Koblenz

Koblenz aus der Sicht der Medien – Anna Köbberling spricht mit RZ-Chefredakteur Peter Burger

Die Sommerreise der Landtagsabgeordneten Anna Köbberling (SPD) stand diesmal unter der Überschrift „Koblenz aus der Sicht der Medien“. Köbberlings Wahlkreisreisen beschäftigen sich immer mit einem Thema, das von verschiedenen Seiten beleuchtet wird, um Anregungen für die politische Arbeit mitzunehmen.

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Das Foto zeigt Landtagsabgeordnete Anna Köbberling im Gespräch mit RZ-Chefredakteur Peter Burger.
Das Foto zeigt Landtagsabgeordnete Anna Köbberling im Gespräch mit RZ-Chefredakteur Peter Burger.
Foto: SPD

Zuvor hatte sie schon Reisen zu den Themen Koblenz aus der Sicht von Betriebsräten, aus der Sicht von Unternehmen, von Künstlern, Grundsicherungs-Empfängern, Menschen mit Behinderungen, Geflüchteten, Kirchen, Jugendlichen, der Pflege und anderen unternommen.

Unter der Überschrift Koblenz aus der Sicht der Medien besuchte Köbberling die Rhein-Zeitung (RZ), die Radiosender SWR und RPR1, den Fernsehsender TV Mittelrhein, das Next-Magazin und Blick aktuell. Weitere Medien wie zum Beispiel Antenne Koblenz oder der Schängel, mit denen aufgrund der Urlaubszeit oder wegen Corona keine Termine zustande kamen, können noch folgen.

Erstes Thema der Gespräche war immer das Selbstverständnis der Medien als Akteure in unserer Stadt. Dabei betonten alle ihre regionale Verwurzelung sowie ihren „Auftrag“ als Berichterstatter aber auch Gestalter des Zusammenlebens in Koblenz und der Region. „Unser Leitbild ist, das Leben der Menschen im Südwesten zu bereichern“, sagte die Studioleiterin des SWR, Renata Sappert. Das Gleiche gilt auch für Radio RPR1 – nicht umsonst sende man zu jeder halben Stunde regional gefärbte Nachrichten. Der Chefredakteur der Rhein-Zeitung, Peter-Burger, hob hervor, dass daraus auch eine Verantwortung erwächst. „Uns ist zum Beispiel die Bedeutung der Universität für die Region sehr wichtig – dementsprechend häufig berichten wir auch, beteiligen uns aber auch an der Diskussion um die zukünftige Ausrichtung“, sagte er. Die Rhein-Zeitung ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in Koblenz und bekennt sich zu dieser Stadt, was sie mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes neben dem modernen Druckzentrum an der A61 nochmal unterstreicht.

Eine weitere Gemeinsamkeit aller besuchten Medien ist die Anpassung an veränderte Nutzungsgewohnheiten. Natürlich sind alle in den sozialen Netzwerken unterwegs. Mit der Erfindung des E-Papers hat die Rhein-Zeitung bundesweit Maßstäbe im digitalen Bereich gesetzt. „Wie lange erhalte ich die Rhein-Zeitung noch in Papierform morgens zu Frühstück?“, wollte Köbberling wissen. „Zehn Jahre werden es schon noch sein“, versprach Burger. TV Mittelrhein bietet über den Rückkanal die Möglichkeit, dass auch Pressemeldungen, zum Beispiel von Vereinen, als kleine Filme eingesandt werden können und dann ihren Weg in die Berichterstattung finden. Der SWR hat mit „funk“ ein online-Medienangebot für Jugendliche geschaffen. RPR-Redakteure müssen nicht nur Texte einsprechen, sondern auch Filme für Social Media drehen können. Und das Hochglanz-Magazin NEXT verbindet die Print-Texte auch mit Video-Interviews und Filmen im Internet.

Natürlich wurde auch darüber gesprochen, welche Folgen die Corona-Pandemie für die regionalen Medien hatte. Als öffentlich-rechtlicher und nicht auf Gewinn ausgelegter Sender hatte der SWR sicherlich die geringsten Einbußen, da die Rundfunkgebühren weiter fließen – eine Sicherheit, von der die anderen Medien auch gern profitiert hätten. Dass man dann allerdings auch einem gewählten Intendanten und einem Rundfunkrat rechenschaftspflichtig ist, werde gern vergessen. Alle Medien, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, mussten deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen – und das trotz steigender Nutzerzahlen. Im Homeoffice oder Lockdown haben offenbar mehr Menschen als sonst ferngesehen, Radio gehört und Zeitung gelesen. Unterm Strich sagten aber alle Gesprächspartner, sie seien bisher gut durch die Krise gekommen und man werde mit den Einbußen zurechtkommen können.

„Ich freue mich, dass es in unserer Region ein so vielfältiges Medienangebot in Print, Radio und Fernsehen gibt“, resümiert Anna Köbberling ihre Reise, „und finde es toll, dass alle Medienvertreter nicht nur berichten, sondern auch gestalten wollen, damit man im Raum Koblenz gut leben kann.“