Archivierter Artikel vom 03.02.2019, 09:42 Uhr
Engers

Arbeitskreis diskutierte die Vorzüge von Engers

Es ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers zusammengefunden haben, um die erkennbar vorhandenen Potentiale des Neuwieder Stadtteils aufzulisten und auszubauen.

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Die Anregung hierzu gab der Ortsbeirat und Josef Kretzer. Der ehemalige Vorsitzende des Bürgervereins und für zwei Legislaturperioden Ortsvorsteher war bereit, mit seinen Erfahrungen und Vorstellungen für eine positive Entwicklung seines Heimatortes noch einmal die Initiative zu ergreifen, um die Möglichkeiten, die dieser Stadtteil hat, zu sehen und zu nutzen. Zum einen für eine Positionierung innerhalb aller Neuwieder Stadtteile, aber auch um die Chancen, die sich zwischenzeitlich ergeben haben, umzusetzen zum Wohle des Stadtteils, aber auch der gesamten Stadt Neuwied.

Keine leeren Worte

Dass dies keine leeren Worte sind, sondern auch in praktisches Arbeiten mündet, stellt der Arbeitskreis ständig unter Beweis. So ist beispielsweise ein Mitglied des Arbeitskreises, Anton Krüger, engagiert im „Netzwerk Neuwied“, um dadurch deutlich zu machen, dass es dem Arbeitskreis nicht nur um den Stadtteil geht, sondern auch um die gesamttouristische Weiterentwicklung von ganz Neuwied, die derzeit im Argen liegt und Neuwied weit unter Wert dargestellt wird. Bezogen auf den Stadtteil Engers, der mit der Villa Musica und der Landes-Musik-Akademie mit ihren insgesamt drei Gästehäusern, die ein beträchtliches Aufkommen an Übernachtungen bringen, sind gute Voraussetzungen vorhanden, die sich touristisch nutzen lassen. Zudem müssen auch die Passagiere der 38 Kabinenschiffe, die in diesem Jahr angelegt haben, dem zugeordnet werden. Der Arbeitskreis ist hier aktiv geworden und hat alle Hotelunterkünfte, einschließlich der Gästehäuser, und auch die 12 Ferienwohnungen mit touristischem Informationsmaterial der Stadt, des Kreises und der umliegenden attraktiven Tourismusziele, wie Sayn, Andernach, Wiedtal und Koblenz versorgt. Ein Service, der von den Betreibern gern angenommen wurde. Auch die vom Arbeitskreis angestrebte Illumination des Grauen Turms, um die sich Adi Geil intensiv kümmert, ist auf einem guten Weg und dürfte im kommenden Jahr endgültig realisiert werden. Die durchgeführte Probeanstrahlung verlief wie gewünscht und es ist zu begrüßen, dass sich auch der Ortsbeirat diesem Thema angenommen hat.

Zuweg zum Rheinsteig soll kommen

Bedeutsam für den Gesamttourismus von Neuwied ist auch der geforderte Zuweg zum Rheinsteig. Die CDU-Stadtratsfraktion hat, nach einem Gespräch mit Josef Kretzer, das Thema aufgegriffen und einen Antrag hierzu im Stadtrat eingebracht. In Gesprächen mit der regionalen Tourismusorganisation ‚Romantischer Rhein‘ wird dieser ‚Zuweg‘ am Rhein entlang begrüßt und er wird, geschätzt, Neuwied und Engers jährlich ca. 5000 zusätzliche Touristen bringen. Ebenso hat die SPD-Stadtratsfraktion das, vom Arbeitskreis diskutierte Thema ‚Gästeticket‘ aufgegriffen, das den Übernachtungsgästen die Möglichkeit eröffnen soll, kostenlos den Öffentlichen-Personen-Nahverkehr zu nutzen. Weiterhin setzt sich der Arbeitskreis dafür ein, dass der spätrömische Burgus aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt wird und auch der Skulpturenzyklus des Ehrenhofes von Schloss Engers wieder seine Plätze einnimmt. Weiterhin sind Gespräche mit der in der Alten Schlossstraße ansässigen Gastronomie geplant im Hinblick auf die Gestaltung der Außengastronomie.

Stadt erntet Lob für die Zusammenarbeit

Erfreut sind die Mitglieder des Arbeitskreises über die positive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. So ist Oberbürgermeister Jan Einig gern der Anregung gefolgt, eine Gedenkstunde zur Erinnerung an die einhundertjährige Wiederkehr der Einweihung der Kronprinz-Wilhelm-Brücke zwischen Engers und Urmitz abzuhalten. Wie Vorsitzender Josef Kretzer in der Jahresabschlusssitzung ausführte, will sich der Arbeitskreis auch künftig weiter dafür einsetzen, dass die touristische Infrastruktur den heutigen Bedürfnissen angepasst wird und die vorhandenen Chancen besser genutzt werden.