Archivierter Artikel vom 18.06.2018, 13:09 Uhr
Neuwied

Amnesty-Gruppe Neuwied informierte über Kampagne zum Schutz von Menschenrechtsaktivisten

„Nicht locker lassen!“ – Das ist die zentrale Aussage der neuen Amnesty-Kampagne über die starke Einsatzbereitschaft von Menschenrechtsaktivisten weltweit.

Das Foto zeigt Michael Bender (unterschrieb die Petitionen), Gruppenmitglieder Celine Amesse, Maximilian Siebler, Robert Kowallek und Manfred Kirsch.
Das Foto zeigt Michael Bender (unterschrieb die Petitionen), Gruppenmitglieder Celine Amesse, Maximilian Siebler, Robert Kowallek und Manfred Kirsch.
Foto: Susanne Kudies

Selbiges, dass heißt nicht locker zu lassen, haben sich auch die Mitglieder der Gruppe Neuwied von Amnesty International auf die Fahnen geschrieben. Die Mitglieder der Gruppe hatten das Anliegen, die Passanten in der Neuwieder Fußgängerzone über das Schicksal von Menschenrechtlern im Kongo und in Tschetschenien zu informieren.

„Mut braucht unseren Schutz!“, sagt Amnesty International über die Arbeit und den hiermit verbundenen Gefahren, denen sich Menschenrechtsaktivisten weltweit zunehmend ausgesetzt sehen. Die aktuelle Kampagne von Amnesty International widme sich, so Maximilian Siebler, der Arbeit von Menschenrechtsaktivisten weltweit: „Tag für Tag setzen sich Menschen weltweit für die Rechte Anderer ein. Doch wer mutig ist und sich für die Rechte seiner Mitmenschen einsetzt, zahlt derzeit unter Umständen einen hohen Preis dafür. So werden Menschenrechtler zunehmend diffamiert, überwacht, durch repressive Gesetze an der Arbeit gehindert – manchmal sogar ermordet. Immer mehr mutige Aktivisten lassen sich davon aber nicht abschrecken und treten Menschenrechtsverletzungen entschlossen entgegen.“ So wie der tschetschenische Bürgerrechtler und Mitarbeiter der Organisation Memorial in Tschetschenien, Oyub Titiev, der leider immer noch unschuldig in Haft ist oder der Menschenrechtler aus der Demokratischen Republik Kongo: Murhabazi Namegabe. Er setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Wiedereingliederung von Kindersoldaten in die Gesellschaft ein.

„Diesen Menschen gilt unser Respekt, und wir möchten die Menschen gerne in einem persönlichen Gespräch davon überzeugen, sich für die Menschenrechtsarbeit dieser Menschen und auch für sie und ihren persönlichen Schutz einzusetzen, denn es kann nicht sein, dass Menschen, die diese Arbeit leisten unter so großer Gefahr stehen, selbst Opfer von Repressiven Maßnahmen ihrer Regierungen zu werden!“, ergänzt Kollege Robert Kowallek.

Deshalb fordert Amnesty International in diesem Zusammenhang für die Menschenrechtsverteidiger im Kongo, dass die internationalen Vereinbarungen zum Schutz von Menschenrechtlern eingehalten und umgesetzt werden! Auch die deutsche Bundesregierung muss diese Richtlinien systematisch umsetzen. Menschenrechtler sollten nicht durch restriktive Gesetze oder die willkürliche Anwendung von Gesetzen an ihrer legitimen Arbeit gehindert werden. Des Weiteren sollen unschuldig inhaftierte Menschenrechtler sofort und bedingungslos freigelassen werden.

Gruppensprecherin Susanne Kudies weist noch auf die Webpräsenz von Amnesty International hin: „Wer nicht zu unseren Ständen kommen kann und trotzdem etwas für die Menschenrechtler in Tschetschenien und im Kongo tun möchte, kann an der Online-Petition auf der Internetseite von Amnesty International Deutschland, www.amnesty.de, auch online teilnehmen und seine Stimme für diese Aktion abgeben und sich näher über die Kampagne über Menschenrechtsverteidiger informieren! Wir hoffen, dass viele Menschen online gehen und dieses Angebot nutzen!“