koordinierungsstelle geholfen: Bisher seien 90 Anträge mit einem Bürgschaftsvolumen von fast 50 Millionen Euro bewilligt worden.

Braun wies darauf hin, dass die Industrie-Umsätze im Land in den ersten beiden Monaten 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent stiegen, während die Mitarbeiterzahl um 3,6 Prozent unter dem Vergleichswert lag. Dass die Zahl der Beschäftigten nicht noch stärker sank, gehe auf Kurzarbeit zurück, aber auch auf die mittelständische Struktur und die Absicht der Firmen, auf den Aufschwung vorbereitet zu sein. Zunehmend Probleme werde die Industrie wegen des Fachkräftemangels bekommen, den kleine und mittlere Unternehmen auf dem Land bereits spürten, sagte Braun.

Aus der Mitgliedschaft höre man, dass es in vielen Branchen eine Stabilisierung gebe, dass Ausfuhren zunehmen, sagte Braun. "Von daher habe ich die Hoffnung (...), dass wir keine große Zunahme mehr bei der Arbeitslosigkeit haben." Er verteidigte die Milliardenhilfe für Griechenland. Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe damals begonnen, weil der US-Investmentbank Lehman Brothers nicht geholfen worden sei. Ließe man Griechenland fallen, gebe es eine ähnliche Situation.

- LVU www.lvu.de

Rheinland-Pfalz
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