Archivierter Artikel vom 28.01.2019, 13:18 Uhr
Windhagen

Der Bienenzuchtverein klärte über insektenfreundliches Gärtnern auf

Uwe Hüngsberg hält ein Plädoyer an eine artenreiche Gartengestaltung zur Freude des Menschen und für das Überleben vieler Insekten.

Foto: Achim Bruns

Kürzlich hatte der Heimat- und Verschönerungsverein Windhagen zu einem Vortrag für insektenfreundliches Gärtnern, vorgetragen vom Vorsitzenden des Asbacher Bienenzuchtvereins Uwe Hüngsberg, in das Hotel/Restaurant zur Post nach Windhagen eingeladen. Die zahlreichen anwesenden Vereinsmitglieder sowie Freunde und Gäste des Vereins sowie Freunde vom Anual Asbach, erlebten ein von tiefer Sachkenntnis und großer Leidenschaft für das Thema vorgetragenes Referat, das die ganze Bandbreite der Problematik, die immer wieder von den Medien aufgenommen, als Insektensterben bekannt, kenntnisreich erläutert wurde.

Foto: Achim Bruns

Hüngsberg verstand es, sein Thema und Anliegen mit Ambition und profundem Fachwissen vorzutragen, so dass die Interessenten des Vortrags eine enorme Fülle an Informationen geboten bekamen. Hierbei stach besonders hervor, dass eine Vielfalt von Blumen, Stauden und Blüten tragenden Sträuchern unseren heimischen Bienen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten ein weitreichendes Angebot an Nektar und Pollen bieten würden, und diesen für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen so wichtigen Helfern eine gute Überlebenschance gewährten. Der pflegeleichte Nutzgarten, der nur aus Rasen, einigen Thujapflanzen oder gar Schotterflächen besteht, ist weder für unsere Insekten noch für Vögel von irgendwelchem Interesse; solche Gärten sind „Totflächen“. Eine Blumenwiese, oder ein Garten mit zahlreichen über die ganze Zeit des Jahres verteilt blühenden Stauden und Gewächsen bietet sowohl unseren Nutzinsekten wie Bienen und Hummeln, als auch zahlreichen Wildinsekten, Käfern und Faltern einen über das ganze Jahr reich gedeckten Nektar- und Pollentisch. Damit wäre eine Grundlage nicht nur für vielfältiges Pflanzenleben, sondern auch für eine bunte Insektenvielfalt gewährleistet.

In den Bauerngärten der Vergangenheit, ebenso wie in den in bewundernswerter Weise von ambitionierten Naturschützern, wie den Mitgliedern vom Anual, wieder neu belebten Streuobstwiesen ist diese Pflanzenvielfalt gegeben und bietet damit zahlreichen für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen benötigten Insekten einen willkommenen Lebensraum. Aus diesem Vortrag konnte jeder Teilnehmer das Wissen für sich mit nach Hause nehmen, was er im eigenen Garten tun kann, um den Insekten zu helfen. So kann man sich seinen Garten bunt und vielseitig gestalten, dass er nicht nur eine Freude für das Auge, sondern auch ein geschätzter Lebensraum für vielerlei Insekten, Vögel und andere Tiere wird.