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    Emmelshausen

    Betrunken, unter Drogen und keinen Führerschein: rätselhafter Unfall auf der A61

    Ein leeres beschädigtes Auto ungesichert auf dem Randstreifen der A61 - die Autobahnpolizei stand vor einem Rätsel.

    Foto: dpa

    Emmelshausen - Ein führerloses, beschädigtes Auto, das völlig ungesichert auf dem Randstreifen der A61 abgestellt war, stellte die Autobahnpolizei vor große Rätsel: Wem gehört der Pkw? Wo ist der Fahrer? Und: Warum hat er sich nicht gemeldet? Die Auflösung erfolgte erst am nächsten Tag.

    Doch der Reihe nach: Um 2.45 Uhr in der Nacht zum Sonntag meldete ein Autofahrer der Autobahnpolizei Emmelshausen, dass etwa 1,5 Kilometer nördlich der Anschlussstelle Laudert ein beschädigter Pkw ziemlich chaotisch abgestellt war. Beamte stellten daraufhin fest, dass es sich um einen VW Jetta handelte. Der Havarist stand quer zur Fahrtrichtung auf dem Standstreifen. Die Vorderseite des Pkw war stark beschädigt, die Stoßstange abgerissen. Auch an der Leitplanke fanden sich deutliche Spuren eines Unfalles. Außerdem war die an dieser Stelle dreispurige Fahrbahn mit Trümmerteilen übersät.

    Es war eine gefährliche Situation, zur nächtlichen Stunde auf der Autobahn: Die Frontpartie des Jettas ragte in die rechte Fahrspur hinein, das Fahrzeug war unbeleuchtet, die Unfallstelle nicht abgesichert. Bei all dem gab es keine Spur vom Fahrer. Weder der eingesetzte Polizeihund noch der Helikopter konnten Aufschluss über den Fahrer geben. Auch Nachfragen bei der Rettungsleitstelle oder bei Taxiunternehmen brachten die Polizei nicht weiter. Immerhin fand die Polizei heraus, dass der Halter des Pkw in dieser Nacht nicht mit dem Fahrzeug unterwegs war. Sein Sohn habe den VW benutzt. Er sei von seinem Wohnort in Nordrhein-Westfalen mit Frau und Tochter zu Verwandten nach Süddeutschland gefahren.

    Am Sonntagnachmittag erschien dann der Sohn bei der in seinem Wohnort zuständigen Dienststelle. Dort gab er an, er habe sich nach einem Streit mit seiner Ehefrau ins Auto gesetzt und sei Richtung Heimat gefahren. Während der Fahrt auf der Autobahn sei er eingeschlafen. Auf diese Weise habe er den Unfall verursacht. Danach sei er ziellos herumgeirrt und zufällig an einem Bahnhof angelangt. Von dort aus habe er dann mit dem Zug die Heimreise angetreten.

    Die Beamten stellten bei dem 36-Jährigen erheblichen Alkoholgeruch fest. Außerdem gab der Mann zu, dass er sich vor der Fahrt in der Nacht Heroin gespritzt habe. Doch damit nicht genug: Schon seit elf Jahren besitze er gar keinen Führerschein mehr, teilte er den verdutzten Beamten in Nordrhein-Westfalen mit. ww

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