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    CDU-Gerangel um Billen geht weiter

    Hinter den Kulissen der Landes-CDU tobt ein Machtkampf. Einflussreiche Kräfte wollen Michael Billen, den mit klarer Mehrheit nominierten Landtagskandidaten aus der Eifel, offenbar auf das Abstellgleis schieben.

    Trier/Bitburg. Der bemerkenswerte Nominierungsparteitag vor einer Woche in der Bitburger Stadthalle sorgt weiter für Zündstoff. Offiziell haben CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner und andere bekundet, das Votum der Basis für Billen und gegen die Prümer Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy zu akzeptieren. Doch im Geheimen wird gerangelt.

    Die seit langem schwelende parteiinterne Auseinandersetzung, in deren Verlauf Michael Billen den Vorsitz des Wirtschaftsausschusses im Landtag verlor und in die letzte Reihe der CDU-Fraktion verbannt wurde, ist keineswegs zu Ende, sondern wird vermutlich bis zum 4. Dezember anhalten. An diesem Tag legt eine Landesdelegiertenversammlung fest, auf welchen Plätzen die Unions-Kandidaten für die Wahl am 27. März auf der Landesliste stehen. Wer seinen Wahlkreis nicht direkt gewinnt, kann den Einzug in den Landtag nur über diese Liste schaffen. Deshalb sind vordere Plätze umkämpft.

    Bei der Wahl 2006 stand Billen im Bezirk auf Platz 4 und im Land auf Rang 18. Ein sicherer Platz, denn 38 CDU-Abgeordnete schafften den Sprung nach Mainz. Gebraucht hätte ihn der 54-Jährige nicht, weil er den Wahlkreis gegen Monika Fink von der SPD direkt gewann.

    In diesen Tagen wird darum gerungen, wie die neue Bezirksliste aussehen soll. Betroffen sind auch Rhein-Hunsrück, Birkenfeld, Bad Kreuznach und Cochem-Zell. „Der Vorstand macht einen Vorschlag. Entschieden wird am 2. September von den Delegierten aus den neun Kreisen“, so Bezirksvorsitzender Patrick Schnieder. Der „Fall Billen“ sei „ein großes Problem“, lässt er durchblicken.

    Was der Bundestagsabgeordnete aus Arzfeld nicht sagt, lassen andere Teilnehmer durchblicken: Schnieder schlug vor, den Eifelkreis Bitburg-Prüm – seinen eigenen – auf der Bezirksliste nicht zu berücksichtigen. Der Affront gegen Billen dürfte auch ein Ausdruck der Feindschaft zwischen den einstigen Verbündeten sein. Einem Beschluss des Landesvorstands vom März, demzufolge die Liste „regional ausgewogen“ sein soll, trägt dieser Vorstoß kaum Rechnung. Im Bezirksvorstand regte sich dagegen Widerstand.

    Billen, als Kreisvorsitzender Bitburg-Prüm bei der Bezirks-Vorstandssitzung dabei, will sich dazu nicht äußern. Er schlägt versöhnliche Töne an: „Es wird Zeit, dass wir miteinander reden und nicht übereinander.“ Der Union droht gleichwohl ein „Sommertheater“: Der Bezirksvorstand zankt bei Sitzungen ab Mitte August weiter.

    Von unserem Mitarbeiter Frank Giarra

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