Archivierter Artikel vom 16.09.2019, 09:07 Uhr
Kobern-Gondorf

Mitglieder von plus/minus 60 aktiv gingen auf große Reise nach Passau

43 Mitglieder von plus/minus 60 aktiv machten sich auf die Reise nach Niederbayern. Das Ziel war die Drei-Flüsse-Stadt Passau. Passau ist die deutsche Stadt an der Grenze zu Österreich, wo Donau, Inn und Iltz zusammenfließen.

Foto: plus/minus 60 aktiv

„Nach einer Fahrzeit von zweieinhalb Stunden wurde auf einem Rastplatz eine Frühstückspause eingelegt. Für das Frühstück sorgten die Organisatoren mit einer reichlich gefüllten Frühstücksbox, Semmeln und Kaffee. Zum Abschluss gab es für jeden Teilnehmer noch ein Glas Sekt.

Die Fahrt war bedingt durch die große Hitze und die vielen Staus etwas anstrengend. Gegen 17 Uhr erreichten wir unser Ziel. Das Hotel war zentral gelegen. Nach dem Einchecken hatten die Teilnehmer noch etwas Zeit, um sich von den Reisestrapazen zu erholen. Nach dem gemeinsamen Abendessen trafen sich noch einige auf der hoteleigenen Terrasse um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. In zwei Gruppen erfolgte eine über zwei Stunden dauernde interessante und informative Stadtführung. Ziel war die Altstadt, die auf einer schmalen Halbinsel am Zusammenfluss von Inn und Donau liegt. Die Hauptattraktion ist der Dom St. Stephan, der auf einer kleinen Anhöhe, dem höchsten Punkt der Altstadt, liegt. Da das Stadtbild dank italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair hat, wird Passau auch das Venedig Bayerns genannt.

Der Nachmittag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Am Abend wurde ein Orgelkonzert im St. Stephans Dom besucht. Das Konzert war sehr beeindruckend. Nach der Stadtführung war allen bekannt, dass die Passauer Domorgel die größte der Welt ist. Sie fasziniert nicht nur durch die immense Anzahl ihrer Pfeifen, über 17.900 an der Zahl, sondern auch durch die vielen Klangfarben und Schattierungen. Mit der Klangwirkung füllt sie den prächtigen Innenraum des Paussauer Doms auf beeindruckende Weise.

Am dritten Tag der Reise fuhren wir nach Frauenau zur Glasmanufaktur Poschinger. Während der Führung durch die Manufaktur erfuhren wir viel Wissenswertes über die Geschichte der Glasgewinnung und -verarbeitung. Die Glasmanufaktur Poschinger ist bereits seit über 450 Jahren in Familienbesitz. In reiner Handarbeit werden Gläser von erlesener Qualität gefertigt. Die bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts produzierten Massenprodukte, wie beispielsweise Biergläser, waren nicht mehr wirtschaftlich herzustellen. Das Sortiment besteht heute aus hochwertigen Sonder-, Spezial- und Einzelanfertigungen. Neben Trinkgläsern werden Gläser für Medizintechnik, Ersatzteile für Lampen sowie Glas für historische Fenster gefertigt. Während der Führung war es interessant zu verfolgen, wie 'Füße' für Glastische hergestellt wurden. Auch erfuhren wir, dass die Berufsbezeichnung der Mitarbeiter der Glasmanufaktur Glasmacher und nicht Glasbläser ist.

Von Frauenau führte uns der Weg nach Neuschönau. Nach der Mittagspause war eine Führung durch den Baumwipfelpfad angesagt. Der Baumwipfelpfad mit einzigartigem Baumturm in Neuschönau ist das Wahrzeichen des Bayerischen Waldes. Auf einer Länge von 1,3 Kilometern und acht bis 25 Meter über dem Waldboden entführt er die Besucher in eine scheinbar andere Welt und gewährt Einblicke, die einem sonst verborgen bleiben. Der Baumwipfelpfad führt die Besucher in ungeahnte Höhen und eröffnet einmalig schöne Ausblicke über die Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes, seine traumhaften Täler und seine wunderschönen Berge wie Rachel und Lusen. Höhepunkt ist der 44 Meter hohe Baumturm. Die Konstruktion ist ein architektonisches Meisterwerk. Der dritte Tag klang nach dem gemeinsamen Abendessen und einem gemütlichen Zusammensein auf der Terrasse aus.

Am vierten Tag stand ein Halbtagsausflug auf dem Programm. Der Vormittag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Anschließend war eine Schiffsfahrt von Passau nach Engelhartszell in Österreich angesagt. Die Fahrt ging vorbei an dem Zusammenfluss von Inn, Donau und Iltz. Interessant war auch die Schleusung beim Kraftwerk Jochenstein. Malerische Landschaften machten die Fahrt zum Vergnügen. In Engelhartszell hatten wir einen Aufenthalt von zwei Stunden. Zu besichtigen waren außer dem malerischen Ort die Sehenswürdigkeiten wie dem Stift Engelszell mit seiner Rokokokirche sowie die Pfarrkirche Engelhartszell. In Passau angekommen, war es schon wieder Zeit zum gemeinsamen Abendessen. Den letzten Abend in Passau ließen die meisten Teilnehmer auf der Terrasse ausklingen.

Am fünften Tag traten wir die Heimreise an die Mosel an. Unser Weg führte uns zunächst nach Regensburg. Dort war eine Stadtführung angesagt. Regensburg liegt an der Donau im Südosten Deutschlands und ist für ihr gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum bekannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert. Ein weiteres Wahrzeichen ist der gotische Dom aus dem 13. Jahrhundert. Hier sind die Regensburger Domspatzen zu Hause. Es gab viele interessante Informationen während der Stadtführung. Im Anschluss an das Mittagessen wurde die Heimfahrt fortgesetzt. Gegen 21 Uhr erreichten wir unser Ziel.

Alle Teilnehmer waren von der Reise begeistert. Sie lobten das ausgewogene Programm und die gute Organisation.“