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    Rheinland-Pfalz

    Ministerin Hubig: Wir brauchen mehr Erzieher

    In Rheinland-Pfalz werden mehr Erzieherinnen und Erzieher gebraucht. Das hat Bildungsministerin Stefanie Hubig bei einem Kongress zum Wert der Kindertagesbetreuung in Koblenz gesagt. „In nahezu allen Bereichen sehen wir ein Wachstum: Der Bedarf der Betreuung für unter Dreijährige ist weiter steigend, der Bedarf der Ganztagsbetreuung steigt. Wir brauchen mehr Fachkräfte“, führte Hubig aus.

    Indirekt konterte sie damit einen Bericht des Landesrechnungshofes. Der hatte Anfang des Monats vermeldet, dass rechnerisch 12.000 Kitaplätze in Rheinland-Pfalz gar nicht belegt seien und es ein Sparpotenzial von 90 Millionen Euro in der Kinderbetreuung gebe. Nur wenige Tage zuvor hatte die Bertelsmann Stiftung dagegen 4300 zusätzliche Erzieher und Investitionen in Höhe von 192 Millionen Euro für Rheinland-Pfalz gefordert, um eine optimale Betreuung sicherzustellen.

    Gesetz soll überarbeitet werden

    Zu den widersprüchlichen Zahlen sagte die Ministerin nun: „Sie zeigen, dass solche Berichte immer erst einmal ordentlich interpretiert werden müssen.“ Klarheit soll eine Novellierung des Kitagesetzes bringen. Ein erster Diskussionsentwurf soll Ende des Jahres vorliegen. Ziel der Novelle ist es unter anderem, eine angemessene „Fachkraft-Kind-Relation“ sicherzustellen. Hubig wollte sich jedoch nicht darauf festlegen, was das konkret in Zahlen bedeutet. Auf Nachfrage teilte ihr Ministerium lediglich mit, dass die Zahlen künftig besser erfasst werden sollen: „Wir brauchen landesweit ein systematisches Monitoring, mit dem wir die wesentlichen Daten der Kindertagesstätten erfassen können und so zeitnaher und detaillierter den Ausbaustand der individuellen Einrichtungen kennen können.“

    In Rheinland-Pfalz arbeiten derzeit knapp 30.000 pädagogische Fachkräfte. Im Schnitt kümmert sich eine Kraft um 3,5 Krippenkinder unter drei Jahren, bei den älteren Kindern sind es 8,6 Kinder pro Erzieher. Die Experten der Bertelsmann Stiftung sehen da noch Luft nach oben. Sie halten bei Kindern unter drei Jahren einen Schlüssel von 1 zu 3 für optimal, bei Kindern über drei von 1 zu 7,5. Dazu heißt es aus dem Bildungsministerium, dies sei nur eine Empfehlung von vielen.

    Es zählt nicht nur Wirtschaftlichkeit

    Allerdings dürfe man die Kindertagesstätten auch nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten, wie das der Rechnungshof tue. Ein Ganztagsplatz, der sechs Stunden am Tag genutzt wird, sei nach Auffassung des Rechnungshofs überbezahlt. „Die Realität in den Kindertagesstätten ist zum Teil aber eine andere: Manche Ganztagskinder gehen an drei Tagen pro Woche acht Stunden, an zwei Tagen vielleicht aber nur fünf oder sechs Stunden zur Kita. Das ist eine Flexibilität, die für viele junge Familien sehr wichtig ist und unserer Meinung nach zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf dazugehört.“ Um diese Flexibilität zu gewährleisten, müsse auch entsprechend Personal vorgehalten werden. ank

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