Kreis Neuwied

Schüler informieren sich bei thyssenkrupp über die Nachhaltigkeit von Verpackungsstahl

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Foto: thyssenkrupp Rasselstein GmbH

Rund 30 Schüler und Lehrer aus Andernach, Neuwied und Mülheim-Kärlich nutzten die Gelegenheit, sich am vierten bundesweiten Tag der Verpackung über den Recycling-Spitzenreiter Verpackungsstahl zu informieren.

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Der diesjährige Tag der Verpackung stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Und was lag da näher, als sich bei der thyssenkrupp Rasselstein, Deutschlands einzigem Verpackungsstahlhersteller, über die Produktion und das Recycling von Weißblech schlau zu machen.

Die Weißblechdose schwebt in einem elektromagnetischen Feld.
Die Weißblechdose schwebt in einem elektromagnetischen Feld.
Foto: thyssenkrupp Rasselstein GmbH

Spitzenreiter deshalb, weil 2016 in Deutschland verbrauchte Weißblechverpackungen zu 91 Prozent stofflich verwertet wurden. Mit dieser Recyclingrate liegt Verpackungsstahl schon seit Jahren deutlich vor den anderen Verpackungsmaterialien.

Der vom Deutschen Verpackungsinstitut dvi initiierte Tag trifft mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit den Nerv des Andernacher Unternehmens. In der Verpackungsbranche und der abfüllenden Industrie ist schon längst bekannt, dass Weißblech als permanentes Material seine Eigenschaften auch nach beliebig vielen Wiederverwendungen ohne Qualitätsverlust beibehält und hervorragend wiederverwertet werden kann.

Am Tag der Verpackung konnte dies nun auch den jungen Besuchern nahegebracht werden. „Gebrauchte Weißblechverpackungen werden in einem geschlossenen Materialkreislauf gesammelt, sortiert, gebündelt, aufbereitet und als Qualitätsschrott einem hochwertigen Recycling zugeführt“, so Christian Pürschel, für Kommunikation und Marktentwicklung verantwortlich bei thyssenkrupp in Andernach. „Es ist wichtig, beim Nachwuchs Bewusstsein zu schaffen, dass die Weißblechdose kein Wegwerfprodukt ist, sondern in einem geschlossenen Materialkreislauf zur Herstellung neuer Stahlprodukte verwendet wird. Aus Stahlschrott und Primärressourcen wie Eisenerz, Kokskohle und Kalkstein wird im Stahlwerk neuer Stahl.“ Der Einsatz jeder Tonne Stahlschrott spart hierdurch etwa eine Tonne CO2-Emissionen ein.

Wie in den vergangenen Jahren, so stellten auch diesmal Auszubildende von thyssenkrupp in Andernach das High Tech-Verpackungsmaterial und die Produktion aus ihrer Sicht vor. So gab es keinerlei Berührungsängste bei Rückfragen der interessierten Schüler. Erstmals wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung zu Recycling und Food Waste ergänzt. Die Schüler lernten, wie eine Dose hergestellt und abgefüllt wird, warum durch den Einsatz von Lebensmitteln aus Dosen die Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann und warum Primärressourcen und Energie eingespart werden, wenn zuhause fleißig Dosen im Gelben Sack gesammelt und Getränkedosen in den Handel zurückgebracht werden.

Am Ende eines spannenden und informativen Tages verließen die Schüler das Unternehmen mit vielen Eindrücken, einer großen Portion neuem Fachwissen und einer selbst verschlossenen Spardose. „Die Veranstaltung war mal wieder ein voller Erfolg“, resümiert Pürschel.

Über thyssenkrupp:

Im rheinland-pfälzischen Andernach produziert thyssenkrupp jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen Verpackungsstahl. An diesem weltgrößten Standort seiner Art wird Stahl auf bis zu 0,100 Millimeter Dicke herab gewalzt und mit Zinn beziehungsweise Chrom oberflächenveredelt. Nahezu die gesamte Produktion geht als Werkstoff an Verpackungshersteller in aller Welt. Neben Dosen für Lebensmittel und Tiernahrung werden aus Verpackungsstahl beispielsweise Getränke- und Aerosoldosen, Behälter für chemisch-technische Füllgüter sowie Kronkorken und Drehverschlüsse hergestellt. thyssenkrupp beschäftigt in Andernach rund 2400 Mitarbeiter.