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Bad Kreuznach

Kreuznacher Brückenschlag soll im April starten

Die Alte Nahebrücke ist momentan das am besten überwachte Bauwerk in Bad Kreuznach. Alle zwei Wochen überprüft der Brückenexperte Prof. Thomas Bauer die Risse im Beton.

Bad Kreuznach. Die Alte Nahebrücke ist momentan das am besten überwachte Bauwerk in Bad Kreuznach. Alle zwei Wochen überprüft der Brückenexperte Prof. Thomas Bauer die Risse im Beton.

Das erklärte Oberbürgermeister Andreas Ludwig in der Veranstaltungsreihe „OB direkt“ zur Alten Nahebrücke. Zwar bestehe keine Gefahr, doch die Verwaltung will im Fall der Fälle vorbereitet sein – auch falls der Anruf kommt, dass die Brücke gesperrt werden muss.

So oder so wird es eine Behelfsbrücke geben. Denn während des Abrisses und des Neubaus soll die Altstadt nicht von der übrigen Stadt abgeschnitten sein. Dies wird nicht ganz ohne Probleme und Belastungen für die Geschäftsleute und Anwohner abgehen, warb Ludwig schon jetzt um Verständnis. Er versprach aber, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Die mobile Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer, die die Stadt ausleihen will, ist 2,20 Meter breit und soll naheaufwärts der jetzigen Brücke in Höhe der Klappergasse über den Fluss führen (Kosten: um die 100 000 Euro). Auch die Versorgungsleitungen wie für Gas, Strom und Wasser werden verlegt und an die Behelfsbrücke drangehängt. Eventuell wird es eine zweite Behelfsbrücke über den Mühlenteich geben, weil der Weg über die Geesebrigg für Fußgänger ein zu großer Umweg ist, aber auch wegen der notwendigen Verlegung der Versorgungsleitungen.

Ein großes Problem könnte entstehen, wenn die beiden Widerlager der alten Brücke – sie befinden sich in der Brückenmitte in Höhe der alten Schwanenapotheke und auf der anderen Seite vor der Eisdiele, direkt am Eingang zur Klappergasse. Dann würden dort nämlich zwei zwölf Meter tiefe Löcher entstehen. Laut Ludwig ist noch nicht klar, ob die Widerlager raus müssen. Das hänge auch davon ab, für welchen Entwurf der neuen Brücke man sich entscheide.

Die europaweite Ausschreibung für eine neue Brücke ist abgelaufen, 20 Büros sind ausgewählt, die jetzt in den Architektenwettbewerb einsteigen, der bis Ende Oktober läuft. Ende November tagt die Preisjury mit neun Fachleuten. Im Dezember hofft Ludwig dann präsentieren zu können, wie die neue Brücke aussieht. In dem Wettbewerb sieht er auch eine große Chance: Die neue Brücke sei ein Schlüssel für die Stadtentwicklung und den geplanten Brückenschlag zum Kornmarkt. Deshalb will Ludwig dies auch nicht auf die lange Bank schieben, selbst wenn nicht sicher ist, ob der „ehrgeizige Zeitplan“ eingehalten werden kann. Die Vorgabe ist, im April 2011 beginnen zu können. Früher ist wegen des Wasserstandes der Nahe nicht möglich. Ludwig schätzt, dass der Abriss ein Vierteljahr dauert, der Brückenneubau mehr als ein Jahr.

Die Brückenentwürfe müssen sich sozusagen an drei Eckpfeilern orientieren, betont Ludwig: Der Hochwasserschutz darf durch mögliche Pfeiler im Fluss nicht beeinträchtigt werden, die neue Brücke soll nicht nur ins Stadtbild passen, sondern auch einen städtebaulichen Akzent setzen. Und sie muss bezahlbar sein. Den Auftrag für die Sanierung der historischen Bogenbrücke über den Mühlenteich hat das Büro Verheyen-Ingenieure. Das Ganze mündet in einen einzigen Auftrag für die Außengestaltung der Gesamtbrücke an ein Generalunternehmen. Die Vorgaben der Stadt sind: höhengleicher Ausbau und verkehrsberuhigt.⋌ (hg)

Rheinland-Pfalz
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