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    Radklassiker dauerhaft gerettet: Mit Tal total geht’s bergauf

    Aufatmen am Mittelrhein: Dass der Radklassiker Tal total nun dauerhaft gesichert ist, löst bei den Verantwortlichen im Welterbetal Freude und Zufriedenheit aus.

    Das Hin und Her um die Finanzierung und die Zukunft von Tal total hat ein Ende. Für Radfahrer und Skater heißt es auch in den kommenden Jahren: Bahn frei auf autofreien Bundesstraßen im Welterbetal.
    Das Hin und Her um die Finanzierung und die Zukunft von Tal total hat ein Ende. Für Radfahrer und Skater heißt es auch in den kommenden Jahren: Bahn frei auf autofreien Bundesstraßen im Welterbetal.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

    Nach der Rückkehr des so wichtigen Wir-Gefühls im Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal ist nun endlich auch die lang umstrittene Finanzierung des traditionsreichen Raderlebnistages Tal total gesichert: Bei einem Treffen zwischen der veranstaltenden Romantischer Rhein Tourismus (RRT) GmbH und Vertretern der Kommunen in der vergangenen Woche haben sich alle Beteiligten auf eine unbegrenzte Fortführung des autofreien Erlebnistages entlang der Bundesstraßen 9 und 42 geeinigt.

    Damit hat RRT-Geschäftsführerin Claudia Schwarz nun die lang ersehnte klare Aussage, um nicht, wie sie einst bemängelte, „jedes Jahr wieder mit einem neuen Eiertanz“ rund um die Finanzierung der Veranstaltung anfangen zu müssen. Dass es hätte anders kommen können, daran hatte sie aber nicht geglaubt. „Weil ich die ganze Zeit gespürt habe, dass alle sich mit Tal total identifizieren“, betont Claudia Schwarz im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Glücklich sei sie insbesondere darüber, dass keine Entscheidung für lediglich drei bis fünf Jahre getroffen wurde, sondern sich die Bürgermeister für eine unbefristete Beteiligung an Tal total ausgesprochen haben. „Wenn man sich der Unterstützung sicher ist, kann man ganz anders agieren“, sagt die RRT-Geschäftsführerin.

    Besagtes Treffen beschreibt Claudia Schwarz als „harmonische Sitzung“, an der unter der Leitung von Thomas Bungert, Vorsitzender der Touristikgemeinschaft Tal der Loreley e.V. und Bürgermeister der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel, gut 15 kommunale Vertreter teilgenommen haben. Weitaus weniger, als es Gemeinden entlang der Veranstaltungsstrecke im Mittelrhein gibt. Doch das Gros der Abwesenden hatte die finanzielle Beteiligung laut Schwarz bereits zuvor zugesagt. Kein Geld wird es wohl weiterhin aus Koblenz, Rüdesheim und Niederheimbach (Kreis Mainz-Bingen) geben. „Ausgewählte Bürgermeister wollen aber Kontakt zu ihren Kollegen aufnehmen und diese für die Veranstaltung sensibilisieren“, sagt Schwarz.

    Mit den zugesagten 250 bis 500 Euro von Gemeinden sowie 500 Euro von Verbandsgemeinden und 1000 Euro von Landkreisen schafft es die Romantischer Rhein Tourismus GmbH zwar, den Mindestbedarf für Tal total zu decken, doch für die geplante Umsetzung eines neuen noch zu erarbeitenden Konzepts sowie einer überregionalen Vermarktung wird definitiv mehr Geld benötigt. Abhilfe sollen da vor allem Kooperationspartner und Sponsoren schaffen. Die ersten Zusagen für die kommenden Jahre gebe es bereits, versichert die RRT-Chefin. „Wir werden aber noch versuchen, weitere Sponsoren zu gewinnen, um die Veranstaltung mit Leben zu füllen.“

    Äußerst zufrieden über die Fortführung des zuletzt krisengeschüttelten autofreien Erlebnistages zeigen sich auch die Orts- und Stadtbürgermeister von Brey, Spay, Rhens oder auch Boppard im Gespräch mir der RZ. „Nach dem Vorspiel war ja mit allem zu rechnen, deshalb war ich positiv überrascht, dass man einen Weg gefunden hat, Tal total fortzuführen“, sagt der Spayer Ortschef Peter Heil, der nicht an der einberufenen Sitzung teilnehmen konnte und die positive Nachricht per E-Mail erhalten hat. Tal total sei einfach wichtig für den Ort und seine Vereine.

    Das sieht auch sein Amtskollege Hans-Dieter Gassen aus Brey so. „Brey zahlt 350 Euro - das ist für mich kleines Geld in Relation zu dem, was der Verkehrs- und Verschönerungsverein an dem Tag erwirtschaftet und womit er später seine Aktionen für die Gemeinde finanziert“, betont Gassen, für den es aus persönlicher Sicht nichts an Tal total zu mäkeln gibt.

    Für eine gute Veranstaltung hält auch Raimund Bogler den Erlebnistag. Nachdem sich die Stadt Rhens in diesem Jahr nicht finanziell an Tal total beteiligt hat, will sie dies fortan tun (die RZ berichtete). Der Rhenser Stadtchef will sich allerdings Gedanken darüber machen, wie es gelingen kann, dass mehr Radfahrer durch den Ort und nicht über die Umgehungsstraße daran vorbeifahren. „Wir werden jetzt daran arbeiten, das beste daraus zu machen“, sagt Bogler.

    Aus Sicht der Stadt Boppard ist die Fortführung von Tal total eine „klare Angelegenheit“, wie Bürgermeister Walter Bersch kundtut. Schließlich sei Tal total identitätsstiftend und in seiner Entstehungsgeschichte ein Alleinstellungsmerkmal.

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