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    Rheinland-PfalzHochmoselbrücke: Wie teuer wird sie wirklich?

    Der Bund der Steuerzahler will von der Landesregierung wissen, warum die Hochmoselbrücke plötzlich 81 Millionen Euro mehr kostet und mit welchen Unwägbarkeiten noch zu rechnen ist, sagte Geschäftsführer René Quante unserer Zeitung. Die Regierung hat nach seiner Einschätzung "bis jetzt nicht mit Transparenz geglänzt".

    Der auf der Hunsrückseite begonnene Bau der Hochmoselbrücke ist hoch umstritten - nicht nur wegen steigender Kosten. Brisant ist auch die Frage, wie sicher der Baugrund auf der Eifelseite ist.
    Der auf der Hunsrückseite begonnene Bau der Hochmoselbrücke ist hoch umstritten - nicht nur wegen steigender Kosten. Brisant ist auch die Frage, wie sicher der Baugrund auf der Eifelseite ist.
    Foto: dpa

    Von unserer Redakteurin Ursula Samary

    Er reagiert damit auch auf den Appell der Bürgerinitiative Pro Mosel. Denn nach deren Einschätzung sind die Kosten seit dem Spatenstich von 2010 bereits um 126 Millionen Euro explodiert.

    Die Vizevorsitzende der Bürgerinitiative (BI), Elisabeth Reis, hat Quante aufgefordert, sich intensiver mit dem umstrittenen Projekt zu beschäftigen. Die Moselaner bezweifeln den verkehrstechnischen Nutzen sowie die Kostenberechnungen des gigantischen Baus. Für die großen Verkehrsachsen sei der Übergang "eher ein zeitraubender Umweg statt Beschleuniger" und für die täglich prognostizierten 13.000 Fahrzeuge zu teuer. Für die BI rücken nicht Kosten von 456 Millionen Euro, sondern inzwischen "die Milliarde ins Sichtfeld". Dies hält Quante jedoch für sehr pessimistisch.

    Für die BI sind die Kosten auf dem Rutschhang bei Ürzig, auf dem drei Pfeiler entstehen sollen, absolut unkalkulierbar. "Diese unangenehme Wahrheit soll nicht ans Licht kommen", meint Reis. Deshalb habe die Landesregierung auch ihrem Chefgeologen, Prof. Dr. Harald Ehses, einen Maulkorb verpasst, als er das Problem öffentlich angesprochen und ein weiteres Gutachten gefordert habe. Danach sei er, so vermutet die BI, im Ausschuss des Landtag auch gegen seine Überzeugung zur Aussage "genötigt worden", es könne mit dem Bau begonnen werden. Für für die unabhängigen Geologen von der Uni Mainz, Edmund Krauter und Johannes Feuerbach, sind auch mit dem neuen Gutachten Zweifel an der Standsicherheit der Pfeiler auf dem Rutschhang nicht völlig ausgeräumt. Werde noch eine andere Bautechnik als die bisher vorgesehene notwendig, könnten die Kosten stark steigen, sagte Feuerbach unserer Zeitung.

    Ehses verklagt unterdessen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) gleich doppelt. Er fühlt sich an des Spitze des Landesamts ziemlich kaltgestellt und dürfe auch vakante Stellen nicht ausschreiben. Außerdem wehrt er sich gegen angebliches Mobbing. Ob dazu auch der Zwang zu einer bestimmten Aussage im Landtag gehörte, wollen er und das Landgericht Mainz nicht sagen. Zum Inhalt der Mobbingklage will sich das Landgericht erst äußern, wenn auch die Stellungnahme von Ministerin Lemke vorliegt.

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