Herdorf

Fulda und Rhön begeisterten Radfahrer des VfL Dermbach

Zur 24. gemeinsamen Fahrradtour gingen in diesem Jahr 12 Akteure des Vereins und befreundete Sportler an den Start.

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Foto: VfL Dermbach 1899

Bereits vor Ausbruch von Corona hatte der in diesem Jahr zuständige Organisator, Johannes Straßer, ein schönes Domizil, die Wiesenmühle in Fulda ausgewählt. Lange stand nicht fest, ob die Tour tatsächlich stattfinden konnte, aber unter Einhaltung der Hygienebedingungen gab es dann doch grünes Licht.

So traf man sich kürzlich und startete um 14.30 Uhr zur ersten Ausfahrt. Schnell zeigte sich, welch ein Eldorado diese Region für Radfahrer ist. Gut ausgebaute Radwege in schöner Landschaft, durch pittoreske Städte wie Schlitz, Bad Salzschlirf oder Großenlüder, ließen das Radlerherz höher schlagen. So kam man am ersten Tag nach gut 60 Kilometern Fahrstrecke auch erst bei Anbruch der Dunkelheit wieder ins Hotel.

Am Samstag stand dann zunächst eine Bahnfahrt von Fulda nach Gersfeld auf dem Programm. Von dort ging es mit dem E-Bike neun Kilometer bergauf bis zur Wasserkuppe, der mit 950 Meter höchsten Erhebung der Rhön. Fantastisch der 360-Grad-Ausblick. Doch nicht nur die Höhe der Wasserkuppe sondern auch eine bewegte Geschichte rund um die Wasserkuppe machen den Berg zu einer besonderen Attraktion in der Rhön und in ganz Hessen. Geschichtliche Bedeutung hat die Wasserkuppe vor allem im Zusammenhang mit der Erfindung des Segelfluges, aber auch zum Beispiel aufgrund ihrer strategischen Bedeutung zur Zeit des Kalten Krieges. Die heutigen Sport- und Freizeitmöglichkeiten rund um den Gipfel, von Skiliften, Loipen, Snowkite, Wanderwegen, Sommerrodelbahn und Gleitschirmfliegen bis zu Segelflug, machen die Wasserkuppe zu einem der großen Ausflugsziele der Rhön. Nach ausgiebiger Besichtigung ging es dann bergab nach Gersfeld wo eine kleine Mittagspause eingelegt wurde. Gestärkt mit Speis und Trank führte uns die Strecke wieder zügig nach Fulda. Ein gemütlicher Abend rundete den zweiten Tag ab.

Der dritte Tag stand wie immer ganz im Zeichen von Kultur und Bildung und da hat die Bischofsstadt Fulda wahrlich viel zu bieten. Der Fuldaer Dom Sankt Salvator ist nicht nur das berühmteste Wahrzeichen der Barockstadt, er ist auch die bedeutendste Barockkirche Hessens. Das Stadtschloss mit dem wunderschönen weitläufigen Garten bietet nicht nur eindrucksvolle Fotomotive sondern lädt zum Verweilen ein. Und wenn das Wetter so mitspielt wie an diesen drei Tagen, möchte man gerne noch bleiben und weitere Glanzpunkte im Barockviertel besichtigen.

Obligatorisch wird zum Schluss der Radtour das Ziel für das nächste Jahr besprochen. Für die Zeit vom 10. bis 12. September 2021 wurde Winterberg als Austragungsort der 25. Jubiläumstour ausgewählt. Die organisatorische Vorbereitung liegt in den Händen von Wolfgang Müller und Frank Schickor. Ein großer Dank galt JoJo Straßer für die gute Organisation der diesjährigen Veranstaltung.